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  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    WOHIN gehören die Qumran Schriftrollen?
    Raubkunst mal etwas anderes. Wobei der Begriff "Kunst" nur in Ermangelung eines anderen Begriffs gewählt wurde.
    In einem alten "Spiegel" aus 2010 fand ich einen interessanten Artikel. Dabei geht es um die bisher ältesten bekannte Handschriften der Bibel, den Qumran Schriftrollen.
    Diese wurden zwischen 1947 und 1956 in den Höhlen von Qumran am Toten Meer gefunden und gingen schon mehrfach auf Weltreise in verschiedene Museen - bis 2010!
    Da beschloß die israelische Regierung, diese Schriftstücke nicht mehr ins Ausland zu verleihen. Der Grund: Das Königreich Jordanien forderte von Kanada, wo sich seinerzeit die Rollen befanden, diese zu beschlagnahmen und an Jordanien zurück zu geben.
    Jordanien erhebt bis heute Anspruch auf diese Stücke, da der Fundort sich auf seinem Territorium befindet und bis zur Israelischen Okkupation Ostjerusalems dort im "Rockefeller Museum" ausgestellt waren. Ostjerusalem stand bis dahin unter Jordanischer Verwaltung.
    Israel aber behauptet, Jordaniens Herrschaft über Ostjerusalem sein international nie anerkannt worden, vergißt aber, daß seine über Ostjerusalem bis zum heutigen Tag ebenfalls nicht anerkannt ist.
    Wenn zwei sich streiten kommt meist ein anderer und stellt ebenfalls Ansprüche. In diesem Fall die palästinensische Autonomiebehörde. Wohl eher der fragwürdigste Treuhänder!
    Die Schriftstücke sind in Hebräisch abgefaßt und werden allgemein anerkannt, zum jüdischen Kulturerbe gezählt.

  • Der letzte Auschwitz-Befreier ist tot.Datum06.06.2021 18:06
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    David Dushman war der letzte noch lebende Auschwitz-Befreier. Nun ist er im Alter von 98 Jahren gestorben. Er kämpfte bei der Schlacht von Stalingrad, durchbrach die Zäune des Auschwitz-KZs und erlebte das Olympia-Attentat mit.
    https://www.t-online.de/region/muenchen/...-gestorben.html

  • Verbrecherorganisation oder was sonst?Datum06.06.2021 17:39
    Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    "Er habe die Nachricht aus Kanada mit Schrecken aufgenommen, sagte das Kirchenoberhaupt. Es werde weiter daran gearbeitet, Licht in die Sache zu bringen. Kanadas Regierung hatte eine Entschuldigung des Papstes gefordert."
    Der "Schrecken" wohl eher nicht wegen der mutmaßlichen Kindermorde, sondern, daß man das entdeckt hat. Die Katholische Kirche hat so viele "Leichen" im Keller, daß man fast schon abwinken möchte. Das wirklich erschreckende aber ist, daß das nicht irgendwann im ohnehin finsteren Mittelalter geschah, sondern in der jüngeren Vergangenheit und die Kindsmißbrauchsfälle, sind aktueller denn je.
    Eine andere Vereinigung wäre vermutlich schon längst als kriminell eingestuft und verboten worden.
    Bemerkenswert ist auch, daß es sich um indigene Kinder handelte - auf Deutsch, Indianer- und Eskimokinder, die vermutlich in guter katholischer Tradition zwangsbekehrt werden sollten. Es ist nicht gesagt, daß die Kinden Kindern körperliche Gewalt angetan wurde und sie daran starben. Menschen sterben auch durch seelische Grausamkeit, Krankheiten oder an Hunger!
    Weiterhin bemerkenswert, daß das Verschwinden einiger Kinder nicht unbemerkt geblieben ist und den Behörden, wohl auch der Polizei, gemeldet wurde. Vermutlich aber steckte sie mit der Schulleitung unter einer Decke oder das Verschwinden einiger "Indianergören" war ihnen egal - werden zu ihrem Stamm zurück gegangen sein.
    Ein Horrorszenario in einem Horrorhaus. Min wirklich gespannt, was bei den Untersuchungen rauskommt bzw was man rauskommen läßt!

    https://www.dw.com/de/grausige-knochenfu...nada/a-57710174

  • Deutschland und Namibia heuteDatum06.06.2021 13:14
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Deutschland und Namibia heute
    In einer Regierungspressekonferenz vom 10. Juli 2015 hat die deutsche Bundesregierung im Namen Dr. Martin Schäfers (Sprecher des Auswärtigen Amtes) den Krieg gegen die Herero mittlerweile als Völkermord eingestuft.
    Von den ursprünglich 60.000 bis 80.000 Herero überlebten nur etwa 16.000, genaue Opferzahlen sind jedoch umstritten. Auch die Hälfte der rund 20.000 Menschen zählenden Bevölkerungsgruppe der Nama, die im Oktober 1904 ebenfalls gegen die deutschen Kolonialherren aufbegehrten, fielen der Vernichtungspolitik zum Opfer.
    Namibia ist aufgrund des großen Flächenanteils der Namib nur sehr dünn besiedelt. Das Land hat etwa 2,3 Millionen Einwohner. 18 Prozent der Bevölkerung leben unter der namibischen Armutsgrenze (Stand November 2016), gegenüber 28,7 Prozent 2009. Namibia hat eine stabile parlamentarische Demokratie.
    In Namibia, Botswana und Angola leben heute wieder bis zu 120.000 Menschen vom Volk der Herero. Deutschland betreibt seit der Unabhängigkeit Namibias eine verstärkte Entwicklungszusammenarbeit. Namibia war 1990 als letztes afrikanisches Land nach einem fast 25 Jahre andauernden Freiheitskampf gegen die Mandatsmacht Südafrika unabhängig geworden. Seit 1990 belaufen sich die Hilfszahlungen Deutschlands an das Land auf über 700 Millionen Euro. 2013/2014 erhält das Land 77,7 Millionen Euro. Zudem unterhält Deutschland enge politisch-kulturelle Beziehungen zu Namibia.
    Rund 20.000 Menschen in Namibia zählen noch heute zur deutschsprachigen Gemeinschaft, von denen in ihren Familien auch viele zivile Opfer durch den Hereroaufstand zu beklagen hatten, denn gerade zu Beginn des Aufstandes, der für die Deutschen völlig überraschend kam, wurden viele Farmen deutscher Siedler überfallen und ihre Bewohner ermordet - darüber aber schweigt des Sängers Höflichkeit.....
    1915 dann, im Zuge des 1. WK, wurden die indigenen Einwohner von südafrikanischen Truppen des britischen Empire, vom deutschen Kolonialjoch befreit und 1920 stellte der Völkerbund Namibia unter südafrikanisches Mandat – faktisch als südafrikanische Kolonie –, das seine eigenen Gesetze, wie die zur Apartheid, in Namibia einführte.
    Die Einheimischen fühlten sich unter den Südafrikanern so wohl, daß sie einen Guerillakrieg gegen die als Besatzungsmacht empfundene Mandatsmach Südafrika zu führen begannen und der dann 1994 mit der Unabhängigkeit Namibias endete.
    Die namibische Wirtschaft ist stark durch die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau (Uran, Gold, Silber und unedle Metalle) geprägt und nun ratet mal wer der Nutznießer dieses natürlichen Reichtums war? Richtig Südafrika und da finde ich es mehr als gerecht, wenn auch die ihren Anteil an der Wiedergutmachung übernehmen würden. Schließlich haben sie das Land über Jahrzehnte ausgebeutet und die einheimische Bevölkerung brutal unterdrückt.
    Forderungen danach werden aber keine gestellt. Vermutlich fürchtet man um die gut nachbarlichen Beziehungen, während Deutschland für sie quasi auf dem Mond liegt.....

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Habe sie es endlich geschafft! Es geht doch nicht um Anerkennung oder Entschuldigung. Die Milliarde "Entwicklungshilfe" ist, was zählt! Nach der deutsche n Kolonialzeit war Südwest jahrzehntelang Schutzgebiet von Südafrika (britische Kolonie) und wurde erbarmungslos und brutal ausgebeutet. Darüber spricht niemand. Es spricht auch niemand über die dutzenden weißen Siedlern (meist nur Frauen und Kinder), die zu Beginn des Aufstandes von den Einheimischen Ermordet wurden. Vergessen wirs auch, daß die Kolonialmacht England, diejenige war, die die Hereros zum Aufstand gegen die Kolonialmacht Deutschland aufstachelte und ihnen für alle Fälle in ihrer Kolonie Botsuanaland sichere Zuflucht gewährten - weswegen sie auch diese Richtung einschlugen. Richtig ist aber auch, daß der Waterberg von deutschen Truppen umstellt war, deren Schwachstelle genau vor der Omahekewüste lag, weil deutscherseits niemand damit gerechnet hatte, daß die eingekreisten Hereros ausgerechnet dorthin fliehen würden. Hinter der Wüste aber lag britisch Botsuanaland! Gern und ausdauernd wird Trothas Befehl zitiert aber meist absichtlich unvollständig: "... ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu Ihrem Volk zurück oder lasse auf sie schießen." (Quelle: BArch R 1001/2089). Der Befehl geht aber noch weiter: "....aber nicht zu Grausamkeiten gegen Weiber und Kinder ausartet. Diese werden schon fortlaufen, wenn zweimal über sie hinweggeschossen wird. Die Truppe wird sich des guten Rufes des Deutschen Soldaten bewußt bleiben.
    der Kommandeur
    gez. v. Trotha, Generalleutnant.“ Statt zu fliehen hätten sich die Aufständischen allesamt Trotha ergeben können. So zogen sie die Flucht durch die als unpassierbar geltende Wüste und somit den Tot vor. Die Entscheidung dazu lag bei ihnen selbst! Heroisch, selbstmörderisch oder dumm - die Entscheidung für was man dieses Handeln halten soll, bleibt jedem selber überlassen. Immerhin bekommen die UR- Ur- Urenkel jetzt erst mal eine Milliarde Euro und ich meine, es sind in den Jahrzehnten vorher auch schon einige nach Namibia geflossen....
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/po...GDU3hLAo309gPBw

  • Am 1. Juni 1941 schloss die Wehrmacht die Eroberung Griechenlands ab. Immer wieder fordert Athen Reparationen wegen der deutschen Gewaltherrschaft. Mit Recht? Historiker Heinz A. Richter verneint.
    Seit vielen Jahren fordert die Regierung in Athen immer wieder Reparationen von der Bundesregierung. Zu Recht? Nein, sagt der Historiker Heinz A. Richter. Eine in der Geschichtswissenschaft nicht unumstrittene Position. Und derart einfach ist die Antwort tatsächlich nicht, wie sich im folgenden Gespräch herausstellt.
    https://www.t-online.de/nachrichten/wiss...arationen-.html

  • Frage zum LaconiafallDatum04.06.2021 09:44
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Der Laconiafall ist unter Interessierten leidlich bekannt und wird kaum kontrovers diskutiert. Er gilt als eine der größten humanitären Rettungsaktionen des 2. WK mit weitreichenden Konsequenzen für die weitere Kriegführung auf See.
    Der Vorgang ist also bekannt und muß nicht weiter beschrieben werden aber wie steht es um die Intensionen des Kapitäns von U 156, Kapitän Werner Hartenstein? Sein entschlossenes Eingreifen und seine konsequente Rettungsaktion rettete hunderten Menschen verschiedener Nationalität das Leben - das bleibt unbestritten und der völkerrechtswidrige Angriff amerikanischer Flugzeuge auf die nun zu dritt dort operierenden deutschen U-Boote gefährdete es wieder und auch die U-Boote und deren Besatzungsmitglieder.
    Das wiederum führte in der Konsequenz zum berüchtigten "Laconia Befehl", der für alle Zukunft solche Rettungsaktionen verbot!
    Am 12. September 1942 traf U 156 vor Westafrika auf den britischen Frachtpassagierdampfer Laconia. Also schon mal kein normales Frachtschiff, sondern eine Mischform, bei der man davon ausgehen konnte, daß auch Passagiere an Bord sein könnten. Dennoch gab es keinerlei Skrupel das Schiff anzugreifen - warum auch, war zumindest ein Teil des Schiffes ein legitimes Ziel, nämlich die Fracht.
    WARUM aber tauchte U 156 auf und rettete die Überlebenden des Schiffsunterganges, nachdem doch das U-Boot erst kurz zuvor die "Laconia" torpediert hatte und zwar mit der Absicht, sie mit "Mann und Maus" untergehen zu lassen?
    Nun, die einen sagen, er sah durch das Periskope, daß sich viele Passagiere an Bord befanden, mit denen er nicht gerechnet hatte. Daß die allermeisten der Passagiere aber gar keine freiwilligen Passagiere waren, erfuhr er erst später.
    Die zweite Version besagt, man habe im auf Seerohrtiefe getauchtem Boot italienische Laute gehört und da Italien zu dieser Zeit noch Deutschlands Verbündeter war, wollte man wenigstens die Italiener retten. Erst nach dem Auftauchen und der Rettung einiger Italienischer Schiffsbrüchiger, erfuhr Hartenstein, daß es sich um eine Überführung von 1.800 Italienischen Kriegsgefangenen handelte. Nun erst wurden größere Rettungsaktionen eingeleitet um die Verbündeten zu retten.
    Insgesamt befanden sich an Bord 1800 italienische Kriegsgefangene, bewacht von gut 100 polnischen Exil-Soldaten, sowie 366 Zivilisten und knapp 500 Besatzungsmitglieder.
    Jetzt allerdings zeigte Hartenstein wahre Größe, als er damit begann ALLE Überlebenden unterschiedslos zu retten, incl. der 100 polnischen Bewacher, die sich nach Aussagen der Italiener, den Gefangenen gegenüber äußerst brutal und rücksichtslos verhalten haben sollen.
    Über sich hinaus wuchs Hartenstein und die Kapitäne der beiden anderen deutschen U-Boote, als sie selbst bei einem US Amerikanischen Bombenangriff die Geretteten nicht im Stich ließen und einfach wegtauchten.
    Die Frage die ich mir stellte, bleibt aber unbeantwortet: WARUM tauchte Hartenstein wirklich auf und wäre er auch zur Rettung der Schiffbrüchigen aufgetaucht, wenn man keine italienischen Laute gehört hätte?
    Immerhin konnte er von Januar 1942 bis Januar 1943 auf insgesamt fünf Unternehmungen zwanzig Handelsschiffe mit 97.206 BRT versenken und vier Schiffe, darunter den US-Zerstörer Blakely, schwer beschädigen.
    Nach dem Krieg brachte ihm diese Aktion den Spitznahmen "netter Nazi" oder "guter Nazi" ein und machte seine Person zum Filmhelden, während des Krieges das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.

  • Nun, da ich bei FB für sieben Tage gesperrt wurde, hab ich mal wieder mehr Zeit gefunden, mich hier etwas umzusehen und siehe da: DAS kann ich so nicht stehen lassen!
    Inzwi9schen wurde nämlich das Urteil revidiert: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h...-schmaehkritik/

  • Facebook und die Meinungsfreiheit.Datum03.06.2021 07:39
    Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Wer bei Facebook angemeldet ist und diese Plattform kennt, kennt auch die damit einhergehenden Probleme der Meinungsfreiheit dort.
    Die gilt tatsächlich nur eingeschränkt und so gut wie jeder hat die Folgen einer freien Meinungsäußerung schon zu spüren bekommen. Die Urteilsfindung, wer warum und wie lange für welchen Kommentar oder welche Äußerung gesperrt wird, sind schlicht unergründlich und alles andere als demokratisch.
    Leider besitzt FB eine gewisse Monopolstellung und ein Wechsel auf eine andere Plattform ist deshalb kaum möglich.
    Merkwürdig aber ist, daß kritische Kommentare zur Asyl- und Ausländerpolitik mit Bann bestraft werden, während nur wenige Klicks weiter deutsche Politiker straflos auf das gröbste beleidigt und beschimpft werden, ohne daß FB den Finger rührt.
    Israelkritische (wohlgemerkt, nicht antijüdische) Kommentare werden gelöscht, deren Verfasser gebannt aber wieder nur wenige Klicks weiter tobt sich auf FB unbehelligt der antisemitische Mob aus!
    FB hat sich zum Mekka der Meldemuschis gemausert und der Algorithmus hat ein RotGrünes Auswahlprogramm verpasst bekommen, das sogar auf Kritik an der politisch korrekten Sprache und der pseudoelitären Gendersprache mit Sperrung bestraft.
    Gestern hab ich eine 24 Stunden Sperre bekommen, die nach meinem Widerspruch auf 7 Tage verlängert wurde. Da hat wohl auch ein Administrator mit RotGrüner Gesinnung gleich noch mal eine Kelle Nachschlag draufgesetzt.
    Hier nun mal die Gründe, weswegen ich gesperrt wurde. Zuerst der aktuelle Grund:
    Auf die Frage, als was man als Kind gern gegangen wäre. „Indianer oder Negerhäuptling. Alternativ arabischer Scheich oder Zigeuner! 🥳🥳🥳“. (Anm.: Meine Generation hat zu diesen Begriffen eine ganz andere Beziehung als die, derjenigen, die um die Jahrtausendwende und danach geboren wurden. Ich bin mit diesen begriffen groß geworden.)

    Diskusion über Schzuldfrage zur Sklaverei: "Ok, wenn "Schuld" zu heftig klingt, dann eben Mitverantwortung! Ich will es aber dennoch versuchen auf einen Nenner zu bringen: Die "Negersklaverei" zB, deren Diskussion heute gerade in Deutschland wieder mal hochkocht, weil die Flamme immer schön am brennen gehalten wird, wird ausschließlich den Weißen angelastet, was aber ebenso falsch ist, wie den Indianer eine gewisse Mitschuld an ihrem Untergang abzusprechen. Klar, den Indianern fehlten die globalen Zusammenhänge und sie hatten ein eher beschränktes Weltbild - von wenigen weitsichtigen Häuptlingen abgesehen. Aber ähnlich erging es den Schwarzen in Afrika, ohne deren Mithilfe eine Sklavenjagt kaum möglich gewesen wäre und die wirklich großen Sklavenhändler waren nicht die Europäer, sondern die Araber und die Sklavenjäger die schwarzen Eingeborenen selber, Wobei hier natürlich nicht außer Acht gelassen werden darf, daß erst die Nachfrage auch ein Angebot schafft. Eine richtige "Nachfrage" nach Indianern gab es nicht. Wo immer Weißer versuchten sie auf Plantagen oder in Bergwerken zur Arbeit einzusetzen, verstarben sie schneller, als Nachschub rangeschafft werden konnte. DAS erst schuf die Nachfrage für Negersklaven! Daneben gab es natürlich auch noch die natürliche Vernichtung durch die Immunschwäche europäischen Krankheiten gegenüber, was Berichten zufolge von skrupellosen Weißen noch gefördert wurde. (Anm.: Hier kann ich überhaupt keinen Sperrgrund erkennen!)

    Zur Asylfrage und islamistischem Terror: „Tatsächlich stellt sich hier die Frage, WER die wirklichen Barbaren sind! Die Antwort lautet schlicht: Die Islamisten. Und solchen Leuten gewähren wir auch noch Unterschlupf, wenn sie als angeblich Verfolgte bei uns um Asyl nachsuchen und wenn sie dann wieder kriminell werden oder ihre kruden Religion ausleben, dürfen sie noch nicht einmal abgeschoben werden - RotGrün weiß das schon zu verhindern!“.
    (Anm.: Hier ist der Grund klar ersichtlich, ich kritisiere RotGrün und deren Abschiebeverhinderungstaktik und natürlich die Islamisten. Finde den Fehler!)

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Torpedos gelten sowieso eher als hinterhältige Waffe. Meist von U-Booten abgefeuert oder auch von T- und S- Booten, schleichen sie sich kaum erkennbar an ihr Opfer ran und richten beträchtlichen Schaden an bis hin zur völligen Zerstörung. Gelegentlich konnte das avisierte Ziel aber den Torpedos ausweichen und den vorbeiziehenden Luftblasen der Torpedobahn den "Stinkefinger" zeigen.
    Deshalb arbeitete man an Torpedos, die zB keine verräterische Luftblasenbahn mehr zogen oder solchen, die dem Geräusch der Schiffschraube folgten.
    Letztere nannte man "Zaunkönig". So innovativ sie waren, so unberechenbar waren sie auch für denjenigen, der sie abfeuerte. Ich meine, ein oder zwei eigene U-Boot gingen auf Kosten solcher Irrläufer, die auf das Schraubengeräusch des eigenen Bootes reagierten verloren.
    Wer nun aber meint, normale Torpedos seien zumindest diesbezüglich für den Anwender ungefährlich, irrt sich. Ich habe da einen kleinen Bericht über die "Emden" der Kriegsmarine gelesen. Die wurde nämlich und das weiß kaum jemand auch torpediert und zwar von sich selbst.
    Beim Torpedoschießen in der Danziger Bucht im Frühjahr 1943. Nach dem Abfeuern eines scharfen Torpedos bemerkte man(n), daß die Geradeaussteuerung versagte. Trotz sofort eingeleiteter Ausweichmanöver, traf der Irrläufer die "Emden" im Unterwasserbereich des Vorschiffs. Der Wassereinbruch konnte von den Pumpen bewältigt werden. Das schiff aber mußte zur Reparatur ins Danziger Schwimmdock, was sie nach der Reparatur beinahe nicht mehr hätte verlassen können. Niedrigwasser und ablandige Winde erforderten eine Leichterung und Schlepper, sowie ein "Schiffsschaukeln", daß die Besatzung durch einen ständigen Wechsel von einer Bordseite auf die andere bewerkstelligte.

  • WO sind sie geblieben?Datum02.04.2021 12:52
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Spätestens mit dem Ende des 2. WK ging auch eine Kriegsschiffära zu Ende, nämlich die der Schlachtschiffe. Schon vor und während des 2. WK "tobte" eine erbitterte "Schlacht" zwischen der Schlachtschifffraktion und der Flugzeugträgerfraktion. Diese "Schlacht" vollzog sich in ALLEN namhaften Marinen seiner Zeit.
    Der Kriegsverlauf schließlich brachte die Niederlage der Schlachtschifffraktion, die mit dem japanischen Angriff auf PH eingeläutet wurde. Insgesamt kann man zusammenfassend behaupten, daß relativ wenige und billige Flugzeuge bei relativ geringen Kosten und unter relativ geringem Material- und Menschenverlusten, selbst die dicksten und größten Schlachschiffe ihrer Zeit beinahe mühelos versenkten.
    Zu nennen wäre da (unabhängig von ihrer tatsächlichen Reihenfolge) der Stolz der deutschen Kriegsmarine, die "Bismarck". Ups, natürlich nur indirekt. Ein uralt Doppeldecker beschädigte das modernste Schlachtschiff seiner Zeit so schwer, daß es für seine Gegner zum Kanonenfutter wurde. Direkter war da schon die Versenkung des Schwesterschiffes, die Tirpitz am 12. November 1944 durch 32 Lancaster-Bomber und der berühmten „Tallboys“ Bombe.
    "Auch die Force Z" wurde von Japanischen Flugzeugen versenkt. Versenkt wurde dabei eines der modernsten britischen Schlachtschiffe HMS Prince of Wales und HMS Repulse (Repulse war "nur" ein Schlachtkreuzer). Die Prince of Wales hatte zuvor an der Jagt auf die Bismarck teilgenommen. Die Japaner verloren dabei ganze 3 Flugzeuge.
    Die "Yamato", Japans ganzer Stolz zur See und damals größte Schlachtschiff der Welt, schaffte es gerade einmal 10 der angreifenden amerikanischen Flugzeuge abzuschießen, ehe sie selbst in einem glühenden Feuerball exlodierte. Etwa 400 Kampfflugzeuge in mehreren Wellen von 11 Flugzeugträgern der US-amerikanischen Task Force 58 gestartet, griffen das Schiff an.
    Und vergessen wir nicht den Morgen des 7. Dezember 1941, als 353 japanische Kampfflugzeuge die Luftstützpunkte und Marinebasis der USA auf der Insel Oahu angriffen. Insgesamt wurden 16 Schiffe der US-Pazifikflotte zerstört, darunter Acht Schlachtschiffe, von denen 5 gesunken sind. Mit Ausnahme der "Arizona" wurden sie aber alle gehoben und weitestgehend wieder einsatzfähig gemacht. Das gelang aber nur, weil die Japaner die Werft- und Tankanlagen nicht zerstört hatten. Die Japaner verloren bei den insgesamt zwei Angriffen 29 Flugzeuge und 65 (die auf den Kleinstubooten mit eingerechnet)Tote Japaner standen 2.403 gefallenen Amerikanern gegenüber.
    Am 12. November 1940, also gut ein Jahr VOR PH führten die Briten einen spektakulären Luftangriff auf den italienischen Flottenstützpunkt Tarent durch. An diesem Tag versenkten die Briten bei zwei eigenen Flugzeugverlusten, drei italienische Schlachtschiff. Zwar wurden zwei von ihnen nach monatelangen Reparaturen wieder einsatzbereit gemacht. Aber die "Conte di Cavour" wurde vor Kriegsende nicht mehr fertiggestellt. Übrigens flog der selbe Flugzeugtyp den Torpedoangriff, der später der "Bismarck" zum Verhängnis werden sollte: Ein Torpedobomber vom Typ Fairey Swordfish.
    Schließlich sei auch noch die "Roma" erwähnt. Das modernste Schiff der italienischen Marine und ihr ganzer Stolz. Ein einziges Flugzeug mit einer einzigen gelenkten "Fritzbombe", schickte es auf den Grund des Mittelmeeres, als es versuchte zu den Briten zu entkommen, nachdem Italien die Seite gewechselt hatte.
    Naja, bei solch einer eher verheerenden Bilanz war klar, daß Schlachtschiffe obsolet geworden waren. Neben den Fliegern waren es U-Boote, die diesen Giganten der Meere ihr Leben schwer machten. Manchmal genügte ein einziger Torpedo und die ganze Herrlichkeit war Geschichte und mit ihr mitunter tausende von Seeleuten.
    Also, aus und vorbei? Mitnichten. So wenig wie der Krieg am 8. Mai bzw am 9./12. September 1945 mit der Kapitulation Deutschlands und Japans endete, endete auch die Geschichte der Schlachtschiffe nicht so abruppt an einem Stichtag.
    Der nächste Krieg in den die USA involviert waren, ließ nicht lange auf sich warten und sein Grundstein wurde mit der Teilung Koreas in zwei Besatzungszonen gelegt.
    Nach dem Krieg stellte die US Navy ihre Schlachtschiffe außer Dienst. Die meisten wurden verschrotte. Nur die vier "Iowas", die zuletzt gebauten und somit modernsten Schiffe wurden der Reserveflotte zugeteilt und eingemottet.
    USS Iowa (BB-61)
    USS New Jersey (BB-62)
    USS Missouri (BB-63)
    USS New Jersey (BB-62)
    USS Wisconsin (BB-64)

    Die USS Iowa (BB-61)
    Sie wurde 1943 in Dienst gestellt und fuhr noch im selben Jahr im Atlantischen Ozean Kriegseinsätze. Das Schlachtschiff kämpfte im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg. Für Hollywood zog sie gegen Aliens in Gefecht - "American Warships".
    Mitten im Frieden erschütterte am 19. April 1989 eine gigantische Explosion die USS Iowa. Das riesige Schlachtschiff wurde noch im Zweiten Weltkrieg gebaut und von US Präsident Ronald Reagan reaktiviert im Ramen der "600 Schiffeplanung". Der zweite Hauptturm mit seinen 40,6-Zentimeter-Geschützen war explodiert. 47 Matrosen starben, elf Besatzungsmitglieder, die in den unteren Etagen des riesigen Turms diest taten, überlebten die Explosion. Das Schiff konnte aus eigener Kraft seinen Heimathafen anlaufen, doch der Schaden wurde nie wieder repariert. Die USS Iowa schied aus dem Dienst aus.
    Die Explosion ereignete sich bei einem Übungsschießen vor der Küste Puerto Ricos. Das Projektil im Lauf war eine Übungsgranate ohne Sprengstoff. Sie sollte mit einer Treibladung bestehend aus sechs etwa 50 Kilogramm schweren Säcken abgefeuerte werden.
    Dass Schiff ging nur darum nicht unter, weil es gelang, das Magazin des Turms zu fluten, sodass die Munitionsvorräte dort nicht in Brand gerieten.
    Sie liegt heute im Port of Los Angeles, Kalifornien (San Pedro) wo sie als Museumsschiff besichtigt werden kann. Die Iowa verbrachte zwischen 1943 und 1990 18 Jahre und elf Monate im aktiven Dienst.

    USS New Jersey (BB-62)
    Die USS New Jersey (BB-62) wurde am 16. September 1940 auf Kiel gelegt und am 23. Mai 1943 in Dienst gestellt. Im Zweiten Weltkrieg nahm sie unter anderem an der Beschießung Saipans teil, später verteidigte sie mehrere Flugzeugträger vor Okinawa. Nach kurzer Zeit in der Mothball Fleet genannten Reserveflotte beschoss die New Jersey ab 1951 die Küsten von Wŏnsan und anderer Städte in Nordkorea, wurde dann aber 1957 wieder außer Dienst gestellt. Als einziges Schlachtschiff der US-Flotte wurde sie 1968 für den Einsatz im Vietnamkrieg erneut aktiviert (Kosten 21,5 mio $), blieb aber nur rund eineinhalb Jahre in Dienst. Im Krieg selbst nahm sie nur an einer einzigen größeren Operation teil, weil zu diesem Zeitpunkt der Krieg bereits "vietnamisiert" wurde. Dort verschoss sie 5688 Projektile aus ihren Hauptgeschützen. 1969 bis 1982 verbrachte sie wiederum in der Reserve, diente danach noch vor dem Libanon, wo sie den syrischen Kommandoposten auf der Bekaa-Ebene zerstörte. Danach nahm sie an mehreren Manövern teil und wurde 1991 außer Dienst gestellt sowie 1995 aus dem Schiffsregister gestrichen. Heute liegt die New Jersey in Camden, New Jersey, wo sie besichtigt werden kann. Die New Jersey stand 21 Jahre und fünf Monate im aktiven Dienst

    USS Missouri (BB-63)
    Die USS Missouri (Spitzname „Mighty Mo“) wurde am 6. Januar 1941 auf Kiel gelegt und am 11. Juni 1944 in Dienst gestellt und nahm ab 1945 am Pazifikkrieg teil. Sie kämpfte vor Iwo Jima und beschoß die Japanische Küste. Am 2. September 1945 wurde auf der Missouri Geschichte geschrieben, als auf dem Vordeck die politischen und militärischen Vertreter Japans kapitulierten und so der Zweite Weltkrieg sein Ende fand. Ab 1950 fuhr das Schlachtschiff Einsätze im Koreakrieg und wurde danach der Reserveflotte zugeteilt. Dort verblieb es bis 1984 und wurde danach, stark modernisiert, im Zweiten Golfkrieg eingesetzt und nahm 1991 an Operation Desert Storm teil, wo sie neben den Geschützen auch Marschflugkörper abfeuerte.
    Die Missouri wurde 1992 außer Dienst gestellt und 1995 aus dem Schiffsregister gestrichen. Heute liegt sie als Museumsschiff in Pearl Harbor auf Hawaii. Insgesamt befand sich die Missouri 16 Jahre und vier Monate im aktiven Dienst.

    Die USS Wisconsin (BB-64)
    Das Schiff wurde am 25. Januar 1941 auf Kiel gelegt und am 16. April 1943 in Dienst gestellt. Im Zweiten Weltkrieg diente sie vor Iwo Jima und den japanischen Hauptinseln. Die erste Außerdienststellung erfolgte 1948, bereits 1951 wurde sie jedoch wieder aktiviert, um am Koreakrieg teilzunehmen. 1958 wurde sie wiederum der Reserve zugeordnet. 1988 begann die Wisconsin ihre dritte Dienstzeit, während der sie 1991 auch am Golfkrieg teilnahm. Neben den Geschützen feuerte sie auch 24 Marschflugkörper auf den Irak ab. 1991 wurde sie außer Dienst gestellt und 1995 aus dem Schiffsregister gestrichen, 1998 jedoch wieder hinzugefügt. Bis 2006 gehörte die Wisconsin zur Reserveflotte und liegt im Nauticus National Maritime Center in Norfolk, Virginia, wo ihre Wetterdecks besichtigt werden können. Allerdings ist sie durch einen Brand, dessen Schäden bis heute nicht behoben wurden, quasi lahm gelegt. Das Schiff verbrachte 13 Jahre und elf Monate im aktiven Dienst.
    Im März 2006 wurden die vier Iowas vermutlich endgültig aus dem Schiffsregister gestrichen.
    In den 60 Jahren gab es diverse Pläne, die Schiffe zu Lenkwaffenträger und/oder Hubschrauberträger umzubauen. Bei allen Plänen wären die beiden vorderen Geschütztürme erhalten geblieben. Es blieb aber bei den Plänen.

  • Die S- Mine 35Datum27.03.2021 09:43
    Thema von Waldi44 im Forum Waffen und Geräte

    Ich dachte bisher, Springminen seihen eine amerikanische Erfindung aber nun lernte ich, daß dem nicht so sei. Die Springmine, genauer die 2- Mine 35 und später die etwas abgewandelte S- Mine 44, sind urdeutsche Erfindungen.
    Die S-Mine 35, stammt, wie schon ihr Name erahnen läßt aus den Jahre 1935.
    Im September 1939, als die Franzosen in Folge des deutschen Polenfeldzuges eine vorsichtigen Vormarsch aufs Reichsgebiet riskierten (etwas übertrieben Septemberoffensive genannt), machten die Alliierten (Franzosen) erstmals mit dieser perfiden Waffe Bekanntschaft. Erstaunlich, daß es trotz fehlender größerer Kampfhandlungen auf französischer Seite dennoch zu rund 2.000 Mann an Toten und Verwundeten kam. Viele davon gingen auf das Konto der Springminen, die sie "Stiller Soldat" nannten und schnell zu fürchten und zu hassen lernten.
    Was war das nun für ein Teil? Minen an sich waren ja nichts neues, diese hier aber schon.
    Der Sprengkörper war 13 cm hoch und ähnelte einer Konservendose. Sein Durchmesser betrug 13 cm und er bestand aus Stahlblech. Somit wäre die Mine eigentlich leicht zu orten gewesen, hätten die Alliierten ausreichend Minensuchgeräte gehabt. Mittig ging ein Standrohr mit drei Druckstifte nach oben und die Mine wurde somit 23,6 cm Lang. Die Splitterfüllung befand sich zwischen einem doppelten Metallmantel im Sprengkörper zusammen mit 300 Gramm TNT.
    Die drei Druckstifte ermöglichten eine Kombination der Auslöseart - entweder Druck oder Zug mittels eines Stolperdrahtes. Mitunter wurde unter der Mine noch ein weiterer Druckzünder angebracht, so daß sie dem Minensucher beim Aufheben doch noch um die Ohren flog.
    Wurde die Mine auf normalem Weg ausgelöst, Entzündete ein Schlagbolzen die nach unten gerichtete Treibladung im Standrohr und ließ den Minenkörper 80 bis 150 cm hoch aus dem Boden schnellen. Damit er auch "schnellen" konnte und nicht an der Stiefelsohle des Soldaten hängen blieb, gab es eine zeitliche Verzögerung von 0,2 bis 0,6 Sekunden. Dann erfolgte die Detonation, die 360 kleine Stahlkugeln (oder was man gerade eingefüllt hatte) in einem Radius von 360 Grad 100 Meter weit schleuderte (bis 20 tödlich, bis 100 verwunden und manchmal werden sogar 140 Meter Wirkungsbereich angegeben)). Dabei erreichten die Kugeln/Splitter bis zu 1.000 m/s. Also eben mal in Deckung gehen war da kaum möglich.
    Ein wahres Teufelsding für die "Teufelsgärten"!
    Zu Kriegsbeginn verfügte die Wehrmacht über700.000 Stück. Bis 1945 wurden 1,93 Millionen S-Minen hergestellt.
    Ps: Fast sämtliche Zahlenangaben schwanken etwas, je nach Quelle. Meine Quelle "Militär & Geschichte April/Mai 2021. Andere Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/S-Mine

  • High - Speed - TorpedoDatum31.12.2020 10:45
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Hab eben in "Schiff Classic" einen Artikel gelesen, der einem schon den kalten Schauer über der Rücken jagen kann und so ganz nebenbei auch die Frage aufwirft, wieso die USA militärisch als Supermacht gelten und die Sowjets als eher abgehängt.
    Wer kennt das nicht: Kriegsschiffe im Gefecht, der Ausguck ruft "Torpedos" voraus, der Käpten brüllt "Ruder hart sonst wohin!" und alles beobachtet gespannt und gebannt die Spur oder den Schatten eines Torpedos. Auch WoW Spieler kennen dieses Szenario ;) !
    Inzwischen haben sich natürlich auch die Torpedos schon lange weiter entwickelt und mit der Blasenbahn ist es meist auch nichts mehr. Modere Geräte erkennen dennoch meist die "Aale" und man kann noch Gegenmaßnahmen einleiten.
    Das könnte aber schon bald vorbei sein, denn auf dem Foto erkennt man ein 2020 vorgestellten "High - Speed- Torpedo"! Ich mußten den Artikel gleich zwei mal lesen um sicher zu sein, die Zahlen auch richtig gelesen zu haben.
    Schon in den 90er war es russischen Ingenieuren gelungen einen Torpedo zu entwickeln, der mit 200 Knoten, also 370 Km/h seinem Ziel entgegen "flog" und zwar UNTER Wasser.
    Eine neuere Version bringt es sogar auf 270 Knoten =500 Km/h und soll sogar in den Export gehen. Ein solcher Torpedo ist zur Zeit nicht abwehrbar und könnte tatsächlich mit einem Atomsprengkopf versehen, eine ganze Trägergriuppe, also einen oder mehrere Träger mit ihren Begleitschiffen versenken bzw kampfunfähig machen.
    Der Antrieb erfolgt mittels eines Raketentriebwerkes und die einsetzenden physikalischen Prozesse hüllen den Torpedo in eine Gasblase (Wasserdampfblase oder so), so daß der Torpedo nicht einmal naß wird.

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Der Golan - Letzte deutsche Panzerschlacht.

    Am Ende des 2, Weltkrieges gab es auf der Welt wohl mehr Waffen als je zuvor und jemals wieder danach. Die westlichen Siegerstaaten besaßen derer so viel, dass sie schon weit vor Kriegsende ihre Rüstungsproduktion drosselten. Von den Sowjets ist derartiges Verhalten nicht überliefert.
    Deutschland hatte den krieg verloren und einen schrecklichen Preis an Menschenleben und verbrauchten Ressourcen dafür bezahlt. Gegen Ende "pfiff die Wehrmacht" sprichwörtlich auf dem letzten Loch und es fehlte an allem. Dennoch blieb noch so manches vom Kriegsgerät nach dem Krieg übrig und fiel an die Siegermächte.
    Flugzeuge, Raketen, Schiffe und nicht zuletzt Panzerfahrzeuge jeder Art. Das allermeiste konnten die Sieger nicht gebrauchen, sieht man mal von den technischen Innovationen ab, von denen sie wiederum nicht genug bekommen konnten. Andere Waffen verschenkten oder verkauften sie an ihre Freunde und neuen Verbündeten oder sie verstaubten für Jahre in irgendwelchen Depots. Die wenigsten Beutewaffen fanden noch für eine Zeit Verwendung in anderen Armeen.
    Um so erstaunlicher ist ihr plötzliches und unerwartetes Auftauchen zu Beginn der 60 Jahre und noch verwunderlicher, der Ort ihrer "Auferstehung", der Nahe Osten.
    Um was für Waffen handelte es sich? Um Panzerfahrzeuge der Wehrmacht, welche Arabische Staaten (hier ist speziell von Syrien die Rede), die im Clinch mit Israel lagen, aus Europa zusammenkauften, während die Israelis selbst von ihren Freunden aus den USA mit den modernsten Panzern ihrer Zeit beliefert wurden. Die politischen Beziehungen zur Sowjetunion waren damals noch nicht so gediehen, wie wenig später, als den Arabern von dort ebenfalls modernes Kriegsgerät in größeren Mengen zufloß.
    Im 1964 begann in der Region der sogenannte "Wasserkrieg", als die Syrer versuchten den Israelis wortwörtlich das Wasser abzugraben. Dieser "Krieg" mündete dann unmittelbar in den Sechstagekrieg von 1967. Im August 1965 dann eskalierte der Konflikt zum ersten größeren Gefecht, in dem die Israelis zwei syrische Panzer zerstörten. Ein israelischer Centurion zerstörte auf 1.500 Meter Entfernung einen deutschen Panzer IV unter syrischem Kommando.
    Nun könnte man meinen, der Panzer sein ein Relikt aus längst vergangener zeit und eher zufällig noch aktiv. Das ist aber weit gefehlt. Syrien beschaffte sich noch etliche dieser Dinosaurier und ihre Lieferanten waren sicherlich froh, weit über den Schrottpreis diese Uraltfahrzeuge los zu werden. Einige waren fast fabrikneu, andere hatten eher nur noch Schrottwert. Genommen wurde aber alles.
    Die Franzosen verwendeten von der Deutschen Panzerbeute lediglich einige Panther in der eigenen Armee weiter. Andere Panzerfahrzeuge verrotteten hingegen vor sich hin. Frankreich lieferte an Israel seine modernsten Waffen und in sein ehemaliges Mandatsgebiet Syrien, was man selber nicht mehr brauchte und nicht zuletzt 40 Panzer IV Ausf. H. Diese Fahrzeuge kamen um 1950 nach Syrien.
    Ihr nächster Einkaufstripp führte sie in die Tschechoslowakei. Die junge tschechische Volksrepublik verfügte über 245 Panzer IV in gutem Zustand. Da nun die Sowjets anfangen ihre neuen Verbündeten in ihren Satellitenstaaten mit modernen Panzern auszustatten, waren die Tschechen durchaus bereit "ihre" Panzer IV zu verkaufen(1955). 4.500 britische Pfund das Stück incl. Ersatzteile und Munition.
    Der Deal brachte den Syrern 45 Panzer sofort ein und weitere 15 (1958) als Ersatzteillager später.
    Selbst in Spanien, dass ja nicht direkt am Krieg teilgenommen hatte, wurde man fündig und kaufte 17 fast fabrikneue Panzer IV Ausf. H. Die Syrer modifizierten die Panzer und bauten das Bug MG und Funkgerät aus. Inwieweit sie andere Funkgeräte, etwa sowjetische eingebaut haben scheint nicht ganz klar zu sein. Wenn aber, so übernahm wahrscheinlich der Kommandant, wie in sowjetischen Panzern üblich, das Funkgerät.
    Weiterhin baute man bei einigen Panzern ein koaxialgelagertes FLA MG ein.
    Wie eigentlich nicht anders zu erwarten hatten die Araber ein massives Wartungsproblem. Selbst alte Panzer müssen fachgerecht gewartet werden, sollen sie einsatzbereit bleiben. Nach Schätzungen waren dass dann Mitte der 60 Jahre nur um die 50% der vorhandenen Fahrzeuge.
    Das Bug MG hatte man ausgebaut aber wenigstens seine Originalkanone durfte der Panzer IV behalten. Mit der KwK 40 Kaliber 75 mm und ihrer deutschen Optik konnte er immerhin bis 1.000 Meter Ziele bekämpfen (man erinnere sich an den Centurion, der seinen Panzer IV auf 1.500 Meter abschoß). Die veraltete Panzerdoktrie der Syrer beruhte noch auf die ebenfalls veralteten Doktrien der Sowjets, bei denen die sowjetischen T34 so dicht wie möglich an die Tiger und Panther ranfahren sollten, um aus nächster Nähe das Feuer zu eröffnen. Die syrischen Panzer sollten erst unter 500 Meter das Feuer eröffnen.
    Neben den Panzern IV kamen auch noch andere Wehrmachtsfahrzeuge zum Einsatz. Von den Franzosen erwarben (1950) die Syrer noch 6 Jagdpanzer IV und fünf SFL Hummel, sowie fast schrottreife 9 Sturmgeschütz III. Zwölf gut erhaltene Sturmgeschütze steuerten die Tschechen bei und selbst die Rumänen konnten mit einem Sturmgeschütz dienen.
    Alle diese Fahrzeuge kamen im Golan zum Einsatz, ein für Panzer eher ungeeignetes bergiges und steiniges Terrain. Bis heute findet man dort noch einige der von den Israelis mit Leichtigkeit zerstörten deutschen Panzerwagen unter syrischem Kommando. Im englisch sprachigen Raum spricht man von der "letzten deutschen Panzerschlacht", "Last German Panzer Battle".
    Erwähnt werden soll in diesem Zusammenhang noch, dass die Syrer nicht nur deutsche Panzer hatten, sondern auch noch einen prominenten deutschen Berater, den "Panzergrafen", Generalleutnant Hyazinth Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz, der ende der 40er den Weg zur Panzertruppe nach Syrien fand. Offiziell arbeitete er dort als Berater des Staatspräsidenten für Forst- und Landwirtschaft! Nach einem Putsch floh er erst in den Libanon, ließ sich dann in Italien nieder und schließlich im Herbst 1951 kam er wieder nach Deutschland zurück und als er 1968 starb, hielten Offiziere der Bundeswehr an seinem Sarg die letzte Wache.
    Quelle "Militär&Geschichte" Okt./Nov. 2020
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  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Nun ja, mal wieder ein altes umstrittenes und dennoch immer wieder aktuelles Thema - weil die Namibische Regierung für die Kriegsschäden von 1904, trotz hunderter Millionen an Entwicklungshilfegeldern, bis zu heutige Tag eine Entschädigung verlangt.
    Die Frage die sich hier einem Historiker (auch Hobbyhistoriker) stellt, abseits aller populistischen und ideologischen Phrasen, ist die Behauptung, dass es sich bei der Niederschlagung des Hereroaufstandes und seiner Folgen für das Volk der Hereros um bewußten und gezielten Völkermord handelte.
    ICH persönlich verneine diese Frage nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, obwohl es in Deutschland inzwischen eine starke grünrote Lobby für die Völkermordthese gibt.
    Zweifellos war der Kolonialismus ein Menschheitsverbrechen an sich aber erst nachdem sich eine ethische und moralische Wende im Denken der allermeisten Völker durch setzte. Der Humanismus brach sich seine Bahn und es begann die Entkolonialisierung, der aber vielen ehemaligen Kolonialvölkern alles andere als Frieden und Wohlstand brachte. Zum Teil wegen der ehemaligen Kolonialherren und ihrer Hinterlassenschaften, zum Teil wegen ethnischer Rivalitäten untereinander und nicht zuletzt wegen des Kalten Krieges!
    Daß Kolonialismus ein Menschheitsverbrechen war, war aber zu der Zeit von der wir Reden (1904), den aller wenigsten Zeitgenossen bewußt und die wenigen fand man damals nur auf der linken Seite im Reichstag (SPD).
    In wie weit nun die Hereros damals das moralische Recht zum Aufstand hatten oder nicht oder ob sie durch die Umstände gar dazu gezwungen wurden, bleibt mal dahin gestellt. Aufstände gab es in ALLEN Kolonien der damaligen Zeit und ALLE Kolonialmächte beantworteten sie gleichermaßen, mit Gewalt! Das Deutsche Kaiserreich bildete darin keine Ausnahme aber es war eben auch nicht "schlechter" als ALLE anderen Kolonialmächte. Allein wegen der kurzen Kolonialzeit fällt die Bilanz für Deutschland wesentlich besser aus, als für die klassischen Kolonialmächte England, Frankreich, Spanien - von Belgien mal ganz zu schweigen!
    Der Aufstand der Hereros begann mit der Ermordung vieler deutscher Siedler. In nur einer Woche starben so auf oft grausamer Weise 123 Weiße - auch einige wenige Soldaten waren darunter. Die Nachrichten darüber stachelten natürlich die Wut der Männer der Schutztruppe aber auch die in der Heimat an und schürten den Wunsch nach Rache. Zu dieser Zeit lebten in Südwest 4.640 Weiße und 970 Buren. Ihnen standen 200 bis 300.000 Afrikaner gegenüber.
    Nachdem Verstärkung eingetroffen und ein neuer Oberbefehlshaber ernannt worden war, Lothar von Trotha, ging die Schutztruppe zur Offensive über! Die Hereros unter ihrem Kapitän (Oberhäuptling) Samuel Maharero zogen sich auf ihre Wasserstellen am Waterberg zurück. Man schätzt die Zahl der dort versammelten Hereros zwischen 40 und 60.000 Menschen und zehntausenden Rindern. Die Gesamtzahl der Heroros in Südwest wird auf bis zu 80.000 geschätzt. Insgesamt schätzt man die Zahl der Krieger, von denen sehr viele, wenn nicht gar die meisten Schußwaffen trugen, auf 5 bis 6.000 Mann.
    Angesichts der deutschen Streitmacht von 1.584 Mann eine gewaltige Übermacht, der aber die Feuerkraft von 30 Feldgeschützen und 12 Maschinengewehren entgegen stand. Mitunter ließt man, dass v. Trotha sie Aufständischen am Waterberg einschloß und ihnen nur den Ausweg durch die Omaheke Wüste ließ.
    Das ist falsch! Von Trotha hatte nicht die Absicht die Hereros entkommen zu lassen oder zum Sterben in die Wüste zu schicken, auch wenn er das wortgewaltig wie sein Kaiser dereinst vor dem Chinafeldzug, verkündete. Sein Ziel war es, sie einzuschließen und zur Kapitulation zu zwingen. Wie es danach mit ihnen hätte weiter gehen sollen bleibt offen - vermutlich Internierung oder Unterbringung in Reservaten.
    Im Norden versperrten die bis zu 200 Meter hohen Steilhänge des Waterberges jedes Durchkommen und wo es doch möglich gewesen wäre, standen die Deutschen in vorteilhaften Stellungen. Aus Süden und Südosten kam das Gros der Schutztruppler und im Südwesten, also vor der Omaheke Wüste stand das mit Abstand schwächste Detachment mit 186 Mann, 8 Geschützen aber keinem einzigen MG und ausgerechnet hier brachen die Hereros durch und zogen zu zehntausenden mit Frauen, Kindern und Vieh in die als Wasserarm geltende Wüste.
    Später fand man unzählige metertiefe Gruben als Beweis dafür, dass die Menschen verzweifelt nach Wasser gruben aber nur wenig bis nichts fanden. Eine bemerkenswerte Verhaltensweise sei hier noch angemerkt: Diejenigen Frauen, die Milch hatten, gaben diese den Kriegern, damit sie bei Kräften blieben und kämpfen konnten. Lieber nahm man den Tod der Kinder in kauf. Das hat jetzt nichts mit Unmenschlichkeit oder Rassismus zu tun, sondern mit den uns oft unverständlichen Eigenheiten, Sitten und Gebräuchen von Naturvölkern.
    Von Trotha hat sie nicht in die Wüste "gejagt", sondern sie entzogen sich der Einkesselung und anschließenden Gefangennahme durch einen Durchbruch durch den Belagerungsring und der führte sie ausgerechnet in die Wüste. War das Zufall? Absicht von Seitens der deutschen sicher nicht und rein zufällig schlug Maharero diese Richtung wohl auch nicht ein. Jenseits der Wüste lag britisch Betchuanaland und bis heute halten sich Gerüchte, nach denen die Briten für den Hereroaufstand mit verantwortlich waren und Maharero erhoffte sich von den Briten Asyl und Unterstützung. Deshalb schlug er diesen Weg ein auch wenn es gleichzeitig der Weg des geringsten Widerstandes war.
    Jedenfalls kam er mit nur rund 3.000 überlebenden in Betschuanaland an.
    Was war nun mit seinem berüchtigten "Vernichtungsbefehl"? Er besteht aus zwei Teilen, von denen man aber gerne nur den ersten Teil zitiert, währen der zweite Teil, in dem von Trotha in präzisiert, gern unterschlagen wird. Außerdem fand die Schlacht im August 1904 statt, der Befehl aber wurde erst Anfang Oktober rausgegeben, als die Schlacht schon lange vorbei war und vermutlich nur einzelne oder kleinere Gruppen versuchten die Wüste wieder in Richtung Südwest zu verlassen.
    Zwar war von Trotha der "Hereoplage" Herr geworden aber nur wenige Tage nach der Schlacht am Waterberg, erhoben sich im Süden die Nama und der Krieg in Südwest ging noch vier Jahre weiter. Hätten sich Nama und Hereros gleichzeitig erhoben, die Geschichte von Südwest hätte vielleicht neu geschrieben werden müssen!
    Am Ende kostet die Niederschlagung der Aufstände 585 Millionen RM - umgerechnet auf heute wohl mehr als 1 Milliarde Euro - rund 50.000 Eingeborenen das Leben und 1.676 Deutsch fanden den Tod.
    Ps: Dass es sich um keinen Völkermord gehandelt hat, ist meine persönliche Meinung und muß nicht geteilt werden!
    Quelle: Diverse Schriften und "Militär & Geschichte".

  • Triage - damals und heute.Datum12.06.2020 09:57
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Wer von den Nichtmedizinern kennt diesen Begriff? Ein alter Begriff aus dem Militärischen und in der heuteigen Coronazeiten wieder aktueller denn je. Mancher erinnert sich noch an die Worte des Grünen Politikers Boris Palmer, als er sagte : "Wir retten möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“.
    Dafür erntete er einen medialen Shitstorm und politische Schelte aus allen Lagern. Dabei hatt der Mann völlig recht und das ist im Grunde auch nicht einmal "auf seinem eigenen Mist gewachsen"!
    Was genau bedeutet nun Triage genau und was beinhaltet sie?
    Der Begriff “Triage“ kommt aus dem Französischen und bedeutet “Auswahl“ oder “Sichtung“. Böswillige Zeitgenossen würden auch den Begriff "Selektion" wählen. Im medizinischen Kontext beschreibt er die Einteilung von Patienten nach der Schwere ihrer Verletzungen. Dadurch können Ärzte und Pfleger leichter entscheiden, wer zuerst behandelt wird. Triagieren gehört in Notaufnahmen zum Alltag, stammt jedoch ursprünglich aus der Militärmedizin. Der französische Chirurg Freiherr Dominique Jean Larrey entwickelte die Triage im Jahr 1792 während der Napoleonischen Kriege- nachweislich während des Ägyptenfeldzuges. In Zeiten knapper Ressourcen brauchte man ein System, um zu entscheiden, welche der zahlreichen Verletzten zuerst behandelt wurden. Ziel der Triage war es, Soldaten möglichst schnell wieder fit für den Einsatz zu machen. Das bedeutet, dass diejenigen mit den besten Aussichten auf Genesung zuerst Hilfe bekamen, und nicht die Menschen, die sie am nötigsten brauchten.
    Wer vermutich die geringsten Überlebenschancen hat, kommt, wenn überhaupt, als letzter dran.
    Als es entsprechende Schmerzmittel gab, konnte man die Unglücklichen wenigstens von ihrem Schmerz befreien, bevor der Tod sie erlöste. Interessant und bei Wiki gefunden: "Anfang des 16. Jahrhunderts führte Kaiser Maximilian I. (1459–1519) seine Heeres-Sanitäts-Verfassung ein, in der erstmals geordnete Sanitätseinheiten dokumentiert wurden, deren Aufgabe unter anderem darin bestand, überlebensfähige Verwundete zu retten und zu versorgen. Detaillierte Angaben zur Einstufung der verschiedenen Schweregrade von Verwundungen finden sich erstmals im Königlich-Preußischen Feld-Lazarett-Reglement von 1787. "
    Hier muß einschränkend erwähnt werden, dass in früheren Jahrhunderten die Verwundeten erst lange NACH und kaum während der Kämpfe eingesammelt wurden. Allein schon deswegen kam die Hilfe für viele zu spät.
    Es gibt vier farblich gekennzeichnete Stufen: Rot: Sofortbehandlung, da lebensgefährlich verletzt.
    Gelb:aufgehobene Behandlungsdringlichkeit, obwohl schwer verletzt aber nicht lebensbedrohlich. Grün: Spätere, eventuell auch nur ambulante Behandlung und Blau für die hoffnungslosen Fälle, die nicht mehr behandelt, sondern lediglich sterbend betreut werden.
    Im "Lehrbuch der Kriegschirurgie" von 1937 heißt es, ich zitiere: "Es ist selbstverständlich, dass man Sterbende nicht zurücktransportiert. [weil] Auch vorn an der Front bereiten Kameraden den Gefallenen ein würdiges Soldatengrab!".
    Ich zitiere mal aus dem Fachblatt von 1939 "Der deutsche Militärarzt":Sichtung und Verteilung der Verwundetenkönnen nicht nur nach rein ärztlichen Gesichtspunkten erfolgen, weil sie sich der Lage und den Transportverhältnissen anpassen müssen......Grundsätzlich ist der verwundete mit besseren Aussichten [auf Heilung und Genesung] schneller abzutransportieren, als der mit schlechteren. Sterbende bleiben im Allgemeinen im Hauptverbandsplatz."
    Die verwundeten Deutschen trugen farbliche unterschiedliche und vorperforierte doppelte Pappzettel mit der Krankengeschichte und den wichtigsten Daten. Trug einer noch alle zwei Zettel, gehörte er zu denen, die nicht mehr abtransportiert wurden. Fehlt hingegen einer, war man Transportfähig und konnte auf eine Weiterbehandlung hoffen. Fehlten gar alle beide, war der Verwundete so gut wie wieder Fronttauglich.
    Im Emergency War Surgery Handbook der NATO von 1958 steht: "Selbstverständlich ist es nutzlos, auf die hoffnungslos Verwundeten der Gruppe 4 [blau] zuviel Zeit zu verschwenden. Denn wenn er [der Sanitäter] sich zu lange mit den Verwundeten dieser Gruppe aufhält.... kann, kann dies dazu führen, dass der Zustand der Verwundeten in der Gruppe 3 [rot] , bei der die größten Chancen auf Rettung bestehen sich verschlimmern und vermeidbare Todesfälle eintreten."
    Grundsätzlich galt und gilt: "Einen Opfern um ein Dutzend zu retten"! Bei den Italienern in der heutigen Coronakrisa gilt: Priorität in der Behandlung haben die "meisten geretteten Lebensjahre" und genau das meinte Palmer!

  • Das "Maultier"Datum21.05.2020 09:05
    Thema von Waldi44 im Forum Deutsch

    Das "Maultier"!
    In Anlehnung ihrer Erfolge im Westen, plante die Wehrmacht ein ähnliches Vorgehen im Feldzug gegen die Sowjetunion. Schnelle Panzerverbände durchbrechen in begleitung motorisierter Infanterie und Artillerie die gegnerischen Verteidigungslinien und dringen tief ins gegnerische Hinterland ein um die Fronttruppen vom Nachschub abzuschneiden, ihnen die Rückzugswege zu verlegen und den eigenen Truppen den Vormarsch zu erleichtern - am Ende stand dann die Einkesselung und Vernichtung der gegnerischen Fronttruppen.
    Soweit der Plan!
    Im Westen klappte das ganz gut. Die Verkehrswege waren ausgebaut und zahlreiche Straßen und Bahnen blieben auch weitestgehend benutzbar oder konnten schnell wieder benutzbar gemacht werden und auch die zurückzulegenden Entfernungen waren überschaubar und im Gegensatz zu dem was einem im Osten erwartete, geradezu lächerlich!
    Viele Menschen denken im Rückblick auf die Wehrmacht an die vollmotorisierten Einheiten, die Blitzartig die Fronten durchbrechen um dann weit im Hinterland des Gegners zu operieren. Eine ganz bestimmte Art der Geschichtsschreibung bedient dieses Narretiv weit ab von der Realität.
    Die Reichswehr hatte 1933 rund 42.000 Pferde. Die Wehrmacht der Vorkriegszeit 170.000 Tiere und zu Beginn des Überfalls auf Polen lag der Pferdebestand der Wehrmacht bei 573.000 Hauspferden. "Hauspferde", weil es sich um viele unausgebildete eben frisch "eingezogene" Tiere handelte. Zwei Jahre später nahmen am Krieg gegen die Sowjetunion 750.000 Pferde teil. Insgesamt wurden auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg 2.800.000 Pferde eingesetzt.
    Im 1. Weltkrieg entfielen von den rund 20 Millionen eingesetzten Pferden aller Kriegsparteien nur 1,5 Millionen auf das deutsche Heer.*
    Aber zurück zum Thema: Schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn stieß die Wehrmacht auf einen Gegner, den ihre Führung, einschließlich ihres "Führers", heute würde man sagen; nicht auf dem Radar hatten, das russische Klima!
    Zuerst kam die "Rasputiza" mit noch nie gesehenen Massen von abrundtiefen oder bodenlosen Schlammwüsten. Nannte ,man die russischen Straßen ohnehin meist nur "Rollbahnen", verschwanden diese unter Schlamm und es hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes "ausgerollt"!
    Der Plan, die Infanterie per Fahrzeuge schnell den Panzertruppen folgen zu lassen und auch den Nachschub per LKWs zu gewähleisten, fiel buchstäblich ins Wasser, sprich Schlamm. Das Bahnnetz konnte diese Aufgabe nur bedingt übernehmen, da das Schienennetz nicht besonders dicht war und oft in die falsche Richtung verlief - vom Umspuren ganz zu schweigen.
    Räder bzw Räderfahrzeuge kamen schnell an ihre Grenzen. Einzig was Ketten hatte, kam noch vorwärtz oder eben vier Beine!
    Hier nun tat sich die Instandsetzungstruppe der Waffen SS hervor und ein bislang unbekannter Ingenieur oder technisch bewanderter SS Mann konstruierte aus dem Fahrgestell (Carden-Lloyd-Kettenlaufwerk) eines beute (eines nach dem Lend-Lease Abkommens an die Rote Armee gelieferten) "British Universal Carrier" und einem Serien 3t Ford, den Gleisketten LKW "Maultier".
    Das Kettenlaufwerk erwieß sich zwar als brauchbar aber auch sehr störanfällig. Aufgrund seines hohen Gewichtes im Vergleich zu Reifen, sank auch die Nutzlast der umgerüsteten Fahrzeuge von 3 auf 2 Tonnen. Offiziell hieß das neue Fahrzeug Sd.Kfz.3). Ab 1942 wurde aus diesem Improvisorium beim Lkw-Hersteller Klöckner-Deutz das „Maultier“ konstruiert und ging in Serie. Daneben wurde es auch noch von Ford und Opel gebaut. Rund 1.000 Stück stammten aus einem französischem Fordwerk bei Asnieres.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass das störanfälligste Fahrzeug am häufigsten gebaut wurde, nämlich das von Ford, dass seinen eigenen Motor eingebaut bekam, den V 3000 S, der eigentlich wegen seiner hohen Drehzahl (3.500 pro Minute) eher für PKWs als denn für schwere LKWs geeignet war.
    "Schnell" war für die Maultiere" sowieso eher ein Fremdbegriff. Wie ihre vierbeinigen Namensgeber hatten sie es nicht mit den höheren Geschwindigkeiten. Die Fahrzeuge von Opel und Deutz fuhren auf der Straße - so vorhanden, 38 km/h, die von Ford 50 km/h - dafür blieben letztere wegen Getriebeschäden öfter liegen.
    Die Wehrmacht selber aber trat hier als "Bremser" auf und wies die Fahrer an, die Fahrzeuge zu schonen und möglichst nicht mehr als 20 Km/h zu fahren. Meist war man froh, wenn man wenigstens diese Geschwindigkeit erreichte - "im Rausch der Geschwindigkeit" sah eigentlich schon damals anders aus.
    Erwähnt sollte auch werden, dass es zeitgleich eine anderes Fahrzeug gab, dass speziell für die unwegsamkeit des Ostens konstruiert wurde, den Raupenschlepper Ost. Er unterscheidet sich aber schon rein optisch vom Maultier und fand auch als "Sturmgeschütz" oder anderweitiger Waffenträger verwendung.
    Gebaut wurde dieses Fahrzeug bei Klöckner-Deutz, Gräf & Stift und Auto Union.
    Ab 1942 wurde an einem 4,5 t Maultier gearbeitet, da man eine neue Zugmaschine für die 8,8 brauchte, die immer öfter im Erdkampf zum Einsatz kam. Hier sollte das Fahrwerk des Pz.II verwendung finden aber insgesamt wurden nur wenige hundert Stück davon gebaut, die sich aber gut bewährt hatten.
    1943 wurden rund 13.000 "Maultiere" gebaut. Durch diverse Lieferengpässe und Bombardierungen sankt die Stückzahl 1944 auf 7.310 Fahrzeuge. Insgesamt kamen von Ford rund 14.000 Fahrzeuge, von Opel gut 4.000 und Deutz um die 1.700.
    Gedacht war das "Maultier" als Transportfahrzeug aber eingesetzt wurde es mannigfaltig als Zugmaschine für diverse Geschütze und Waffenträger. Ausgestattet mit 15 (15 cm Panzerwerfer 42) und 8 cm Raketenwerfen (Himmler Orgel), diversen Flak, wurde auch das "Maultier" zu einem Waffenträger.
    Zum SdKfz.4/1 . Hierbei handelte es sich um das schon oben erwähnte "Maultier" mit dem 15 cm Panzerwerfer 43 (Sf) auf einem 3 Tonner. Dieses Fahrzeug verfügte über einen 360 Grand schwenkbaren Zehnfachwerfer mit 15 cm Wurfgeschossen. SF steht für Selbstfahrlafette obwol seine ursprüngliche Bezeichnung Panzerwerfer lautete.
    Eine Batterie bestand aus 8 Werferfahrzeugen mit je einem "Maultier" oder zB einem zum Munitransporter umgebauten 3 t Zgkw (sd.Kfz 11/5) als Munitionstransporter. Interessant; das Munitionsfahrzeug (so es ein "Maultier" war) konnte schnell durch Aufsetzen eines Werfers, selbst zum Werferfahrzeug werden.
    Die Besatzung bestand aus nur 3 Mann incl. Fahrer und führte 20 Wurfkörper mit. In der Literatur wird mitunter auch von 4 Mann und einem Mg gesprochen, andernorts wieder nicht. Die Front- und Seitenpanzerung betrug 8 mm, die des Turmes (also oberen Teil des Fahrerhauses) 10 mm. Gebaut wurden von diesem Fahrzeug so um die 300 Stück. Die starke Feuerkraft wurde nur durch die Zielungenauigkeit beeinträchtig, die durch Feuerzusammenfasssung kompensiert werden sollte.
    * ALLE Zahlenangaben ohne Gewähr!

  • Hindenburg KnolleDatum25.03.2020 08:45
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Im Kriegswinter 1916/17 wurden die Schwierigkeiten der Versorgung der deutschen Bevölkerung mit ausreichenden Lebensmittel immer schwieriger. Auf der Suche nach einer Lösung verfiel man auf die Steckrübe, auch Kohlrübe genannt.
    Ein Knollengewächs, dass ähnlich der Kartoffel im Boden wächst aber statt der 69 Kalorien der Kartoffeln (100 gr) es nur auf etwas über30 brachte. Ursprünglich wurde sie nur als Schweinefutter angebaut aber auch diese wurden nun knapp und statt ihrer gab es ihr Futter für die Menschen. Warum keine Kartoffeln statt der Kohlrüben? nun, die Kartoffelernte fiel in folge mehrere Jahre hintereinander schlecht aus, während die Kohlrübe weiterhin prächtig gedieh und reichlich vorhanden war.
    „Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben.“
    Zu dieser Zeit betrug die Wochenration etwa: 1.000 Gramm Brot (mit Steckrüben gestreckt), 80 Gramm Butter, 250 Gramm Fleisch und Knochen, 180 Gramm Zucker und ein 1/2 Ei. Alles auf Marken und es gab auch Unterschiede zB für Schwerarbeiter.
    Am Mangel waren mehrere Faktoren Schuld: 1. die völkerrechtswidrige Blockade der Briten, die auch Lebensmittellieferungen für die Zivilbevölkerung einschloß, 2. Das Fehlen von Arbeitskräften in der Landwirtschaft, das nur teilweise durch den Einsatz von Kriegsgefangenen behoben werden konnte, 3. wiederholte Missernten und schließlich 4. ein Missmanagement der Verantwortlichen, durch das viele Lebensmittel vergammelten, weil fehlgeleitet oder falsch gelagert.
    man rechnet, dass zwischen 500.000 und 800.000 Deutsche verhungert sind. Selbst nach Kriegende hielten die Briten die Hungerblockade noch über Monate aufrecht.
    Noch bis weit in den 20 Jahren stellten Ärzte an Kinder und Jugendlichen die Spätfolgen dieser Mangelernährung fest.

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Wenden wir uns zuerst der Frage zu, wer war Kitchener? Herbert Kitchener, auch 1. Earl Kitchener, wurde am 24. Juni 1850 bei Listowel,im County Kerry in Irland geboren und war britischer Feldmarschall und Politiker, der die britischen Truppen bei der Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes und diverser anderer Aufstände befehligte.
    Ab 1900 im Generalstab führte er unter Feldmarschall Lord Roberts den 2. Burenkrieg. Dem Guerillakrieg der Buren setzte er die Taktik der verbrannten Erde entgegen. Die Farmen in den Guerillagebiet wurden zerstört und die Ernten vernichtet. Die Bewohner der Farmen, vor allem Frauen und Kinder, wurden in Konzentrationslagern (Concentration Camp) interniert, wo viele an Krankheit, Unterernährung und brutaler Behandlung starben.
    Einen Tag nach dem Eintritt Großbritanniens in den Ersten Weltkrieg wurde Kitchener von Premierminister Asquith am 5.August 1914 zum Kriegsminister des britischen Königreichs ernannt und blieb in es bis zu seinem Tod 1916. Ihm folgte einen Monat später David Lloyd George.
    Erwähnenswert ist noch, dass es Kitcheners war, der zur Entlastung der alliierten Front in Westeuropa, eine Anlandung von Truppen bei Alexandretta in der Südtürkei andachte. Stattdessen setzte sich der Erster Lord der Admiralität, der Marineminster Churchill durch und die Truppen landeten auf Gallipoli, mit dem sattsam bekannten Ergebnis einer blutigen Niederlage und dem vorläufigen Karriereende des Ersten Lords der Admiralität.
    Soweit so gut aber nun zurück zu unserer eigentlichen Geschichte.
    Dazu kehren wir nach Südafrika des Jahres 1900 zurück und landen mitten im 2. Burenkrieg.
    Im Jahre 1899 kehrt ein gewisser Frederick „Fritz“ Joubert Duquesne, anfang 20, nach jahrelangen Schulaufenthalt in England, in seine Heimat, Südafrika, zurück. Hier herrschte inszwischen schon der 2. Burenkrieg. Großbritannien hatte 1814 infolge der Napolionischen Kriege, die Kontrolle über die ursprünglich niederländische Kapkolonie übernommen. Die Buren aber begaben sich 1835 auf einen Treck und rund 12.000 Buren zogen nach Norden.
    Hier gründeten die Buren schließlich die Südafrikanische Republik (Burenrepubliken Oranje-Freistaat und Südafrikanische Republik (Transvaal)), . Allerdings zogen auch sie in kein unbewohntes Land, ähnlich ihrer "Kollegen" in den USA und Rassenkonflikte waren somit vorprogrammiert - ups, dass heißt heute ja Ethnische Probleme. Das führte dazu, dass Duquesne seinen ersten Schwarzen(vermutlich einen Zulu) schon mit 12 Jahren auf der elterlichen Farm tötete.
    Duquesne schließt sich der Burenarmee an, die den fähigen, gut ausgebildeten jungen Mann sogleich als Leutnant aufnimmt.
    Der Zweite Burenkrieg (1899-1902) beginnt für die Buren recht erfolgversprechend.
    Vorsichtshabler ordnet die Regierung unter Präsident Paul Kruger dennoch an, einen Teil des Zentralbankgolds außer Landes zu schaffen. Für seinen der Transporte ist Duquesne zuständig.
    Doch sein Ziel wird der Konvoi nie erreichen. Was genau unterwegs passiert, bleibt Duquesne Geheimnis — wie so vieles, an
    dem Duquesne beteiligt war. Fakt ist lediglich, dass es einen Streit um das Gold mit tödlichem Ausgang gegeben haben muss und dass das Gold bis heute verschollen ist. Vermutlich nahmen damals nicht alle den Auftrag das Gold ins Ausland zu schaffen so ernst wie Duquesne oder umgekehrt. Angeblich hat es Duquesne in einer Leopardenhohle versteckt. Das restliche Burengold soll von Kruger persönlich vor seiner Flucht nach Europa um 1900 nahe der Stadt Emelo versteckt worden sein. Auch er nahm sein Geheimnis mit ins Grab.
    Duquesne schließt sich wieder der Burenarmee an, die inzwischen auf verlorenem Posten kämpfte. Das anfängliche Kriegsglück hat sich gewendet.
    Die treibende Kraft auf britischer Seite war und nun kommen wir wieder auf das eigentliche Thema zurück, Kitchener, der auf den inzwischen eingeleiteten Guerillakrieg seiner Gegner mit gnadenloser Härte reagiert - sie oben. Deshalb zog sich Kitchener den besonderen Hass von Duquesne zu, der ihm persönlich den Tod seiner Familie anlastete.
    Zweimal können die Briten Duquesne gefangen nehmen und zweimal kann er ihnen entkommen.!
    Erst als sich die Schlinge um ihn immer weiter zuzieht und die Situation immer hoffnungsloser wird überschreitet er die Grenze zur portugiesischen Kolonie, wo er interniert und nach Portugal gebracht wird.
    Von hier aus gelingt ihm dann die Flucht nach Paris. Die Tochter eines der Lagerwächter soll ihm dabei geholfen haben.
    verhilft. Hier fern der Heimat beschließt er sich direkt in die Höhle des Löwen zu begeben; Er geht nach Enland und
    läßt sich als angeblicher Deserteur der Burenarmee als Leutnant für die Britische Armee rekrutieren.
    Diese schickt ihn dann auch promt als "Fachkraft" 1901 nach Südafrika, wo er dann "stehenden Fußes" tatsächlich desertierte und sich wieder der Burenarmee anschloß.
    Dort diente er dann als Meldereiter und hatte die Gelegenheit seine elterliche Farm zu besuchen oder besser, was die Briten von ihr übrig gelassen hatten.
    Ein ehemaliger schwarzer Farmarbeiter berichtet ihm was passiert war. Danach kamen eines Tages britische Soldaten zur Farm und ermordeten seinen Vater und den Onkel. Danach vergingen sie sich an seiner Schwester Elsbet und erschossen auch diese anschließend. Die Mutter brachten sie in das Konzentrationslager, wo auch sie schließlich starb.
    Für diese Untaten machte er allein Kitchener verantwortlich - siehe oben!
    Er ging nach Kapstadt, wobei er zur Tarnung immer wieder die britische Uniform anlegte und gemeinsam mit anderen Buren erarbeitet er eine Attentatsplan auf Kitchener, doch flogen die Verschwörer auf, bevor die Bomben gelegt werden konnte. Die Briten verurteilen ihn und seine Mitbombenleger zum Tod.
    Aus dieser anscheinend auch für ihn ausweglosen Situation rettet er seine Leben durch Verrat: Er verriet den Briten die Geheimcodes der Buren, was vielen Buren das Leben kostete. Später beteuern er aber, dass es falsche oder veraltete Codes waren.
    Während seine Mitverschwörer und die Opfer seines Verrates erschossen wurden, versuchte er sich mittels eines Löffels einen Weg in die Freiheit zu graben. Die Briten entdeckten sein Fluchtvorhaben und schickten ihn daraufhin in eine Strafkolonie auf eine der Bermuda - Inseln, von der schon im Sommer 1902 wieder entfloh. 2,5 Km überwand er schwimmend, bis er auf der Hauptinsel ankommt und dort Unterschlupf findet. Wenig später dann befindet er sich in den USA!
    Arbeitslos, Mittellos und Heimatlos muß er sich etwas überlegen und seine Überlegungen führten ihn zu einer New Yorker Zeitung, für die er an nun als Journalist arbeitet und die Welt bereiste. Er war recht erfolgreich, was seine Neider und Mitarbeiter veranlaßte, sich ihren Kollegen mal etwas näher anzusehen und überrascht stellten sie fest, dass es keinerlei Hinweise darauf gab, dass erstens, die Geschichten die er schrieb wahr waren, noch zweitens, er überhaupt je an den Orten war, über die er schrieb.
    Das focht seine Leser nicht weiter an. Sie nahmen ihm seine Geschichten, die man heute als Fake bezeichnen würde, weiterhin dankbar ab.
    Weniger neidische Zeitgenossen beschreiben Duquesne als ein außergewohnliches intelligentes und redegewandtes Sprachtalent, das außer einem gepflegten Englisch auch fließend Afrikaans, Franzosisch, Portugiesisch, Spanisch und Deutsch sprach und teilweise sogar in diesen Sprachen seine Berichte abfasste. Vor allem aber besaß er die Fähigkeit, andere Menschen zu manipulieren und dazu zu bringen, genau das zu tun, was er wollte- mit einer der Gründe, dass er sich innerhalb der amerikanischen Medienlandschaft rasch einen
    Namen macht. Der US-Prasident Theodore Roosevelt heuert ihn nach seiner Amtszeit(1901-1909) sogar als Ausbilder und Begleiter für eine Safari in Afrika an. Auch privat ging es aufwärts: 1910 heiratet er und im Dezember 1913 wird er amerikanischer Staatsbürger.
    Kurz zuvor, 1912 änderte er seinen Nachnamen von ,,Duquenne” in ,,Duquesne”, damit die Aussprache seines Namens zukünftig den Amerikanern leichter fällt. Ein Vorgang, der nicht selten war und bis heute ist!
    Nun, im fernen Amerika ist Duquesne, wie wir ihn ab jetzt nennen wollen, dem Objekt seines Hasses weiter weg denn je aber zum Glück für ihn und seinen Racheplänen brach bald der "Große Krieg" aus, wie man den 1. Weltkrieg lange Zeit nannte und er hatte nichts eiligeres zu tun, als sich den Deutschen als Spion anzudienen.
    Die Deutschen schickten ihn nach Südamerika, wo er den dortigen Schiffsverkehr auskundschaften sollte. Von Brasilien aus spionierte er dann den Schiffsverkehr aus. Seine Berichte schickte er über die Deutsche Botschaft an seine Auftraggeber. Er gab sich als Handelsreisender in Bezug auf Rohstoffe und Bodenschätze aus, womit er seine Neugier für Frachtrouten ausreichend begründete.
    Allerdings befriedigte diese "Arbeit" den Britenhasser Duquesne nicht und er trieb sein Spielchen auf eigene Rechnung noch viel weiter. Regelmäßig verschiffte er Boden- und Mineralproben und schickte sie zur Untersuchung nach Übersee. Dort kamen aber weder die Proben, noch die Schiffe je an. Neben den Proben befand sich jeweils eine Höllenmaschine mit in den Kisten.... bis Anfang 1916 werden ihm rund 22 Schiffsverluste angelastet.
    Übrigens hatte er als vorsorglicher Geschäftsmann seine ertvolle Fracht auch teuer versichern lassen
    Nun hatten seine gegner natürlich auch ihre Agenten und schon bald schnappte der britische Geheimdienst MI5 einige seiner engeren Mitspione. Duquesne mußte Brasilien fluchtartig verlassen und reiste im Mai 1916 unter falschen Namen zurück in die USA.
    Dort erwartete ihn ein neuer Auftrag, der ihm endlich die Erfüllung seiner Rache bringen sollte: Er soll den britischen Kriegsminister Lord Kitchener töten.
    Dazu reiste er nach Schottland, wo er sich in den russischen Herzog Boris Zakrevsky ,,verwandelt”. Der britische Panzerkreuzer hat die Aufgabe, den alternden Kriegsminister ins russische Archangelsk zu bringen und als die Route feststand, verschafft sich der "Herzog Boris Zakrevsky" Zugang zum Funkraum und nahm Kontakt zu U 75 auf, das bereits im Nordatlantik lauert. ,
    Am 5. Juni 1916 begab sich schließlich Lord Kitchener zu einer diplomatischen Mission an Bord des Panzerkreuzers HMS Hampshire.
    Das Schiff lief noch am gleichen Tag westlichder Orkney vermutlich auf eine Mine, die wohl am 23. Mai vom deutschen U-Boot U 75 unter Kurt Beitzen gelegt worden war. Die Hampshire versank innerhalb von 15 Minuten. Von der 655 Mann an Bord überlebten lediglich 12, Kitchener* war nicht unter den Überlebenden. Später gab es Verschwörungstheorien, nach denen Winston Churchill verantwortlich für den Tod Kitcheners sei. Laut einer anderen Theorie aber war es eben der deutsche Spion Duquesne der, nachdem die Hamphire in das Gebiet einlief, in dem U 75 seine Minen gelegt hatte, mit einen gestohlenen Rettungsboot/Rettungsfloß unbemerkt von Panzerkreuzer floh und wenig später von U 75 gerettet wurde.
    U 75 selbst ging im September 1917 verloren und auch Generalquartiermeister Erich Ludendorff äußert sich zu dem Thema sinngemäß: ,,Alles Unsinn, der entscheidende Hinweis kam von russischen Kommunisten.”

    *Nach seinem Tod wurden die kanadische Stadt Kitchener(vorher „Berlin“) und der Berg „Mount Kitchener“ in den RockyMountains nach ihm benannt.

    An dieser Stelle möchte ich das Kapitel beenden. Aber es ist näch längst nicht zu Ende!

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