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  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Der Golan - Letzte deutsche Panzerschlacht.

    Am Ende des 2, Weltkrieges gab es auf der Welt wohl mehr Waffen als je zuvor und jemals wieder danach. Die westlichen Siegerstaaten besaßen derer so viel, dass sie schon weit vor Kriegsende ihre Rüstungsproduktion drosselten. Von den Sowjets ist derartiges Verhalten nicht überliefert.
    Deutschland hatte den krieg verloren und einen schrecklichen Preis an Menschenleben und verbrauchten Ressourcen dafür bezahlt. Gegen Ende "pfiff die Wehrmacht" sprichwörtlich auf dem letzten Loch und es fehlte an allem. Dennoch blieb noch so manches vom Kriegsgerät nach dem Krieg übrig und fiel an die Siegermächte.
    Flugzeuge, Raketen, Schiffe und nicht zuletzt Panzerfahrzeuge jeder Art. Das allermeiste konnten die Sieger nicht gebrauchen, sieht man mal von den technischen Innovationen ab, von denen sie wiederum nicht genug bekommen konnten. Andere Waffen verschenkten oder verkauften sie an ihre Freunde und neuen Verbündeten oder sie verstaubten für Jahre in irgendwelchen Depots. Die wenigsten Beutewaffen fanden noch für eine Zeit Verwendung in anderen Armeen.
    Um so erstaunlicher ist ihr plötzliches und unerwartetes Auftauchen zu Beginn der 60 Jahre und noch verwunderlicher, der Ort ihrer "Auferstehung", der Nahe Osten.
    Um was für Waffen handelte es sich? Um Panzerfahrzeuge der Wehrmacht, welche Arabische Staaten (hier ist speziell von Syrien die Rede), die im Clinch mit Israel lagen, aus Europa zusammenkauften, während die Israelis selbst von ihren Freunden aus den USA mit den modernsten Panzern ihrer Zeit beliefert wurden. Die politischen Beziehungen zur Sowjetunion waren damals noch nicht so gediehen, wie wenig später, als den Arabern von dort ebenfalls modernes Kriegsgerät in größeren Mengen zufloß.
    Im 1964 begann in der Region der sogenannte "Wasserkrieg", als die Syrer versuchten den Israelis wortwörtlich das Wasser abzugraben. Dieser "Krieg" mündete dann unmittelbar in den Sechstagekrieg von 1967. Im August 1965 dann eskalierte der Konflikt zum ersten größeren Gefecht, in dem die Israelis zwei syrische Panzer zerstörten. Ein israelischer Centurion zerstörte auf 1.500 Meter Entfernung einen deutschen Panzer IV unter syrischem Kommando.
    Nun könnte man meinen, der Panzer sein ein Relikt aus längst vergangener zeit und eher zufällig noch aktiv. Das ist aber weit gefehlt. Syrien beschaffte sich noch etliche dieser Dinosaurier und ihre Lieferanten waren sicherlich froh, weit über den Schrottpreis diese Uraltfahrzeuge los zu werden. Einige waren fast fabrikneu, andere hatten eher nur noch Schrottwert. Genommen wurde aber alles.
    Die Franzosen verwendeten von der Deutschen Panzerbeute lediglich einige Panther in der eigenen Armee weiter. Andere Panzerfahrzeuge verrotteten hingegen vor sich hin. Frankreich lieferte an Israel seine modernsten Waffen und in sein ehemaliges Mandatsgebiet Syrien, was man selber nicht mehr brauchte und nicht zuletzt 40 Panzer IV Ausf. H. Diese Fahrzeuge kamen um 1950 nach Syrien.
    Ihr nächster Einkaufstripp führte sie in die Tschechoslowakei. Die junge tschechische Volksrepublik verfügte über 245 Panzer IV in gutem Zustand. Da nun die Sowjets anfangen ihre neuen Verbündeten in ihren Satellitenstaaten mit modernen Panzern auszustatten, waren die Tschechen durchaus bereit "ihre" Panzer IV zu verkaufen(1955). 4.500 britische Pfund das Stück incl. Ersatzteile und Munition.
    Der Deal brachte den Syrern 45 Panzer sofort ein und weitere 15 (1958) als Ersatzteillager später.
    Selbst in Spanien, dass ja nicht direkt am Krieg teilgenommen hatte, wurde man fündig und kaufte 17 fast fabrikneue Panzer IV Ausf. H. Die Syrer modifizierten die Panzer und bauten das Bug MG und Funkgerät aus. Inwieweit sie andere Funkgeräte, etwa sowjetische eingebaut haben scheint nicht ganz klar zu sein. Wenn aber, so übernahm wahrscheinlich der Kommandant, wie in sowjetischen Panzern üblich, das Funkgerät.
    Weiterhin baute man bei einigen Panzern ein koaxialgelagertes FLA MG ein.
    Wie eigentlich nicht anders zu erwarten hatten die Araber ein massives Wartungsproblem. Selbst alte Panzer müssen fachgerecht gewartet werden, sollen sie einsatzbereit bleiben. Nach Schätzungen waren dass dann Mitte der 60 Jahre nur um die 50% der vorhandenen Fahrzeuge.
    Das Bug MG hatte man ausgebaut aber wenigstens seine Originalkanone durfte der Panzer IV behalten. Mit der KwK 40 Kaliber 75 mm und ihrer deutschen Optik konnte er immerhin bis 1.000 Meter Ziele bekämpfen (man erinnere sich an den Centurion, der seinen Panzer IV auf 1.500 Meter abschoß). Die veraltete Panzerdoktrie der Syrer beruhte noch auf die ebenfalls veralteten Doktrien der Sowjets, bei denen die sowjetischen T34 so dicht wie möglich an die Tiger und Panther ranfahren sollten, um aus nächster Nähe das Feuer zu eröffnen. Die syrischen Panzer sollten erst unter 500 Meter das Feuer eröffnen.
    Neben den Panzern IV kamen auch noch andere Wehrmachtsfahrzeuge zum Einsatz. Von den Franzosen erwarben (1950) die Syrer noch 6 Jagdpanzer IV und fünf SFL Hummel, sowie fast schrottreife 9 Sturmgeschütz III. Zwölf gut erhaltene Sturmgeschütze steuerten die Tschechen bei und selbst die Rumänen konnten mit einem Sturmgeschütz dienen.
    Alle diese Fahrzeuge kamen im Golan zum Einsatz, ein für Panzer eher ungeeignetes bergiges und steiniges Terrain. Bis heute findet man dort noch einige der von den Israelis mit Leichtigkeit zerstörten deutschen Panzerwagen unter syrischem Kommando. Im englisch sprachigen Raum spricht man von der "letzten deutschen Panzerschlacht", "Last German Panzer Battle".
    Erwähnt werden soll in diesem Zusammenhang noch, dass die Syrer nicht nur deutsche Panzer hatten, sondern auch noch einen prominenten deutschen Berater, den "Panzergrafen", Generalleutnant Hyazinth Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz, der ende der 40er den Weg zur Panzertruppe nach Syrien fand. Offiziell arbeitete er dort als Berater des Staatspräsidenten für Forst- und Landwirtschaft! Nach einem Putsch floh er erst in den Libanon, ließ sich dann in Italien nieder und schließlich im Herbst 1951 kam er wieder nach Deutschland zurück und als er 1968 starb, hielten Offiziere der Bundeswehr an seinem Sarg die letzte Wache.
    Quelle "Militär&Geschichte" Okt./Nov. 2020
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  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Nun ja, mal wieder ein altes umstrittenes und dennoch immer wieder aktuelles Thema - weil die Namibische Regierung für die Kriegsschäden von 1904, trotz hunderter Millionen an Entwicklungshilfegeldern, bis zu heutige Tag eine Entschädigung verlangt.
    Die Frage die sich hier einem Historiker (auch Hobbyhistoriker) stellt, abseits aller populistischen und ideologischen Phrasen, ist die Behauptung, dass es sich bei der Niederschlagung des Hereroaufstandes und seiner Folgen für das Volk der Hereros um bewußten und gezielten Völkermord handelte.
    ICH persönlich verneine diese Frage nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, obwohl es in Deutschland inzwischen eine starke grünrote Lobby für die Völkermordthese gibt.
    Zweifellos war der Kolonialismus ein Menschheitsverbrechen an sich aber erst nachdem sich eine ethische und moralische Wende im Denken der allermeisten Völker durch setzte. Der Humanismus brach sich seine Bahn und es begann die Entkolonialisierung, der aber vielen ehemaligen Kolonialvölkern alles andere als Frieden und Wohlstand brachte. Zum Teil wegen der ehemaligen Kolonialherren und ihrer Hinterlassenschaften, zum Teil wegen ethnischer Rivalitäten untereinander und nicht zuletzt wegen des Kalten Krieges!
    Daß Kolonialismus ein Menschheitsverbrechen war, war aber zu der Zeit von der wir Reden (1904), den aller wenigsten Zeitgenossen bewußt und die wenigen fand man damals nur auf der linken Seite im Reichstag (SPD).
    In wie weit nun die Hereros damals das moralische Recht zum Aufstand hatten oder nicht oder ob sie durch die Umstände gar dazu gezwungen wurden, bleibt mal dahin gestellt. Aufstände gab es in ALLEN Kolonien der damaligen Zeit und ALLE Kolonialmächte beantworteten sie gleichermaßen, mit Gewalt! Das Deutsche Kaiserreich bildete darin keine Ausnahme aber es war eben auch nicht "schlechter" als ALLE anderen Kolonialmächte. Allein wegen der kurzen Kolonialzeit fällt die Bilanz für Deutschland wesentlich besser aus, als für die klassischen Kolonialmächte England, Frankreich, Spanien - von Belgien mal ganz zu schweigen!
    Der Aufstand der Hereros begann mit der Ermordung vieler deutscher Siedler. In nur einer Woche starben so auf oft grausamer Weise 123 Weiße - auch einige wenige Soldaten waren darunter. Die Nachrichten darüber stachelten natürlich die Wut der Männer der Schutztruppe aber auch die in der Heimat an und schürten den Wunsch nach Rache. Zu dieser Zeit lebten in Südwest 4.640 Weiße und 970 Buren. Ihnen standen 200 bis 300.000 Afrikaner gegenüber.
    Nachdem Verstärkung eingetroffen und ein neuer Oberbefehlshaber ernannt worden war, Lothar von Trotha, ging die Schutztruppe zur Offensive über! Die Hereros unter ihrem Kapitän (Oberhäuptling) Samuel Maharero zogen sich auf ihre Wasserstellen am Waterberg zurück. Man schätzt die Zahl der dort versammelten Hereros zwischen 40 und 60.000 Menschen und zehntausenden Rindern. Die Gesamtzahl der Heroros in Südwest wird auf bis zu 80.000 geschätzt. Insgesamt schätzt man die Zahl der Krieger, von denen sehr viele, wenn nicht gar die meisten Schußwaffen trugen, auf 5 bis 6.000 Mann.
    Angesichts der deutschen Streitmacht von 1.584 Mann eine gewaltige Übermacht, der aber die Feuerkraft von 30 Feldgeschützen und 12 Maschinengewehren entgegen stand. Mitunter ließt man, dass v. Trotha sie Aufständischen am Waterberg einschloß und ihnen nur den Ausweg durch die Omaheke Wüste ließ.
    Das ist falsch! Von Trotha hatte nicht die Absicht die Hereros entkommen zu lassen oder zum Sterben in die Wüste zu schicken, auch wenn er das wortgewaltig wie sein Kaiser dereinst vor dem Chinafeldzug, verkündete. Sein Ziel war es, sie einzuschließen und zur Kapitulation zu zwingen. Wie es danach mit ihnen hätte weiter gehen sollen bleibt offen - vermutlich Internierung oder Unterbringung in Reservaten.
    Im Norden versperrten die bis zu 200 Meter hohen Steilhänge des Waterberges jedes Durchkommen und wo es doch möglich gewesen wäre, standen die Deutschen in vorteilhaften Stellungen. Aus Süden und Südosten kam das Gros der Schutztruppler und im Südwesten, also vor der Omaheke Wüste stand das mit Abstand schwächste Detachment mit 186 Mann, 8 Geschützen aber keinem einzigen MG und ausgerechnet hier brachen die Hereros durch und zogen zu zehntausenden mit Frauen, Kindern und Vieh in die als Wasserarm geltende Wüste.
    Später fand man unzählige metertiefe Gruben als Beweis dafür, dass die Menschen verzweifelt nach Wasser gruben aber nur wenig bis nichts fanden. Eine bemerkenswerte Verhaltensweise sei hier noch angemerkt: Diejenigen Frauen, die Milch hatten, gaben diese den Kriegern, damit sie bei Kräften blieben und kämpfen konnten. Lieber nahm man den Tod der Kinder in kauf. Das hat jetzt nichts mit Unmenschlichkeit oder Rassismus zu tun, sondern mit den uns oft unverständlichen Eigenheiten, Sitten und Gebräuchen von Naturvölkern.
    Von Trotha hat sie nicht in die Wüste "gejagt", sondern sie entzogen sich der Einkesselung und anschließenden Gefangennahme durch einen Durchbruch durch den Belagerungsring und der führte sie ausgerechnet in die Wüste. War das Zufall? Absicht von Seitens der deutschen sicher nicht und rein zufällig schlug Maharero diese Richtung wohl auch nicht ein. Jenseits der Wüste lag britisch Betchuanaland und bis heute halten sich Gerüchte, nach denen die Briten für den Hereroaufstand mit verantwortlich waren und Maharero erhoffte sich von den Briten Asyl und Unterstützung. Deshalb schlug er diesen Weg ein auch wenn es gleichzeitig der Weg des geringsten Widerstandes war.
    Jedenfalls kam er mit nur rund 3.000 überlebenden in Betschuanaland an.
    Was war nun mit seinem berüchtigten "Vernichtungsbefehl"? Er besteht aus zwei Teilen, von denen man aber gerne nur den ersten Teil zitiert, währen der zweite Teil, in dem von Trotha in präzisiert, gern unterschlagen wird. Außerdem fand die Schlacht im August 1904 statt, der Befehl aber wurde erst Anfang Oktober rausgegeben, als die Schlacht schon lange vorbei war und vermutlich nur einzelne oder kleinere Gruppen versuchten die Wüste wieder in Richtung Südwest zu verlassen.
    Zwar war von Trotha der "Hereoplage" Herr geworden aber nur wenige Tage nach der Schlacht am Waterberg, erhoben sich im Süden die Nama und der Krieg in Südwest ging noch vier Jahre weiter. Hätten sich Nama und Hereros gleichzeitig erhoben, die Geschichte von Südwest hätte vielleicht neu geschrieben werden müssen!
    Am Ende kostet die Niederschlagung der Aufstände 585 Millionen RM - umgerechnet auf heute wohl mehr als 1 Milliarde Euro - rund 50.000 Eingeborenen das Leben und 1.676 Deutsch fanden den Tod.
    Ps: Dass es sich um keinen Völkermord gehandelt hat, ist meine persönliche Meinung und muß nicht geteilt werden!
    Quelle: Diverse Schriften und "Militär & Geschichte".

  • Triage - damals und heute.Datum12.06.2020 09:57
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Wer von den Nichtmedizinern kennt diesen Begriff? Ein alter Begriff aus dem Militärischen und in der heuteigen Coronazeiten wieder aktueller denn je. Mancher erinnert sich noch an die Worte des Grünen Politikers Boris Palmer, als er sagte : "Wir retten möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“.
    Dafür erntete er einen medialen Shitstorm und politische Schelte aus allen Lagern. Dabei hatt der Mann völlig recht und das ist im Grunde auch nicht einmal "auf seinem eigenen Mist gewachsen"!
    Was genau bedeutet nun Triage genau und was beinhaltet sie?
    Der Begriff “Triage“ kommt aus dem Französischen und bedeutet “Auswahl“ oder “Sichtung“. Böswillige Zeitgenossen würden auch den Begriff "Selektion" wählen. Im medizinischen Kontext beschreibt er die Einteilung von Patienten nach der Schwere ihrer Verletzungen. Dadurch können Ärzte und Pfleger leichter entscheiden, wer zuerst behandelt wird. Triagieren gehört in Notaufnahmen zum Alltag, stammt jedoch ursprünglich aus der Militärmedizin. Der französische Chirurg Freiherr Dominique Jean Larrey entwickelte die Triage im Jahr 1792 während der Napoleonischen Kriege- nachweislich während des Ägyptenfeldzuges. In Zeiten knapper Ressourcen brauchte man ein System, um zu entscheiden, welche der zahlreichen Verletzten zuerst behandelt wurden. Ziel der Triage war es, Soldaten möglichst schnell wieder fit für den Einsatz zu machen. Das bedeutet, dass diejenigen mit den besten Aussichten auf Genesung zuerst Hilfe bekamen, und nicht die Menschen, die sie am nötigsten brauchten.
    Wer vermutich die geringsten Überlebenschancen hat, kommt, wenn überhaupt, als letzter dran.
    Als es entsprechende Schmerzmittel gab, konnte man die Unglücklichen wenigstens von ihrem Schmerz befreien, bevor der Tod sie erlöste. Interessant und bei Wiki gefunden: "Anfang des 16. Jahrhunderts führte Kaiser Maximilian I. (1459–1519) seine Heeres-Sanitäts-Verfassung ein, in der erstmals geordnete Sanitätseinheiten dokumentiert wurden, deren Aufgabe unter anderem darin bestand, überlebensfähige Verwundete zu retten und zu versorgen. Detaillierte Angaben zur Einstufung der verschiedenen Schweregrade von Verwundungen finden sich erstmals im Königlich-Preußischen Feld-Lazarett-Reglement von 1787. "
    Hier muß einschränkend erwähnt werden, dass in früheren Jahrhunderten die Verwundeten erst lange NACH und kaum während der Kämpfe eingesammelt wurden. Allein schon deswegen kam die Hilfe für viele zu spät.
    Es gibt vier farblich gekennzeichnete Stufen: Rot: Sofortbehandlung, da lebensgefährlich verletzt.
    Gelb:aufgehobene Behandlungsdringlichkeit, obwohl schwer verletzt aber nicht lebensbedrohlich. Grün: Spätere, eventuell auch nur ambulante Behandlung und Blau für die hoffnungslosen Fälle, die nicht mehr behandelt, sondern lediglich sterbend betreut werden.
    Im "Lehrbuch der Kriegschirurgie" von 1937 heißt es, ich zitiere: "Es ist selbstverständlich, dass man Sterbende nicht zurücktransportiert. [weil] Auch vorn an der Front bereiten Kameraden den Gefallenen ein würdiges Soldatengrab!".
    Ich zitiere mal aus dem Fachblatt von 1939 "Der deutsche Militärarzt":Sichtung und Verteilung der Verwundetenkönnen nicht nur nach rein ärztlichen Gesichtspunkten erfolgen, weil sie sich der Lage und den Transportverhältnissen anpassen müssen......Grundsätzlich ist der verwundete mit besseren Aussichten [auf Heilung und Genesung] schneller abzutransportieren, als der mit schlechteren. Sterbende bleiben im Allgemeinen im Hauptverbandsplatz."
    Die verwundeten Deutschen trugen farbliche unterschiedliche und vorperforierte doppelte Pappzettel mit der Krankengeschichte und den wichtigsten Daten. Trug einer noch alle zwei Zettel, gehörte er zu denen, die nicht mehr abtransportiert wurden. Fehlt hingegen einer, war man Transportfähig und konnte auf eine Weiterbehandlung hoffen. Fehlten gar alle beide, war der Verwundete so gut wie wieder Fronttauglich.
    Im Emergency War Surgery Handbook der NATO von 1958 steht: "Selbstverständlich ist es nutzlos, auf die hoffnungslos Verwundeten der Gruppe 4 [blau] zuviel Zeit zu verschwenden. Denn wenn er [der Sanitäter] sich zu lange mit den Verwundeten dieser Gruppe aufhält.... kann, kann dies dazu führen, dass der Zustand der Verwundeten in der Gruppe 3 [rot] , bei der die größten Chancen auf Rettung bestehen sich verschlimmern und vermeidbare Todesfälle eintreten."
    Grundsätzlich galt und gilt: "Einen Opfern um ein Dutzend zu retten"! Bei den Italienern in der heutigen Coronakrisa gilt: Priorität in der Behandlung haben die "meisten geretteten Lebensjahre" und genau das meinte Palmer!

  • Das "Maultier"Datum21.05.2020 09:05
    Thema von Waldi44 im Forum Deutsch

    Das "Maultier"!
    In Anlehnung ihrer Erfolge im Westen, plante die Wehrmacht ein ähnliches Vorgehen im Feldzug gegen die Sowjetunion. Schnelle Panzerverbände durchbrechen in begleitung motorisierter Infanterie und Artillerie die gegnerischen Verteidigungslinien und dringen tief ins gegnerische Hinterland ein um die Fronttruppen vom Nachschub abzuschneiden, ihnen die Rückzugswege zu verlegen und den eigenen Truppen den Vormarsch zu erleichtern - am Ende stand dann die Einkesselung und Vernichtung der gegnerischen Fronttruppen.
    Soweit der Plan!
    Im Westen klappte das ganz gut. Die Verkehrswege waren ausgebaut und zahlreiche Straßen und Bahnen blieben auch weitestgehend benutzbar oder konnten schnell wieder benutzbar gemacht werden und auch die zurückzulegenden Entfernungen waren überschaubar und im Gegensatz zu dem was einem im Osten erwartete, geradezu lächerlich!
    Viele Menschen denken im Rückblick auf die Wehrmacht an die vollmotorisierten Einheiten, die Blitzartig die Fronten durchbrechen um dann weit im Hinterland des Gegners zu operieren. Eine ganz bestimmte Art der Geschichtsschreibung bedient dieses Narretiv weit ab von der Realität.
    Die Reichswehr hatte 1933 rund 42.000 Pferde. Die Wehrmacht der Vorkriegszeit 170.000 Tiere und zu Beginn des Überfalls auf Polen lag der Pferdebestand der Wehrmacht bei 573.000 Hauspferden. "Hauspferde", weil es sich um viele unausgebildete eben frisch "eingezogene" Tiere handelte. Zwei Jahre später nahmen am Krieg gegen die Sowjetunion 750.000 Pferde teil. Insgesamt wurden auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg 2.800.000 Pferde eingesetzt.
    Im 1. Weltkrieg entfielen von den rund 20 Millionen eingesetzten Pferden aller Kriegsparteien nur 1,5 Millionen auf das deutsche Heer.*
    Aber zurück zum Thema: Schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn stieß die Wehrmacht auf einen Gegner, den ihre Führung, einschließlich ihres "Führers", heute würde man sagen; nicht auf dem Radar hatten, das russische Klima!
    Zuerst kam die "Rasputiza" mit noch nie gesehenen Massen von abrundtiefen oder bodenlosen Schlammwüsten. Nannte ,man die russischen Straßen ohnehin meist nur "Rollbahnen", verschwanden diese unter Schlamm und es hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes "ausgerollt"!
    Der Plan, die Infanterie per Fahrzeuge schnell den Panzertruppen folgen zu lassen und auch den Nachschub per LKWs zu gewähleisten, fiel buchstäblich ins Wasser, sprich Schlamm. Das Bahnnetz konnte diese Aufgabe nur bedingt übernehmen, da das Schienennetz nicht besonders dicht war und oft in die falsche Richtung verlief - vom Umspuren ganz zu schweigen.
    Räder bzw Räderfahrzeuge kamen schnell an ihre Grenzen. Einzig was Ketten hatte, kam noch vorwärtz oder eben vier Beine!
    Hier nun tat sich die Instandsetzungstruppe der Waffen SS hervor und ein bislang unbekannter Ingenieur oder technisch bewanderter SS Mann konstruierte aus dem Fahrgestell (Carden-Lloyd-Kettenlaufwerk) eines beute (eines nach dem Lend-Lease Abkommens an die Rote Armee gelieferten) "British Universal Carrier" und einem Serien 3t Ford, den Gleisketten LKW "Maultier".
    Das Kettenlaufwerk erwieß sich zwar als brauchbar aber auch sehr störanfällig. Aufgrund seines hohen Gewichtes im Vergleich zu Reifen, sank auch die Nutzlast der umgerüsteten Fahrzeuge von 3 auf 2 Tonnen. Offiziell hieß das neue Fahrzeug Sd.Kfz.3). Ab 1942 wurde aus diesem Improvisorium beim Lkw-Hersteller Klöckner-Deutz das „Maultier“ konstruiert und ging in Serie. Daneben wurde es auch noch von Ford und Opel gebaut. Rund 1.000 Stück stammten aus einem französischem Fordwerk bei Asnieres.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass das störanfälligste Fahrzeug am häufigsten gebaut wurde, nämlich das von Ford, dass seinen eigenen Motor eingebaut bekam, den V 3000 S, der eigentlich wegen seiner hohen Drehzahl (3.500 pro Minute) eher für PKWs als denn für schwere LKWs geeignet war.
    "Schnell" war für die Maultiere" sowieso eher ein Fremdbegriff. Wie ihre vierbeinigen Namensgeber hatten sie es nicht mit den höheren Geschwindigkeiten. Die Fahrzeuge von Opel und Deutz fuhren auf der Straße - so vorhanden, 38 km/h, die von Ford 50 km/h - dafür blieben letztere wegen Getriebeschäden öfter liegen.
    Die Wehrmacht selber aber trat hier als "Bremser" auf und wies die Fahrer an, die Fahrzeuge zu schonen und möglichst nicht mehr als 20 Km/h zu fahren. Meist war man froh, wenn man wenigstens diese Geschwindigkeit erreichte - "im Rausch der Geschwindigkeit" sah eigentlich schon damals anders aus.
    Erwähnt sollte auch werden, dass es zeitgleich eine anderes Fahrzeug gab, dass speziell für die unwegsamkeit des Ostens konstruiert wurde, den Raupenschlepper Ost. Er unterscheidet sich aber schon rein optisch vom Maultier und fand auch als "Sturmgeschütz" oder anderweitiger Waffenträger verwendung.
    Gebaut wurde dieses Fahrzeug bei Klöckner-Deutz, Gräf & Stift und Auto Union.
    Ab 1942 wurde an einem 4,5 t Maultier gearbeitet, da man eine neue Zugmaschine für die 8,8 brauchte, die immer öfter im Erdkampf zum Einsatz kam. Hier sollte das Fahrwerk des Pz.II verwendung finden aber insgesamt wurden nur wenige hundert Stück davon gebaut, die sich aber gut bewährt hatten.
    1943 wurden rund 13.000 "Maultiere" gebaut. Durch diverse Lieferengpässe und Bombardierungen sankt die Stückzahl 1944 auf 7.310 Fahrzeuge. Insgesamt kamen von Ford rund 14.000 Fahrzeuge, von Opel gut 4.000 und Deutz um die 1.700.
    Gedacht war das "Maultier" als Transportfahrzeug aber eingesetzt wurde es mannigfaltig als Zugmaschine für diverse Geschütze und Waffenträger. Ausgestattet mit 15 (15 cm Panzerwerfer 42) und 8 cm Raketenwerfen (Himmler Orgel), diversen Flak, wurde auch das "Maultier" zu einem Waffenträger.
    Zum SdKfz.4/1 . Hierbei handelte es sich um das schon oben erwähnte "Maultier" mit dem 15 cm Panzerwerfer 43 (Sf) auf einem 3 Tonner. Dieses Fahrzeug verfügte über einen 360 Grand schwenkbaren Zehnfachwerfer mit 15 cm Wurfgeschossen. SF steht für Selbstfahrlafette obwol seine ursprüngliche Bezeichnung Panzerwerfer lautete.
    Eine Batterie bestand aus 8 Werferfahrzeugen mit je einem "Maultier" oder zB einem zum Munitransporter umgebauten 3 t Zgkw (sd.Kfz 11/5) als Munitionstransporter. Interessant; das Munitionsfahrzeug (so es ein "Maultier" war) konnte schnell durch Aufsetzen eines Werfers, selbst zum Werferfahrzeug werden.
    Die Besatzung bestand aus nur 3 Mann incl. Fahrer und führte 20 Wurfkörper mit. In der Literatur wird mitunter auch von 4 Mann und einem Mg gesprochen, andernorts wieder nicht. Die Front- und Seitenpanzerung betrug 8 mm, die des Turmes (also oberen Teil des Fahrerhauses) 10 mm. Gebaut wurden von diesem Fahrzeug so um die 300 Stück. Die starke Feuerkraft wurde nur durch die Zielungenauigkeit beeinträchtig, die durch Feuerzusammenfasssung kompensiert werden sollte.
    * ALLE Zahlenangaben ohne Gewähr!

  • Hindenburg KnolleDatum25.03.2020 08:45
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Im Kriegswinter 1916/17 wurden die Schwierigkeiten der Versorgung der deutschen Bevölkerung mit ausreichenden Lebensmittel immer schwieriger. Auf der Suche nach einer Lösung verfiel man auf die Steckrübe, auch Kohlrübe genannt.
    Ein Knollengewächs, dass ähnlich der Kartoffel im Boden wächst aber statt der 69 Kalorien der Kartoffeln (100 gr) es nur auf etwas über30 brachte. Ursprünglich wurde sie nur als Schweinefutter angebaut aber auch diese wurden nun knapp und statt ihrer gab es ihr Futter für die Menschen. Warum keine Kartoffeln statt der Kohlrüben? nun, die Kartoffelernte fiel in folge mehrere Jahre hintereinander schlecht aus, während die Kohlrübe weiterhin prächtig gedieh und reichlich vorhanden war.
    „Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben.“
    Zu dieser Zeit betrug die Wochenration etwa: 1.000 Gramm Brot (mit Steckrüben gestreckt), 80 Gramm Butter, 250 Gramm Fleisch und Knochen, 180 Gramm Zucker und ein 1/2 Ei. Alles auf Marken und es gab auch Unterschiede zB für Schwerarbeiter.
    Am Mangel waren mehrere Faktoren Schuld: 1. die völkerrechtswidrige Blockade der Briten, die auch Lebensmittellieferungen für die Zivilbevölkerung einschloß, 2. Das Fehlen von Arbeitskräften in der Landwirtschaft, das nur teilweise durch den Einsatz von Kriegsgefangenen behoben werden konnte, 3. wiederholte Missernten und schließlich 4. ein Missmanagement der Verantwortlichen, durch das viele Lebensmittel vergammelten, weil fehlgeleitet oder falsch gelagert.
    man rechnet, dass zwischen 500.000 und 800.000 Deutsche verhungert sind. Selbst nach Kriegende hielten die Briten die Hungerblockade noch über Monate aufrecht.
    Noch bis weit in den 20 Jahren stellten Ärzte an Kinder und Jugendlichen die Spätfolgen dieser Mangelernährung fest.

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Wenden wir uns zuerst der Frage zu, wer war Kitchener? Herbert Kitchener, auch 1. Earl Kitchener, wurde am 24. Juni 1850 bei Listowel,im County Kerry in Irland geboren und war britischer Feldmarschall und Politiker, der die britischen Truppen bei der Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes und diverser anderer Aufstände befehligte.
    Ab 1900 im Generalstab führte er unter Feldmarschall Lord Roberts den 2. Burenkrieg. Dem Guerillakrieg der Buren setzte er die Taktik der verbrannten Erde entgegen. Die Farmen in den Guerillagebiet wurden zerstört und die Ernten vernichtet. Die Bewohner der Farmen, vor allem Frauen und Kinder, wurden in Konzentrationslagern (Concentration Camp) interniert, wo viele an Krankheit, Unterernährung und brutaler Behandlung starben.
    Einen Tag nach dem Eintritt Großbritanniens in den Ersten Weltkrieg wurde Kitchener von Premierminister Asquith am 5.August 1914 zum Kriegsminister des britischen Königreichs ernannt und blieb in es bis zu seinem Tod 1916. Ihm folgte einen Monat später David Lloyd George.
    Erwähnenswert ist noch, dass es Kitcheners war, der zur Entlastung der alliierten Front in Westeuropa, eine Anlandung von Truppen bei Alexandretta in der Südtürkei andachte. Stattdessen setzte sich der Erster Lord der Admiralität, der Marineminster Churchill durch und die Truppen landeten auf Gallipoli, mit dem sattsam bekannten Ergebnis einer blutigen Niederlage und dem vorläufigen Karriereende des Ersten Lords der Admiralität.
    Soweit so gut aber nun zurück zu unserer eigentlichen Geschichte.
    Dazu kehren wir nach Südafrika des Jahres 1900 zurück und landen mitten im 2. Burenkrieg.
    Im Jahre 1899 kehrt ein gewisser Frederick „Fritz“ Joubert Duquesne, anfang 20, nach jahrelangen Schulaufenthalt in England, in seine Heimat, Südafrika, zurück. Hier herrschte inszwischen schon der 2. Burenkrieg. Großbritannien hatte 1814 infolge der Napolionischen Kriege, die Kontrolle über die ursprünglich niederländische Kapkolonie übernommen. Die Buren aber begaben sich 1835 auf einen Treck und rund 12.000 Buren zogen nach Norden.
    Hier gründeten die Buren schließlich die Südafrikanische Republik (Burenrepubliken Oranje-Freistaat und Südafrikanische Republik (Transvaal)), . Allerdings zogen auch sie in kein unbewohntes Land, ähnlich ihrer "Kollegen" in den USA und Rassenkonflikte waren somit vorprogrammiert - ups, dass heißt heute ja Ethnische Probleme. Das führte dazu, dass Duquesne seinen ersten Schwarzen(vermutlich einen Zulu) schon mit 12 Jahren auf der elterlichen Farm tötete.
    Duquesne schließt sich der Burenarmee an, die den fähigen, gut ausgebildeten jungen Mann sogleich als Leutnant aufnimmt.
    Der Zweite Burenkrieg (1899-1902) beginnt für die Buren recht erfolgversprechend.
    Vorsichtshabler ordnet die Regierung unter Präsident Paul Kruger dennoch an, einen Teil des Zentralbankgolds außer Landes zu schaffen. Für seinen der Transporte ist Duquesne zuständig.
    Doch sein Ziel wird der Konvoi nie erreichen. Was genau unterwegs passiert, bleibt Duquesne Geheimnis — wie so vieles, an
    dem Duquesne beteiligt war. Fakt ist lediglich, dass es einen Streit um das Gold mit tödlichem Ausgang gegeben haben muss und dass das Gold bis heute verschollen ist. Vermutlich nahmen damals nicht alle den Auftrag das Gold ins Ausland zu schaffen so ernst wie Duquesne oder umgekehrt. Angeblich hat es Duquesne in einer Leopardenhohle versteckt. Das restliche Burengold soll von Kruger persönlich vor seiner Flucht nach Europa um 1900 nahe der Stadt Emelo versteckt worden sein. Auch er nahm sein Geheimnis mit ins Grab.
    Duquesne schließt sich wieder der Burenarmee an, die inzwischen auf verlorenem Posten kämpfte. Das anfängliche Kriegsglück hat sich gewendet.
    Die treibende Kraft auf britischer Seite war und nun kommen wir wieder auf das eigentliche Thema zurück, Kitchener, der auf den inzwischen eingeleiteten Guerillakrieg seiner Gegner mit gnadenloser Härte reagiert - sie oben. Deshalb zog sich Kitchener den besonderen Hass von Duquesne zu, der ihm persönlich den Tod seiner Familie anlastete.
    Zweimal können die Briten Duquesne gefangen nehmen und zweimal kann er ihnen entkommen.!
    Erst als sich die Schlinge um ihn immer weiter zuzieht und die Situation immer hoffnungsloser wird überschreitet er die Grenze zur portugiesischen Kolonie, wo er interniert und nach Portugal gebracht wird.
    Von hier aus gelingt ihm dann die Flucht nach Paris. Die Tochter eines der Lagerwächter soll ihm dabei geholfen haben.
    verhilft. Hier fern der Heimat beschließt er sich direkt in die Höhle des Löwen zu begeben; Er geht nach Enland und
    läßt sich als angeblicher Deserteur der Burenarmee als Leutnant für die Britische Armee rekrutieren.
    Diese schickt ihn dann auch promt als "Fachkraft" 1901 nach Südafrika, wo er dann "stehenden Fußes" tatsächlich desertierte und sich wieder der Burenarmee anschloß.
    Dort diente er dann als Meldereiter und hatte die Gelegenheit seine elterliche Farm zu besuchen oder besser, was die Briten von ihr übrig gelassen hatten.
    Ein ehemaliger schwarzer Farmarbeiter berichtet ihm was passiert war. Danach kamen eines Tages britische Soldaten zur Farm und ermordeten seinen Vater und den Onkel. Danach vergingen sie sich an seiner Schwester Elsbet und erschossen auch diese anschließend. Die Mutter brachten sie in das Konzentrationslager, wo auch sie schließlich starb.
    Für diese Untaten machte er allein Kitchener verantwortlich - siehe oben!
    Er ging nach Kapstadt, wobei er zur Tarnung immer wieder die britische Uniform anlegte und gemeinsam mit anderen Buren erarbeitet er eine Attentatsplan auf Kitchener, doch flogen die Verschwörer auf, bevor die Bomben gelegt werden konnte. Die Briten verurteilen ihn und seine Mitbombenleger zum Tod.
    Aus dieser anscheinend auch für ihn ausweglosen Situation rettet er seine Leben durch Verrat: Er verriet den Briten die Geheimcodes der Buren, was vielen Buren das Leben kostete. Später beteuern er aber, dass es falsche oder veraltete Codes waren.
    Während seine Mitverschwörer und die Opfer seines Verrates erschossen wurden, versuchte er sich mittels eines Löffels einen Weg in die Freiheit zu graben. Die Briten entdeckten sein Fluchtvorhaben und schickten ihn daraufhin in eine Strafkolonie auf eine der Bermuda - Inseln, von der schon im Sommer 1902 wieder entfloh. 2,5 Km überwand er schwimmend, bis er auf der Hauptinsel ankommt und dort Unterschlupf findet. Wenig später dann befindet er sich in den USA!
    Arbeitslos, Mittellos und Heimatlos muß er sich etwas überlegen und seine Überlegungen führten ihn zu einer New Yorker Zeitung, für die er an nun als Journalist arbeitet und die Welt bereiste. Er war recht erfolgreich, was seine Neider und Mitarbeiter veranlaßte, sich ihren Kollegen mal etwas näher anzusehen und überrascht stellten sie fest, dass es keinerlei Hinweise darauf gab, dass erstens, die Geschichten die er schrieb wahr waren, noch zweitens, er überhaupt je an den Orten war, über die er schrieb.
    Das focht seine Leser nicht weiter an. Sie nahmen ihm seine Geschichten, die man heute als Fake bezeichnen würde, weiterhin dankbar ab.
    Weniger neidische Zeitgenossen beschreiben Duquesne als ein außergewohnliches intelligentes und redegewandtes Sprachtalent, das außer einem gepflegten Englisch auch fließend Afrikaans, Franzosisch, Portugiesisch, Spanisch und Deutsch sprach und teilweise sogar in diesen Sprachen seine Berichte abfasste. Vor allem aber besaß er die Fähigkeit, andere Menschen zu manipulieren und dazu zu bringen, genau das zu tun, was er wollte- mit einer der Gründe, dass er sich innerhalb der amerikanischen Medienlandschaft rasch einen
    Namen macht. Der US-Prasident Theodore Roosevelt heuert ihn nach seiner Amtszeit(1901-1909) sogar als Ausbilder und Begleiter für eine Safari in Afrika an. Auch privat ging es aufwärts: 1910 heiratet er und im Dezember 1913 wird er amerikanischer Staatsbürger.
    Kurz zuvor, 1912 änderte er seinen Nachnamen von ,,Duquenne” in ,,Duquesne”, damit die Aussprache seines Namens zukünftig den Amerikanern leichter fällt. Ein Vorgang, der nicht selten war und bis heute ist!
    Nun, im fernen Amerika ist Duquesne, wie wir ihn ab jetzt nennen wollen, dem Objekt seines Hasses weiter weg denn je aber zum Glück für ihn und seinen Racheplänen brach bald der "Große Krieg" aus, wie man den 1. Weltkrieg lange Zeit nannte und er hatte nichts eiligeres zu tun, als sich den Deutschen als Spion anzudienen.
    Die Deutschen schickten ihn nach Südamerika, wo er den dortigen Schiffsverkehr auskundschaften sollte. Von Brasilien aus spionierte er dann den Schiffsverkehr aus. Seine Berichte schickte er über die Deutsche Botschaft an seine Auftraggeber. Er gab sich als Handelsreisender in Bezug auf Rohstoffe und Bodenschätze aus, womit er seine Neugier für Frachtrouten ausreichend begründete.
    Allerdings befriedigte diese "Arbeit" den Britenhasser Duquesne nicht und er trieb sein Spielchen auf eigene Rechnung noch viel weiter. Regelmäßig verschiffte er Boden- und Mineralproben und schickte sie zur Untersuchung nach Übersee. Dort kamen aber weder die Proben, noch die Schiffe je an. Neben den Proben befand sich jeweils eine Höllenmaschine mit in den Kisten.... bis Anfang 1916 werden ihm rund 22 Schiffsverluste angelastet.
    Übrigens hatte er als vorsorglicher Geschäftsmann seine ertvolle Fracht auch teuer versichern lassen
    Nun hatten seine gegner natürlich auch ihre Agenten und schon bald schnappte der britische Geheimdienst MI5 einige seiner engeren Mitspione. Duquesne mußte Brasilien fluchtartig verlassen und reiste im Mai 1916 unter falschen Namen zurück in die USA.
    Dort erwartete ihn ein neuer Auftrag, der ihm endlich die Erfüllung seiner Rache bringen sollte: Er soll den britischen Kriegsminister Lord Kitchener töten.
    Dazu reiste er nach Schottland, wo er sich in den russischen Herzog Boris Zakrevsky ,,verwandelt”. Der britische Panzerkreuzer hat die Aufgabe, den alternden Kriegsminister ins russische Archangelsk zu bringen und als die Route feststand, verschafft sich der "Herzog Boris Zakrevsky" Zugang zum Funkraum und nahm Kontakt zu U 75 auf, das bereits im Nordatlantik lauert. ,
    Am 5. Juni 1916 begab sich schließlich Lord Kitchener zu einer diplomatischen Mission an Bord des Panzerkreuzers HMS Hampshire.
    Das Schiff lief noch am gleichen Tag westlichder Orkney vermutlich auf eine Mine, die wohl am 23. Mai vom deutschen U-Boot U 75 unter Kurt Beitzen gelegt worden war. Die Hampshire versank innerhalb von 15 Minuten. Von der 655 Mann an Bord überlebten lediglich 12, Kitchener* war nicht unter den Überlebenden. Später gab es Verschwörungstheorien, nach denen Winston Churchill verantwortlich für den Tod Kitcheners sei. Laut einer anderen Theorie aber war es eben der deutsche Spion Duquesne der, nachdem die Hamphire in das Gebiet einlief, in dem U 75 seine Minen gelegt hatte, mit einen gestohlenen Rettungsboot/Rettungsfloß unbemerkt von Panzerkreuzer floh und wenig später von U 75 gerettet wurde.
    U 75 selbst ging im September 1917 verloren und auch Generalquartiermeister Erich Ludendorff äußert sich zu dem Thema sinngemäß: ,,Alles Unsinn, der entscheidende Hinweis kam von russischen Kommunisten.”

    *Nach seinem Tod wurden die kanadische Stadt Kitchener(vorher „Berlin“) und der Berg „Mount Kitchener“ in den RockyMountains nach ihm benannt.

    An dieser Stelle möchte ich das Kapitel beenden. Aber es ist näch längst nicht zu Ende!

  • Bomben auf Malmedy.Datum27.01.2020 10:37
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Bomben auf Malmedy.
    Ups Malmedy? Schon läuten bei den allermeisten die Glocken. Bei den einen die der Warnung vor dem, was da kommen könnte und bei den anderen die des Relativismus. Aber beruhigt euch alle, ehe ihr Sturm läutet: Es geht NICHT um das tatsächliche oder angebliche „Massaker von Malmedy“ , sondern um ein kleines, für den Verlauf der Weltgeschichte eher unbedeutende Kriegsereignis am Rande der großen Ardennenoffensive und im Schatten des „Massaker von Malmedy“.
    Die Beschuldigung vor dem sogenannten Malmedy Prozess lautete anfangs; Ermordung von 308 amerikanischen Soldaten und 111 belgischen Zivilisten. Angesichts dieser Zahlen wird jeder Kenner der Ereignisse sofort hellhörig. In der späteren Anklage dann ging es dann "nur" noch um die Ermordung von 71* amerikanischen Soldaten und ganz ohne Zivilisten.
    Woher kommt diese augenscheinliche Diskrepanz und vor allem, woher stammten die toten Zivilisten. Man muß schon wissen, wonach man sucht, will man die Antwort darauf aus dem Internet erfahren - aber man kann sie erfahren.
    Auch Malmedy hatte vor kurzem seinen 75 Gedenktang. Nein, nicht dem Massaker wurde gedacht, sondern den Opfern der Befreiung durch die Alliierten. An drei Tagen, dem 23., 24. und 25. Dezember 1944 fielen amerikanische Bomben auf Malmedy, obwohl die Stadt in amerikanischer Hand war. Trotz Erklärungsversuchen gab es bisher keine überzeugenden Erklärungen dafür, außer "Friendly Fire". Mehr als 200 Einwohner Malmedys fielen den Bombardierungen zum Opfer, sowie Dutzende(um die 50) weitere, die (im Zuge der Ardennenoffensive) aus den Nachbarorten nach Malmedy hin evakuiert worden waren.
    Spätestens am 20. Dezember galt Malmedy als von amerikanischen Truppen besetzt. Gleichzeitig spielten sich aber über dem Ort noch Luftkämpfe ab und die Lage im Umfeld war sehr unübersichtlich und die Angaben darüber teilweise widersprüchlich. Am 22. Dez. beschoß US Artillerie den Ort. Ob die Granaten tatsächlich dem Ort galten oder nur Fehlschüsse auf andere dahinter liegende Ziele waren, blieb ungeklärt.
    Am 23. Dez gegen 16 Uhr erschienen sechs mittlere (medium)US Bomber der 8. USAAF mit Jagdschutz über der Stadt und luden ihre Bomben im Stadtzentrum ab. Bomben fielen auf US Soldaten gleichermaßen wie auf die belgischen Zivilisten. Captain Welsh, der kommandierende US Offizier in der Stadt, teilte seinen Vorgesetzten über Funk mit, dass Malmedy in eigener Hand sei und man die eigenen Truppen bombardierte.
    Dennoch erschien einen Tag später(24. Dez.) gegen 14 Uhr eine weitere Bombergruppe, diesmal sogar mit 18 B24 und Jagdschutz. Wieder gab es viele Tote und Verletzte und wieder wurde das "Friendly Fire" an die vorgestzte Dienststelle gemeldet und wieder ohne Erfolg.
    Vorsorglich ließ Captain Welsh Markierungstücher auf den noch stehenden Dächern anbringen um der eigenen Luftwaffe den Frontverlauf zu signalisieren aber anscheinend waren in den letzten Tage jene drei Berühmten Affen unterwegs bzw an den Funkgeräten: Nichts hören, nichts sehen, nicht sagen.... Selbst zwei losgeschickte Melder stießen mit ihrer Meldung anscheinend nur auf taube Ohren.
    Geklärt wurden diese Vorgänge nie aber die Toten wollte man den Angeklagte im Malmedy Prozess mit auf die Rechnung setzen, wie die Russen die Toten von Katyn später den Deutschen unterschieben wollten.

  • TorpedoschutznetzeDatum25.01.2020 10:24
    Thema von Waldi44 im Forum Waffen und Geräte

    Im ]ahre 1866 brachte der britische Ingenieur \/Vhitehead den ersten einsatzféhigen Torpedo ins Wasser, dessen Weiterentwicklungen im Russisch-Osmanischen Krieg 1877/ 78 erste Schiffe versenkten. https://de.wikipedia.org/wiki/Torpedo
    Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wettlauf zwischen Artillerie und Panzerung längst eingesetzt. ]ede Neu- und weiteretwicklung im Artilleriewesen führte dabei ziehmlich rasch zu einer Antwort im defensiven Schiffbau, was dann letztlich wiederum zu weiteren Verbesserungen der Angriffswaffen führte. Eine Art Spirale also, wie man sie auch von anderen Waffensystemen kennt.
    Während sich aber die Angriffsflächen für Artilleriewaffen hauptsächlich oberhalb der Wasserlinie befanden, war mit dem Torpedo ein Angriffswaffe gefunden worden, die sich nur gegen das Unterwasserschiff richtete und dabei am und im getroffenen Schiff verheerende Schäden anrichten konnte, bis hin zur Versenkung.
    Zwangsläufig begegneten Ingenieure der neuen Gefahr mit entsprechenden Reaktionen, beispielsweise indem der Gürtelpanzer in der Wasserlinie bei Großkarnpfschiffen weiter nach unten ausgedehnt wurde, der aber aus schiffbaulichen Gründen (allein schon wegen dem zusätzlichen Gewicht) bei weitem nicht den gesamten Rumpf umfassen konnte.
    In Deutschland erst 1886 Konstruktive Gestaltung im Inneren der Schiffe entlang der Außenhaut und später auch fest verbaut nach außen sollten der Sprengwirkung auftreffende Wucht nehmen sowie dereren Auswirkungen räumlich begrenzen. Für die "Standfestigkeit" wurde sogar die Kalibergröße reduziert bzw nicht weiter erhöht obwohl das Waffentechnisch möglich gewesen wäre.
    Vor diesen Schiffbaulichen Maßnahmen (bei Neubauten) hatte man in den Anfangszeiten auch mit äußeren Maßnamen die Schiffe zu schützen versucht, die man eben hatte.
    Somit kamen in vielen Flotten die sogenannten Torpedoschutznetze in Gebrauch. Zumindest bei den größeren Panzerschiffen, deren Wert einen seitlichen Schutz rechtfertigte und obendrein über die Tragfähigkit der mehere Tonnen schweren Netze verfügten. Herute würde man das ein Update oder Gadget nennen.
    In der deutschen Kaiserlichen Marine baute man erstmals 1886 Torpedonetze auf der Panzerfregatte "König Wilhelm" und im Mai 1887 dann auf der Panzerfregatte "Kaiser" sowie in der Folgezeit auch konsequent auf anderen Panzerschiffen.
    Der Sinn dieser Netze bestand darin, dass ein ankommender Torpedo vor dem Erreichen der Bordwand gestoppt werden konnte. Die Druckwelle explodierender Torpedos richtete erst ab 3 bis 6 Meter Entfernung von der Bordwand nennswerte Schäden an. Dazu hängte man an den Breitseiten, mehrere Meter vom Rumpf entfernt, 4 bis 7 Meter, ein stählernes Netz um das Schiff herum auf. An seiner Oberkante an langen Stangen, den sogenannten Netzspieren, angebracht, hingen diese Geflechte aus Stahlringen mehrere Meter tief ins Wasser hinein.
    Auf der "Kaiser" hatten diese Spieren eine Länge von 8,5 Metern. Dem jeweiligen Tiefgang des Schiffes entsprechend, ist auch deren Tiefe angepasst worden.
    Die ersten Netze einfache ausgebrachte Netze, später ging man dazu über, sie doppelt beziehungsweise u-förmig aufgehängt. Quasi, ein einzelnes Netz doppelt genommen. Zum einen konnte nun durch Abfieren eines Teils dessen Tiefe variiert werden, zum anderen hatte man ein Gegenmittel gegen die gelegentlich am Torpedokopf eingeführten Netzscheren. Dabei vermochte ein angreifender Torpedo zwar noch das äußere Netz zu durchdringen, sollte dann aber am inneren Vorhang hängen bleiben.
    Der große Nachteil aber war, dass diese Netze lediglich am stehenden Schiff Verwendung finden konnten. In Fahrt beeinträchtigten diese Netzvorhänge die Manövriereigenschaften der Schiffe viel zu stark, als dass man solche Behinderungen hätte akzeptieren können. Zudem hätten die Netze im achteren Bereich ein erhöhtes Risiko für die Schiffsschrauben bedeutet.
    Die Spieren(Stangen) waren daher während der Fahrt an den Rumpf angeklappt, die Netze nach oben hin aufgerollt und aufligend am
    Rumpf, auf einer speziellen Ablage in Oberdeckshöhe, verzurrt. Ausbringen und Einnehmen dieser tonnenschweren Trpedonetze stellte dabei eine äußerst aufwendige und komplizierte Arbeit dar. Nachdem die Matrosen die Netze von den Ablagen ins Wasser gestoßen hatten, hingen diese vorerst unmittelbar an der Breitseite des Rumpfes herab. Schon allein dadurch wird klar, dass die Schiffsschraube sich nicht mehr drehen durfte.
    Nun senkte man sämtliche Netzspieren in die Horizontale(Waagerechte) ab. Ein System verschiedenster Drahtseile sorgte dabei für deren Halt in der Waagerechten sowie über die Verbindung der einzelnen Spieren untereinander, so dass diese nicht an die Bordwand klatschten.
    Die Zugtaue der jeweils vorderen und achteren Spiere wurden zu den sogenannten Decksspills geleitet, mit deren Zugkraft man die Spieren dann rechtwinkelig vom Rumpf abklappte, womit die Netze nun mehrere Meter vom Rumpf entfernt an dessen Breitseite herabhingen.
    Bedenkt man bereits diesen Aufwand beim Ausbringen, muss das Einholen der Netze um einiges schwieriger gewesen sein. Oft (immer?)gab es auch kleine Davits auf der Netzablage, die das Aufholen der Netze erleichterten. Die gesamte Handhabung der Netzanlage blieb aber auf Dauer eine ausgesprochen mühselige Angelegenheit.
    In der Gesamtheit betrachtet hatten sich diese Netze nicht bewährt. Aufwand, Zusatzgewicht und Nutzen standen in keinem akzeptablen Verhältnis zueinander. Spätestens die Erkenntnisse aus der Skagerrakschlacht 1916 führten zum Ausbau der Netzanlagen an Bord.
    Denn hier sorgten Gefechtsschäden dafür, dass die Netze und deren Ablagen erheblich beschädigt worden waren. Dadurch hingen die unklaren Netze im Wasser und drohten in die Schrauben zu geraten. Im schlimmsten Fall war die Sicherheit des gesamten Schiffes gefährdet.
    Das Grundprinzip der Torpedoschutznetze kam jedoch auch weiterhin zur Anwendung in Form von Sperrnetzen an Bojen und Balken und in Form von Netzkästen, die aber allesamt gegen findige und entschlossenen Gegner meist wirkungslos waren.
    Wirkungsvoller hingegen waren die Torpedowulste https://dewiki.de/Lexikon/Torpedowulst, die Schotteinteilungen (Erstmals wurde ein Torpedoschott auf dem französischen Küstenpanzerschiff Henri IV. bereits 1898 eingebaut), und die Verteilung der Fracht in den inneren Räumen.
    So legte man Wassertanks und Kohlebunker an die durch Torpedos besonders gefährdeten Stellen bzw füllte mit ihnen den Abstand zwischen Außenwand und Torpedoschott auf. Quasi ein nach innen verlegtes "Torpedonetz".

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Zwar nennt sich der eingetragene Verein noch immer Volksbund Deutsche Kriegsgräber Fürsorge. Aber in der Regel ist nur noch von "Volksbund" die rede.
    In den anderen Ländern der Antihitlerkoalition und auch der Kriegsgegner aus dem 1. WK, haben staatliche Institutionen diese Aufgabe übernommen. Bei uns eben der eingetragene Verein, der am 16. 12. 1919 gegründet wurde.
    Tatsächlich beinhaltet diese Gräberfürsorge nicht nur die Gräber und Gedenkstätten gefallener deutscher SOLDATEN, sondern auch die von Zivilisten, die im Bombenhagel oder dem Nazihenkerbeil ihr Leben verloren. Daneben auch ausländische Opfer, wie im Ausland auch deutsche Friedhöfe und Gedenkstätten gepflegt werden.
    Dazu zählen nach den "Zwei plus vier Verträgen" seit 1991 auch die Gräber sowjetischer und polnischer Gefallener auf deutschen Boden.
    Das Signet (Logo) des Volksbundes, das erst 1926 in seiner heutigen Form entstand, ist dem "Vier Grenadier Grab" nachempfunden, einer bei Cholm (Chelm) aufgeschütteten Grabanlage aus dem Jahre 1918. Diese Anlage erinnert an die Durchbruchsschlacht von Gorlice - Tarnow.
    Im Jahr 1995 betreute der Volksbund insgesamt 459 Friedhöfe mit 1,6 Millionen Kriegsgräbern in 34 Ländern (Wiki). Heute zählt der Verband 99.000 Mitglieder in 17 Landesverbänden. Er betreut 833 Kriegsgräberstätten im Ausland (heute sind es 46 Länder zu 34 von 1995) und im Inland 9. Davon befinden sich 6 in Bayern, und je eine in Brandenburg (Waldfriedhof Halbe), Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern (Golm/Kamminke).
    Im Zeitraum von 1992 bis 2018 wurden insgesammt 934.411 Umbettungen vorgenommen.
    Insgesamt werden die Gräber von 2,7Millionen deutscher Soldaten betreut.
    Bei rückläufiger Mitgliederzahl und sinkenden Einnahmen ist es fraglich wie lange der Verein diese gewaltige Aufgabe noch stemmen kann! Heute schon stammen zwei Drittel der Ausgaben für die Auslandseinsätze aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.
    Motte des Volksbundes ist: "Versöhnung über Gräber"!

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    "Erfreuliche" Nachrichten für die Nutzer von FB und anderen öffentlichen Medien. Das Benutzen folgender Schimpfwörter ist ab sofort und auf höchst richterlichem Urteil, nicht mehr strafbar und sind vom so betitelten zu erdulden: ""Stück Scheisse" und "Geisteskranke", "Knatter sie doch mal so richtig durch, bis sie wieder normal wird" oder "Wurde diese "Dame" vielleicht als Kind ein wenig viel gef.... und hat dabei etwas von ihrem Verstand eingebüßt".
    Auch Bezeichnungen wie "Pädophilen-Trulla", "altes grünes Dreckschwein", "Drecks Fotze" sind ab sofort um sprachlichen Umgang erlaubt! Na dann mal zu....
    Zwar ist Frau Künast auch nicht gerade auf den Mund gefallen http://www.schleckysilberstein.com/2016/...icht-hass-tool/ aber diese "Urteil" ist ein Schlag ins Gesicht derer, die sich aktiv gegen Hass im Internet aussprechen und gibt den Hasspredigern recht. "Stück Scheiße" ist keine Beleidigung mehr, sondern eine sachbezogene tolerierbare Äußerung! Sagt das mal zu einer Politesse, wenn sie euch einen Strafzettel ausstellt. Laut höchstrichterlichem Beschluss und meiner persönlichen Meinung, obwohl ICH das nie tun würde, dürft ihr das straffrei! Na dann mal zu....

  • Die Schlcht um Budapest 1944Datum18.09.2019 09:02
    Thema von Waldi44 im Forum Ostfeldzug

    Neulich begann ich mit dem Buch von Krisztian Ungvary "Die Schlacht um Budapest". https://www.medimops.de/krisztian-ungvar...ASABEgLaGvD_BwE
    Nun habe ich das Buch durch und muss mich mal selber gleich korrigieren. Trotz aller Verschiedenheit, auch von Raum und Zeit und diverser anderer Unterschiede, ist der Vergleich mit Stalingrad so abwegig doch nicht.
    Das Buch lässt tatsächlich keine Wünsche offen und für jemanden, der sich mit der Schlacht um Budapest beschäftigen will, ein absolutes muss. Wer Zahlen braucht und sie hier nicht findet, kann sich weiteres Suchen ersparen: er wird keine finden! Das Buch enthaält alle wissenswerte fakten zur Schlacht selbst und zum gesamten Umfeld, bis hin zum Schicksal der hunderttausenden Zivilisten in der Stadt (EIN Unterschied zu Stalingrad) und der Judenverfolgungen duch Eichmann, speziell aber der Pfeilkreuzler, deren diabolisches Treiben auch sehr genau untersucht wird.
    Alle Beteiligten Seiten, Deutsche und Ungarn auf der einen und die Russen und deren Hilfskräfte auf der anderen, kommen hier zu Wort und so manchem "SS Fan" dürfte es kalt den Rücken runterlaufen, wenn er sieht, was da alles zu seiner "Lieblingstruppe" unter den SS Runen eingezogen wurde und wie schnell sie nicht nur ihre Stellungen, sondern auch gleich ihren Dienstherren wechselten.
    DAS waren aber die:"Truppen, die nicht zu einem SS-Divisionsverband gehören", wie Nicole richtig anmerkte. Allerdings auch bei "Florian Geyer" und "Maria Theresia" liefen viele eben frisch eingezogene "Freiwillige" davon. Viele dieser "Deutschen" konnten nicht einmal richtig deutsch. Tja und dann dieser SS-Generals Karl Pfeffer von Wildenbruch, über den sich ein Urteil zu bilden ich jedem selber überlasse.... für mich passt der auch hervorragend in's "Stalingradbild", nur hiess der dort Paulus.
    Das wird im Buch aber nicht etwa mit Häme vorgebracht, sondern historisch korrekt und bezieht sich auch auf die Honvedtruppen, die Pfeilkreuzler und die Russen.
    Die Problematik der Pfeilkreuzler auch für die Deutschen kommt sehr gut zum Ausdruck.
    Auf der einen Seite war man deutscherseits an ihrer Unterstützung in der "Judenfrage" sehr interessiert und verbot es deutschen militärischen Einheiten, sich dem Treiben dieser Mörderbanden in den Weg zu stellen. Im Gegenteil man erwartete Kooperation. Andererseits verbot die deutsche Militärführung ihrerseits, deutschen Soldaten, sich aktiv an den Machenschaften der Pfeilkreuzler zu beteiligen, was aber ettliche nicht davon abhielt, es "privat" dennoch zu tun.
    Schlussendlich aber passierten in Budapest Verbrechen an Juden und anderen Zivilisten mit stillschweigender Duldung und unter den Augen der deutschen Militärführung ob mit Ekel und Widerwillen betrachtet oder nicht!

    Das Buch liesst sich aber doch recht schwer. Erstens sehr trocken durch das pausenlose anführen von Einheiten, oft genug solche, die man überhaupt nicht kennt, die dann durch Ortschaften oder Stadtbezirke ziehen, die man noch weniger kennt, geschweige denn richtig aussprechen kann. Wer von uns spricht schon "finnisch" ;)!
    Zum Glück wird das ganze durch Augenzeugenberichte unterbrochen und aufgelockert. Macht sich ganz gut und ist auch sehr interessant. Interessant wären auch die Bilder, hätte man sie auf entsprechendes Papier gedruckt, auf Bildtafeln zB. So aber ist auf den meisten nur wenig und das auch noch schlecht zu erkennen und der Begriff "Schwarzweisphotographie" kommt hier voll zur Geltung.
    Tja und auch der bzw die Entsatzversuche werden recht anschaulich geschildert und abschliessend der eigentlich gescheiterte Ausbruch, bei dem sich der wahre Charakter des Karl Pfeffer von Wildenbruch überdeutlich offenbarte.

    Nachwievor bin ich der Meinung, die Schlacht um Budapest beschleunigte den Fall Berlins. Alle hier eingesetzten Einheiten hätten zur Verteidigung der Reichshauptstadt eingesetzt werden müssen. Dort stadt der Russe schon an der Oder. Die von den Russen in/um Budapest eingesetzten Truppen der 2. und 3. Ukrainischen Front und Geräte wären nie in Richtung Berlin zum Einsatz gekommen und hätten somit auch keinen Einfluss auf die dortige Schlacht gehabt, wohl aber die in/um Budapest verheizten deutschen Einheiten, die zT. einzeln und "mundgerecht" den Russen zum frass vorgeworfen wurden!
    Natürlich hätte auch das lediglich den Zeitpunkt der Niederlage verzögert aber darum ging es ja wohl auch nur noch!

    Übrigens wird anhand der Truppenbeschreibung sehr "schön" und deutlich gezeigt, mit welchen "Kräften" die Deutschen überthaupt noch operierten. Mit Truppenzahlen, die in früheren Jahren noch nicht einmal der Erwähnung wert gewesen wären. Divisionen in Battallionsstärke, Battallione in Kompaniestärke und Kompanien, die oft genug nur aus einem Dutzend Hanseln bestanden. Die bekamen dann aus Berlin Anweisungen zu Operationen, bei denen selbst voll aufgefüllte Einheiten so ihre Probleme gehabt hätten und Hitler wunderte sich dann, wieso die nichts "gebacken" bekamen!
    Genauso erging es den Truppen vor Berlin. Keine Waffen- keine Munition- keine Leute. Man zog mit einer handvoll tschechischer Patronen für sein italienisches Gewehr an die Front und wenn man Glück hatte passte die Munition aber nicht jeder hatte solch "Glück". Da zogen Volkssturmmänner mit einer Panzerfaust den Russen entgegen. Womit kämpften sie nach dem Abschuss dieser Waffe? Das aber steht schon wieder in einem anderen Buch....

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Klar kennen alle den Terminator und Schwarzenegger aber um den soll es in meinem Beitrag nicht gehen. Stattdessen geht es um einen anderen "Terminator", auch "Dschihadisten Killer" genannt und der kommt nicht aus der Zukunft, sondern aus dem Russland der Gegenwart.
    Dieses Fahrzeug ist eine ganz neue Klasse von Militärfahrzeugen. Er wird als Panzerunterstützungsfahrzeug bezeichnet. Kein vollwertiger Panzer aber deutlich mehr als ein Schützenpanzer.
    Offiziell dient das Fahrzeug noch nicht in der russischen Armee (es sind aber einige hundert bis einige tausend angedacht) aber es gibt sie schon anderswo und auch in Syrien kamen sie zum Einsatz. und in Tschetschenien. Daher "Dschihadisten Killer"! "Echte" Panzer haben sich in den neueren asymmetrischen Kriegen, die oft in Städten stattfinden, mit ihrer Bewaffnung und eingeschränkten Sicht und Beweglichkeit als ungeeignet erwiesen, zumal sie auf Unterstützung und Deckung durch in Schützenpanzern oder aufgesessene Infanterie abhängig waren.
    Diese waren aber auch nicht geeignet mit den Panzer mitzuhalten, da ihre Bewaffnung noch schwächer und auch ihre Panzerung wenig Widerstand bot. Um die Panzer besser gegen Bodenkämpfer zu schützen oder gar in Ortschaften eigene Kampfoperationen durchführen zu können, mußte ein anderes Fahrzeug her und das wurde der "Terminator" - inzwischen auch schon der "Terminator 2".
    Erstmals tauchte das Fahrzeug im öffentlichen Kampfeinsatz im Jahre 2017 in Syrien auf. Der "Terminator (1)" wurde schon 2009 der Öffentlichkeit präsentiert aber schon 2005 kamen die ersten Versuchsmuster zur Erprobung zur russischen Armee. Ein Gegenstück in der NATO gibt es bisher nicht.
    Bei der Konstruktion griff man vorerst auf altbewertes zurück. Das Fahrgestell des "Terminators" war das des T-72. Seine Wanne ist auch Baugleich mit der des T-90A aber durch Verbundpanzerung an der Front verstärkt und mit ERA-Modulen (Reaktivpanzerung, Gegenexplosionspanzerung) bestückt. An den Seiten befinden sich schwere Schürzen, die auch als Abstandspanzerung als Ketten- und Wannenschutz wirken.
    Der Kampfraum wurde mit einem speziellen Splitterschutz versehen und die Sitze befinden sich nicht auf der Bodenplatte, sondern sind am Wannendach angebracht. Dadurch soll die 5 köpfige Besatzung vor der Minenwirkung besser geschützt werden.
    Mit seinen beiden 30 mm Maschinenkanonen kann er auch Kampfpanzern gefährlich werden und Schützenpanzer zerlegen. Diese Maschinenkanone findet man unter anderem auch an russischen Kampfhubschraubern.
    Er führt 900 Geschosse verschiedenster Verwendungsmöglichkeiten für diese Kanonen mit .
    Er verfügt über insgesamt vier Raketenstarter im Doppelpack (zwei rechts, zwei links am Waffenträger), die automatisch nachgeladen werden. Die 40 130 mm Raketen sind Ferngesteuert oder können auch mit Zielsuchsprengköpfen bestückt werden. Auch diese findet man an Hubschraubern als Bewaffnung.
    Durch zwei automatische Granatwerfer AGS-17 mit 600 30 mm Granaten und mit Gurt- oder Trommelzufuhr und ein stinknormales 7,62 Mg wird die Bewaffnung vervollständigt. Und auch hier findet man die Granatwerfer an Kampfhubschraubern.
    Schlußendlich ist der "Terminator" noch mit Elektronik zur Waffenführung und deren Steuerung vollgestopft und natürlich gegen moderne Kampfstoffe geschützt. Er verfügt über einen Laserentfernungsmesser, automatische Zielverfolgung, Tag-, Nach- und Wärmesichtgeräte und das GLONASS Navigationssystem, das Gegenstück zum GPS. Er verfügt über Temperatur- und Windsensoren, die den Einfluß auf die Geschoßbahnen berechnen und seine Elektronik ist in der Lage 5 Ziele gleichzeitig zu bekämpfen.
    "Gleichzeitig" heißt, dass er seine verschiedenen Waffen gleichzeitig zum Einsatz bringen kann aber auch "Schießen und vergessen"! Das heißt, die Maschinenkanone oder Rakete feuert auf ein Ziel die vorher berechnete Zahl von Geschossen ab und wartet nicht mehr auf das Ergebnis, sondern feuert sofort auf das nächste Ziel. Die Elektronik setzt voraus, dass das erste Ziel vernichtet wird! Das heißt, dass wenn der Kommandant des 5. gegnerischen Fahrzeuges das erste explodieren sieht, sind die für ihn bestimmten Geschosse auch schon unterwegs!
    Das Fahrzeug besitzt keinen klassischen Turm, sondern einen Waffenträger (360 Grad schwenkbar), an dem die Hauptwaffen befestigt sind. Er verfügt vorne teilweise über eine Reaktivpanzerung und hinten über eine Käfigpanzerung.
    Der "Terminator" besitzt eine Drehstabfederung, hat einen 12 Zylinder Vielstoffmotor* und 1.000 Ps. Damit erreicht er auf der Straße oder ebenem Gelände bis zu 65 km/h und hat eine Reichweite von 550 km. Er wiegt voll bewaffnet 47 Tonnen.
    Das deutsche Magazin "Stern" bezeichnete ihn in einem Artikel als "mörderisch" und gelegentlich wurde er auch schon als "König des Krieges" tituliert.
    *Vielstoffmotor ist eine Sammelbezeichnung für Verbrennungsmotoren, die mit mehr als einem Kraftstofftyp betrieben werden können. Vielstoffmotoren gehen auf die Anfänge des Motorenbaus zurück.
    Persönliche Anmerkung: In dem Onlinespiel "Armored Warfare", das eher schon eine Simulation als ein Spiel ist, kann man dieses Fahrzeug "spielen" und sich von dessen Eigenschaften, so man es denn auf einem Zivilcomputer überhaupt realistisch simulieren kann, ausprobieren. Ihr werdet dieses Fahrzueug lieben und fürchten lernen!

  • Die Versenkung der "Tübingen"Datum16.07.2019 10:44
    Foren-Beitrag von Waldi44 im Thema Die Versenkung der "Tübingen"

    Die "Tübingen" war nicht das einzige deutsche und italienische Lazarettschiff im Mittelmeer, dass vornehmlich von den Briten aufgebracht oder versenkt wurde. Im weiteren Kriegsverlauf kamen auch noch einige im Schwarzen Meer und noch später gegen Kriegsende in der Ostsee dazu - allerdings diesmal durch sowjetische Jabos und U-Boote! Wobei zum Schwarzen Meer zu sagen ist, dass es dort eigentlich keinerlei Lazarettschiffe gab. Warum nicht? Nun, die Sowjetunion hatte keinerlei völkerrechtliche Verträge unterzeichnet, welche die Kriegführung, zu Land oder zu See regelten und erkannten somit auch nicht die Existenz und den besonderen Schutz von Lazarettschiffen an. Die Sowjets hatten auch keine Lazarettschiffe. Stattdessen transportierten sie ihre Verwundeten und Kranken mit dem ab, was man eben gerade so hatte. Die Deutschen hingegen verfügten neben den Lazarettschiffen auch noch über spezielle Verwundetentransporter. War nichts davon verfügbar, transportierten narürlich auch die Deutschen und deren Verbündete ihre Verwundeten und Kranken mit dem, was gerade greifbar war, Siebelfähren zB. Worin nun unterschieden sich die Lazarettschiffe von den Verwundetentransportschiffen? Allein schon äußerlich waren sie nicht als besondere Schiffe gekennzeichnet. Sie trugen Tarnfarben und kein Rotes Kreuz. Außerdem waren sie bewaffnet und zwar nicht nur Symbolisch. Auch der Transport von militärischen gerät war möglich und vorgesehen. Anders als die Lazarettschiffe verfügten sie über keinerlei OP Möglichkeiten wohl aber alles für die Erstbehandlung und Versorgung der Verwundeten und Kranken. Als die Front im Nordosten ebenfalls zurückwich und die Aktivitäten der Roten Luftwaffe und der Balktischen Rotbannerflotte in der Ostsee zunahmen, setzte man auch dort neben echten Lazarettschiffen auch vermehrt bewaffnete Verwundetentransporter ein. Gegen Kriegsende wurden dann in der Ostsee auf ALLEN diesen Schiffen neben Verwundeten und Kranken auch zivile Flüchtlinge aus dem Osten in Sicherheit gebracht.

  • Hype um Carola RaketeDatum03.07.2019 12:31
    Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Ein italienischer Ermittlungsrichter hob den Hausarrest gegen die 31-Jährige wieder auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstagabend berichtete. Italiens Innenminister Matteo Salvini erklärte, Rackete solle wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit des Landes verwiesen werden.
    "Da hat die Kapitänin Carola Rackete scheinbar mehr Zustimmung in Deutschland " Meinte eine deutsche Zeitung in einem Kommentar zum Freispruch von Carola Rackete, Kapitänin der Sea Watch 3. Hat sie? Zumindest kommen ihre Fans in Presse, Funk und Fernsehen so oft zu Worte, dass man es meinen könnte. Ebenso also, wie in der Flüchtlingspolitik. Gegner kommen kaum zu Worte und werden an den Rand, meist rechten, gedrückt! Die Frau ist keine Verbrecherin aber ihr Engagement im Mittelmeer macht sie zum Handlanger für Menschenhändler, Schlepper und Nepper - kurz, zur Komplizin der Flüchtlingsindustrie!
    Die von Böhmermann gesammelten Spendengelder werden sicher wieder "nutzbringend" für ein neues Boot ausgegeben. Noch ist unklar, ob die Italiener die "Sea Watch 3" wieder frei geben oder beschlagnahmen.
    Als Frau Rakete Lampedusa trotz Verbots anlief, berief sie sich auf das Nathafenrecht. Allerdings gilt das Nothafenrecht nur, soweit tatsächlich eine Notlage an Bord besteht. Die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und Medizin kann auch auf hoher See erfolgen. Im Fall der „Sea-Watch 3“ hatte Italien bereits elf Passagiere an Land gelassen, unter ihnen Schwangere und Kinder. Deshalb hatte auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg in der vergangenen Woche einen Antrag von Rackete und mehreren Personen auf der „Sea-Watch 3“ abgelehnt, Italien zur Öffnung eines Hafens zu zwingen. Die Richter sahen keine akute Notlage für die Passagiere. Die Argumentation Racketes, dass sie doch nicht warten könne, bis aus jedem einzelnen Passagier ein Notfall geworden sei, spielt rein rechtlich keine Rolle.
    Salvini hatte am Wochenende von einer „kriminellen Handlung“ und einem „Kriegsakt“ gesprochen. Da die Guardia di Finanza auch für die Sicherung der Seewege zuständig sei, gelte das Boot rechtlich als Kriegsschiff.
    Von einem kriegerischen Akt zu sprechen, wenn Frau Rackete das andere Schiff offenbar nicht absichtlich berührt hat, ist meiner Ansicht nach Quatsch. Stimmt aber es ist ebenso Quatsch von Seenotrettung zu reden, statt das Kind beim Namen zu nennen: Ein Shuttleverkehr ist das und sonst nichts!

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Am 9. September 1947 schlug die "Siegerjustiz" mal wieder erbarmungslos zu! In der Zeit vom 18. August bis zum 9. September 1947 wurde der Prozess (United States of America v. Otto Skorzeny et al.) gegen Skorzeny und neun weitere Angeklagte als Teil der Dachauer Prozesse geführt.
    Von den vier Anklagepunkten war „missbräuchliche Benutzung alliierter Uniformen“ die schwerwiegenste Anklage und zum Erstaunen wurden die Angeklagten aller Anklagepunkte FREIGESPROCHEN.
    Der Grund lag in der Natur der zur Anklage gebrachten Punkte, ähnlich wie die Vorwürfe gegen Dönitz. Die Handlungen und Befehle der Angeklagten unterschieden sich durch nichts von denen ihrer Gegenspieler, was von verantwortlicher Stelle auch unumwunden zugegeben wurde. So haben Commandos in deutscher Teiluniform versucht Rommels Hauptqurtier hochzunehmen. Erst danach gestatte auch Rommel deutscherseits solche Unternehmungen in seinem Befehlsbereich. Dönitz rettet das den Kopf (Aussage von Nimitz), Skorzeny eine Verurteilung vor einem alliierten Kriegsgericht, die vermutlich auch am Galgen geendet hätte.
    Allerdings wurde er der deutschen Gerichtsbarkeit übergeben, der er sich aber durch Flucht entziehen konnte.
    Worum ging es beim „missbräuchliche Benutzung alliierter Uniformen“. Gemeint war damit Skorzenys Rolle während der Ardennenoffensive.
    Skorzeny stellte für das geplante "Unternehmen Greif" ein ´Spezialkommando zusammen. Dieses Kommando unterstand der Abwehr II und lief unter "z.b.V". Sie fanden ihr Pendant in den alliierten "Commands" und bestanden ausschließlich aus Freiwilligen. Sie hatten nichts mit Dirlewangers z.b.V. zu tun.
    Dazu bediente er sich Soldaten, die vormals in den USA gelebt hatten und später (sie oder ihre Eltern) dem Ruf "Heim ins Reich" gefolgt waren und Sprache und Gewohnheiten der US Soldaten kannten. Wer dennoch Sprachprobleme hatte, bekam zum Beispiel einen entsprechenden Kopfverband verpasst, der sprechen unmöglich machte. Um möglichst autentisch zu wirken trugen sie eine sogenannte "Volltarnung", was nichts anderes bedeutete, als dass sie die gegnerische Uniform und deren Waffen und Ausrüstungen trugen.
    Unternehmen "Greif" kam aber nicht mehr in vollem Umfang zum tragen und nur wenige Soldaten sickerten durch die brüchige amerikanische Front. Dort aber richteten sie mächtig Verwirrung aus und töteten einige US Soldaten.
    Zehn dieser wenigen wurden erwischt und standrechtlich erschossen.
    Der Schock saß bei den Amis dennoch tief, sollte gerüchteweise sogar Eisenhover ermordet werden und sie sannen auf Rache. Der gegen Scorzeny angestrebte Prozess sollte ihre Rache befriedigen, ging aber salopp gesagt in die Hose. Die Rache der Sieger fiel aus!
    Wing Commander Edward Yeo-Thomas, selber Agent und Mitglied der "Commands" sagte vor Gericht aus, er und seine Leute hätten sich der gleichen Methoden bedient, wie Skorzeny und seine Leute.
    Aber auch die Haager Landkriegsordnung machte den alliierten Richtern einen Strich durch die Rechnung. Artikel 31 von 1907 und Artikel 24.
    Die Hager Landkriegsordnung verbietet grundsätzlich das Tragen gegnerischer Uniformen, wenn in ihnen auch Kampfhandlungen vorgenommen werden. DAS galt und gilt als Kriegsverbrechen! Das Tragen als Kriegslist hingegen wird Toleriert! Man spricht auch von einer Halbtarnung.
    Das heißt, die Uniform des Gegners wird nur zu seiner Täuschung eingesetzt um seine Linien zu durchqueren. Kommt es aber zum Kampf, wird diese durch die eigene Uniform ersetzt und die Soldaten sind somit als Gegner auszumachen.
    Auch gibt es einen Passus, der es verbietet, solche Soldaten, sollte ihnen die Rückkehr zu den eigenen Linien gelingen, hinterher für ihre Aktion zu bestrafen - solange sie sich dabei keiner Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Auch das Töten feindlicher Soldaten statt, sie gefangen zu nehmen, liefe den Einsatzdoktrien zuwider, so der Auftrag nicht darin bestand, Gefangene zu machen! Somit handelte es sich dabei nicht um ein Kriegsverbrechen.
    Übrigens galt das Tragen gegnerischer Uniformen schon in den Befreiungskriegen nicht mehr als unschicklich und wurde von Clausewitz ausdrücklich als Kriegslist und "Hülfsmittel" in seine Aufsätze aufgenommen, ebenso wie das sich Auflösen von militärischen Einheiten, die sich zerstreuen, ihre Waffen und Uniformen verstecken und sich als harmlose Zivilisten verkleiden (tarnen) sollten (Clausewitz)
    Die wohl bekannteste Truppe dieser Art waren die "Brandenburger". Es soll sogar den Fall gegeben haben, dass falsche Deutsche, also Russsen in deutscher Uniform, auf falsche Sowjets, also Deutsche in Uniformen der Roten Armee, trafen. Die falschen Russen durchschauten die falschen Deutschen zuerst! Geschehen an der Tores (Torez) Brücke in der Ukraine beim Ort Slowjansk. Bei diesen Deutchen handelte es sich entweder um "Beutedeutsche" oder auch "Rucksackdeutsche" (Volksdeutsche), sowjetische Deserteure oder Kollaborateure.
    Das erste Unternehmen dieser Art führten die Deutschen schon vor Kriegsbeginn mit der Besetzung des Jablunka Passes durch. Der erste reguläre Kommandoverband wurde am 15. Oktober 1939 als Baulehrkompanie z.b.V. auf dem Truppenübungsplatz Bruck aufgestellt. Am 10. Januar 1940 wurden aus den inzwischen 2 Kompanien das Baulehrbataillion z.b.V. 800. Der Bataillionsstab, die Stabskompanie und die 2. Kompanie lagen in Brandenburg. Kurzerhand fasste man dann alle Einheiten unter dem Sammelbegriff "Brandebwurger" zusammen.
    Aber an dieser Stelle auf die Brandenburger einzugehen würde den Ramen meines kleinen Beitrages sprengen. Eigentlich ging es mir auch nur um das Tragen der gegnerischen Uniform und wie das gehandhabt wurde. Übrigens gab es neben der Volltarnung und der Halbtarnung noch die Mischtarnung. Bei der Mischtarnung trug ein Teil der Mannschaft eine Volltarnung, während der andere Teil die gegnerische (also eigene) Uniform trug und Gefangene mimte, die es galt nach hinten zu bringen!
    Für Skorzeny und seine Mirangeklagten galt in diesem Falle: Ende gut, alles gut!

  • Uranmunition und der Irakkrieg.Datum06.06.2019 11:06
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Die Ereignisse über die ich hier berichten möchte liegen nun auch schon dast 30 bzw 16 Jahre zurück, haben aber bis zum heutigen tag Auswirkungen auf die betroffene Zivilbevölkerung aber auch auf viele Soldaten der UN Mission von 1991 und der "Koalition der Willigen" von 2003.
    Dies "Koalition" enstand auf Initiative der USA und Großbritanniens und umfaßte zu Beginn 43 Staaten und richtete sich gegen "Die Achse des Bösen".
    Historisch interessierte Leser werden jetzt wissen, von welchen Ereignissen und seinen Folgen ich hier schreiben möchte. Den zwei Golfkriegen der USA! Der Erste Golfkrieg (nicht jener der auch oft als der 1. bezeichnet wird, Irak gegen Iran), sondern der, welcher unter dem maßgeblichen Druck der USA ein UNO Mandat erhielt und zur Befreiung des vom Irak besetzten Kuweit führte. An ihm beteiligten sich 29 Nationen.
    Der zweite Golfkrieg hingegen, jener, der auf gefälschte Spionageberichte beruhte, war einzig ein von den USA angezettelter und mit einer eher kleinen Anzahl verbündeter Staaten (Koalition der Willigen) geführter Angriffskrieg. Gemeinsam war beiden Kriegen, dass ein Bush den Oberbefehl und die Präsidentschaft inne hatte.
    Im 1. Golfkrieg, bekant unter "Dessert Storm" (Wüsten Sturm) war es George Herbert Walker Bush. 41 US Präsident und im 2. dann sein Sohn als 43. Präsident der USA George W. Bush.
    Nun möchte ich hier eigentlich weniger über die Hintergründe und Verläufe der Kriege, die eigentlich eher Feldzügen glichen schreiben, als vielmehr über einen einzigen aber dafür um so brisanteren Aspekt: Uranmunition, auch DU-Munition (von englisch depleted uranium), ist panzerbrechende Munition, deren Projektile abgereichertes Uran enthalten. Aber auch in Panzerstahl verbaut wurde um dessen Widerstandkraft gegen Beschuß zu erhöhen.
    Für Interessenten sei angemerkt, dass schon die Wehrmacht mit solcher Munition experimentierte. Zum Glück gingen die Rohstoffe aus und die Versuche wurden eingstellt, sonst müßten wir uns noch heute mit solcher Munition und ihren Folgen rumplagen.
    Solche Probleme hatten/haben die USA und mindestens weitere 21 Staaten auf dieser Welt bis heute anscheindnd nicht. Nachweislich wurde diese Art der Munition in bisher 5 Kriegen/Feldzügen eingesetzt.
    Allein der Begriff Uran kling für jeden schon mal gefährlich und man denkt unweigerlich an Atombomben und Strahlung. "Abgereichert" wirkt da nicht wirklich bruhigend. Trifft ein solches Geschoß ein hartes Ziel, wird der den harten Kern ummantelnde Uranmantel durch die Wucht des Aufschlages, förmlich zerbröselt und verteilt sich als Feinstaub in der Luft oder/und lagert sich dann ab, wo er später dann wieder aufgewirbelt und eingeatmet werden kann. Die Teile sind dann kleiner als 5 Mikrometer, also in etwa der Aschepartikel im Zigarettenrauch und können mühelos in jede Lunge eindringen, wo sie sich dann einlagern und anreichern.
    Im 1. Golfkrieg verschossen die alliierten Streitkräfte (oder nur die der USA?) zwischen 300 und 800 Tonnen dieser Munition. Bis heute gibt es zehntausende Opfer dieser Uranvergiftungen und tausende Missgeburten. Auch US Soldaten waren/sind durch Unachtsamkeit, Leichtsinn oder Unwissenheit davon betroffen.
    "Dessert Storm" dauerte fünf Wochen Luft- und 100 Tage Bodenkrieg.
    Im 2. Golfkrieg, an ihm nahmen aus der "Koalition der Willigen" dann aber nur die Briten aktiv teil, wurden allein auf Bagdad rund 200 Tonnen dieser Munition verfeuert.
    Welche Wirkung hatte diese Uranmunition denn nun, dass die Amerikaner meinten, nicht darauf verzichten zu können? Nun, die Geschosse, abgefeuert aus Panzerkanonen (Pz M1A1) aber auch Haubitzen (M198) entfalteten noch auf großer Entfernung eine enorme Durchschlagskraft. Schon auf einer Entfernung von 3.800 Meter eröffneten die US Panzer (Pz M1A1 Abrahms) das Feuer und bekämpften erfolgreich den irakischen Standartpanzer, den T-72. Im Minutentakt flogen irakische Panzer bei Tag und bei Nacht in die Luft. So gut wie jeder Schuß zerstörte einen Panzer. Die Iraker waren völlig schutz und wehrlos!
    Es wird berichtet, ein britischer Challanger habe sogar auf gut 5.000 Meter einen irakischen Panzer zerstört.
    In beiden Kriegen kann man die Zahl der getöteten und verwundeten alliierten Soldaten mit wenigen hundert(gefallenen) und einigen wenigen tausend (verwundeten) beziffern. Nach dem Ende des 2. Golfkrieges fiehlen mehr alliierte Soldaten als während beider Kriege zusammen. Die Zahl der getöteten und verwundeten irakischen Soldaten geht in die zehntausende, die der Zivilist nach Schätzungen bis über 500.000 und "dank" der Uranmunition und den unsicheren politschen Verhältnissen im Irak geht das Sterben dort noch weiter!

  • HitlermühleDatum15.05.2019 10:17
    Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Die "Hitlermühle" war das "Schlüsselgerät 41", der Nachfolger der legendären aber von den Alliierten geknackten "Enigma"! "Mühle" deswegen, weil sich auf der rechten Seite (von vorne) der 13 Kilo schweren Maschine eine Kurbel befand. Diese "Funktionskurbel" musste nach jedem Tastenanschlage einmal gedreht werden! https://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselger%C3%A4t_41

  • Der letzte deutsche U-Bootkommandant...Datum15.05.2019 10:13
    Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    ...Reinhard Herdegen verstarb am 9. Juni 2018 in Bremen. Bis zu seinem Tod war er der älteste noch lebende U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine und außerdem der letzte lebende Ritterkreuzträger der Kriegsmarine. https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Hardegen

  • Thema von Waldi44 im Forum 2. Weltkrieg

    Wie ein "Glühwürmchen" verglühte - der Untergang der "Glowworm".
    Als seinerzeit die "Admiral Hipper" im Zuge der "Weserübung"* nach Trondheim fuhr, kam es am Morgen des 8. April mit dem britischen Zerstörer Glowworm zu einem fast unbekannten aber denkwürdigem Gefecht mit dem britischen Zerstörer Glowworm, der den Anschluß an seinen Verband verloren hatte.
    Die "Glowworm" war Bestandteil eine britischen Flottenverbandes, der in Norwegischen Gewässern Minen legen sollte. Deckname des Unternemens lautete "Wilfrid" und sollte am 8. April mit dem Schlachtkreuzer "Renown" und vier Zertörern stattfinden. In rauer See bis zu Windstärke 9 ging am 6. April, man war erst vor kurzem ausgelaufen, ein Mann der Besatzung über Bord. Das Schiff stoppte und machte kehrt um den Mann zu retten. Da man sofort eine Rettungsboje hinterher geworfen hatte, fand man ihn auch relativ schnell und konnte ihn wieder an Bord nehmen.
    Dennoch verlor die "Glowworm" den Anschluß an ihren eigenen Flottenverband. Dafür traf sie nach längerem umherirren am Morgen des 8. April auf den deutschen Zerstörer "Bernd von Arnim", der ebenfalls den Kontakt zu seinem Flottenverband verloren hatte. Beide Schiffe lieferten sich ein Gefecht und der deutsche Zerstörer rief über Funk um Hilfe.
    Auf der "Hipper" hatte man sowohl das ferne Grollen der Geschütze gehört, als auch um 09:22 Uhr den Hilferuf empfangen und sofort kehrt gemacht.
    Zuerst hielt man den Zerstörer für einen Kanadier, ehe man ihn als die "Glowworm" ausmachte. Außerdem hielt man ihn für einen sogenannten "Fühlungshalter" eines größeren Verbandes.
    Um 9:50 Uhr gesellte sich zu dem Geschützdonner auch noch das Blitzen der Mündungsfeuer der Zerstörer. Aber wieder kam es zu einer Verwechslung: Die "Glowworm" hielt die Hipper für die "Renown" und wollte sich in ihren Schutz begeben und die "Bernd von Arnim" auch und eröffnete auf die "Hipper" das Feuer. Zum Glück trafen ihre Granaten nicht aber auch die der dann auf die "Glowworm" das Feuer eröffnende "Hipper" trafen nicht.
    In 30 Minuten verschoß die "Admiral Hipper"31 203 mm Granaten, wobei die erste Salve (8 Granaten), abgefeuert um 09:57 Uhr zwar deckend lagen aber nichts trafen. "Deckend" heißt, die Granaten gingen links und rechts oder hinten und vorne vorbei! Das geschieht durch die Streuung.
    Hinzu kamen 130 Schuß der 105 mm Mittelartillerie und 288 Schuß der Flak.
    Bei der zweiten Salve wurde durch einen Doppeltreffer die Brücke des Zerstörers zerschmettert. Zudem die Feuerleiteinrichtung, so dass die vier Geschütze selbständig ohne Feuerleitung schossen. Später fiel eines von ihnen aus.
    Schlußendlich nebelte sich die "Glowworm" ein und rauchte schwarz. Die "Hipper" fuhr in die Nebelsuppe rein und entdeckte den Zerstörer, der einen Ruderschaden hatte. Die Gefahr für die "Hipper" war sehr groß, hatte der Zerstörer doch noch seine Torpedos** (von denen er erfolglos schon zwei (drei) abgeschossen hatte) und beide Schiffe standen sich so nahe, dass ein Ausweichen für die "Hipper" unmöglich war.
    Es mußte schnell gehandelt werden, eher die "Glowworm" sich in Schußposition gedreht hatte!
    Viel Zeit zum Treffen einer Entscheidung blieb nicht. Der Kapitän der "Hipper" sah die einzige Chance darin, den Zerstörer zu rammen. Hier unterscheidet sich mein kleiner Beitrag von Wiki. Dort wird behauptet, die "Glowworm" hätte versucht die "Hipper" zu rammen. Meine Quelle hingegen behauptet das Gegenteil. Jedenfalls kam die "Hipper" nicht schnell und weit genug herum und statt die "Glowworm" mit dem Bug zu rammen, rammte sie den Zerstörer mit der rechten Vorderseite, was zu einem 40 m langen Riss und über 500 t Wassereinbuch führte. Das war genau um 10:13 Uhr.
    35*** (40) Mann der wenig später explodierten (wiki spricht von gekenterten) "Glowworm" wurden gerettet und die Hipper nahm wieder Kurs auf Trondheim!
    Anmerkung: Während der Operation Weserübung verschlechterte sich das Wetter und es gab Strumböen bis zu Windstärke neun. Dafür waren viele der an dem Unternehmen beteiligten Schiffe und Boote nicht vorgesehen bzw eigentlich auch ungeeignet. Gerade die Zerstörer hatten erheblich Probleme und etliche Soldaten und Seeleute, sowie einiges an Gerät, ging über Bord. Deutscherseits wurden keinerlei Rettungsmaßnahmen eingeleitet, weil eine Rettung sinnlos und zeitrauben erschien und wohl auch war. Die "Glowworm" tat es und wir sehen, was ihr passierte!

    * Beim „Unternehmen Weserübung“ war der Kreuzer Führungsschiff der Gruppe 2, die Gebirgsjäger in Trondheim landen sollte. Mit den Zerstörern Paul Jacobi, Theodor Riedel, Bruno Heinemann und Friedrich Eckoldt nahm die Admiral Hipper am 6. April 1940 in Cuxhaven 1.200 Mann vom Gebirgsjäger-Regiment 138 an Bord.
    ** Zwei Abschußvorrichtungen mit je 5 553 mm Torpedos
    *** 145 Mann Besatzung
    Die Zahlenangaben schwanken von Quelle zu Quelle und wie man sehen kann, auch der beschriebene Ablauf

  • Die Brigade DirlewangerDatum28.03.2019 09:48
    Thema von Waldi44 im Forum Die SS und Waffen SS

    Die Idee zu einer "Wildschützeneinheit" kam Himmler, der sie Hitler vortrug und dieser dann als Befehl an Himmler zurück gab. Von ende März 40 bis mitte Mai 41 dauerten die Formalitäten, bis die ersten gut 50 Mann ausgewählt waren und zur Aufstellung ins KZ (KL) Oranienburg überstellt wurden.
    Gleichzeitig wurde der mehrfach vorbestrafte Dr. Dirlewanger (Landfriedensbruch, vollendete und versuchte Vergewaltigung und Veruntreuung zu Zuchthaus und Schutzhaft verurteilt.), der sich zwischenzeitlich, 1936 - 1939, bei der Legion Condor" bewährt" hatte und auf Betreiben seines alte Freundes und Kampfgefährten aus der sogenannten "Kampfzeit", Gottlob Berger ( Chefs des SS-Hauptamtes ), im Mai als wehrwürdig befunden, in die Waffen SS übernommen und zum Chef der "Wilddiebeinheit Oranienburg", die bald schon (01. Sep. 1940) seinen Namen trug; „SS-Sonderkommando Dirlewanger“ ernannt.
    Um genügend "Wilddiebe" zu bekommen, wurden die Anforderungen an diese Soldaten auf Bewährung kontinuierlich herabgeschraubt, bis man auch von Wilddieben auf Räuber, Mörder und Vergewaltiger, von denen ja Dirlewanger auch einer war, zurückgriff. Am Ende sogar auf politische Gefangene, die aber in Scharen der Mörderbande den Rücken zuwandten und zu den Russen flohen, wo sie wider Erwarten nicht allesamt erschossen wurden.
    Übrigens handelte es sich bei den Wilddieben nur um diejenigen, die mit Schußwaffen wilderten, nicht weil man gegen Schlingenwilddiebe eine besondere Abneigung gehabt hätte, sondern weil diese Wilddiebe ursprünglich zu einer Scharfschützeneinheit formiert und auf einzelne Wehrmachts- bzw SS- truppenteile aufgeteilt werden sollten.
    Anfänglich wurde diese Einheit nur zur Bewachung von Arbeitsjuden im Distrikt Lublin in Polen eingesetzt. Aber schon dabei zeigte sich, welche "Qalitäten" diese Männer außer der Wilddieberei noch hatten. Schon hier fiehlen sie durch ihre Brutalität und ihre Übergriffe sogar der SS auf, die daraufhin Untersuchungen wegen Mord an Juden(!), Diebstahl, Raub, Schwarzhandel, Korruption, Misshandlungen, Vergewaltigung aufnahmen und selbst Dirlewanger wurde darüber hinaus des rassenschänderisches Verhältnis' bezichtigt.
    Gottlob Berger verhinderte weitere Ermittlungen und zog Dirlewanger mit seiner Truppe aus der juristischen Feuerlinie um sie in die des Partisanenkampfes in Weißrußland zu schicken. Hängen blieb natürlich der schlechte Ruf Dirlewangers und seiner Einheit und die Erinnerung an ihn, die ihn erst viel Später in der französischen Gefangenschaft einholen sollte.
    Hier in Weißrußland konnte sich Dr. Dirlewanger nach herzenslust austoben: an den vermeindlichen oder echten Partisanen und natürlich auch an seinen eigenen Leuten! Selbstverständlich gehört auf einen "groben Klotz ein grober Keil" aber bei Dirlewanger regierte die Peitsche (auch mit und ohne Bock, mit Peitsche oder Knüppel und war nichts dergleichen zur Hand, die Faust oder Fußtritte), der Stehbunker oder das Erschießungskommando. Dirlewanger hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Donnerstag irgendwelche Menschen aufzuhängen. Polen, Weißrussen oder als Gerichtsurteil auch seine eigenen Leute. Wer hing war ihm egal. Oft trat er selbst die Stühle oder Schemel unter den Füßen seiner Opfer weg. Dafür hat ihm Himmler sogar Sondervollmachten eingeräumt, jenseits aller Militärgerichtsbarkeit!
    Ausgenommen davon waren lediglich offiziell von der SS und Wehrmacht zur Bewährung überstellte Militärpersonen. Diese mußten zur Aburteilung vor ein ordentliches Gericht gestellt werden.
    Das Sonderkommando, mauserte sich im Laufe der Zeit bis zur Division, wobei sie personell ständig unterbesetzt war, da der Nachschub mit den Verlusten nicht schritthalten konnte. Neben Deutschen gab es auch noch Russenkompanien mit mehreren hundert Mann und 1944 auch noch zwischen 400 und 800 Turkmenen. Dirlewanger selbst war Mitglied der SS und seine Unterführer auch und führte seine Einheit anfänglich kurzzeitig als Obersturmführer (Oberleutnant) und schon wenig später als Haupsturmführer (Hauptmann). Die Einheit unterstand der SS, obwohl viele, anfangs sogar die allermeisten, nicht der SS angehörten. Außer Dirlewanger und sein Führungsstab trugen alle SS Uniformen ohne Rangabzeichen und ohne SS Runen an den schwarzen Kragenspiegeln aber mit Hoheitsadler an der rechten Brustseite.
    Erst im Januar 1943 bekam die Einheit eigene Kragenspiegel - zwei gekreuzte Gewehre über einer liegenden Handgranate (nicht, wie manchmal geschrieben steht: ein mit einer Handgranate gekreuztes Gewehr!). Als aus der Sturmbrigade Dirlewanger Ende Februar 1945 die 36. Waffen-Grenadier-Division der SS geformt wurde, wurden sie abgeändert - nun kreuzten sich zwei Stielhandgranaten. Das wird von den Neonazis im Osten gerne getragen (T-Shirts).
    Allein das Tragen der SS Uniform macht ihren Träger nicht automatisch zum SS Mitglied, wie Himmler selbst persönlich schriftlich feststellte. Der Stab bestand aus festen SS Männern aber wurde gelegentlich auch durch "rehabilitierte" Bewährungssoldaten ergänzt. Diese wurden befördert und erhielten ihre alten Dienstgrade zurück und damit ihre Rangabzeichen.
    Mitunter forderte Dirlewanger neben Verstärkung an Soldaten auch Unterführer an. Diese wurden ihm zeitweilig vom SS Wachbataillion aus Sachsenhausen oder anderen SS Einheiten leihweise gestellt.
    In der Regel wurden die Führer der größeren Einheiten (Bataillion) durch Dirlewanger bestimmt und diese suchten sich dann ihre eigenen Unterführer (Kompanie, Zug) aus. Gekennzeichnet wurden diese Führer durch Armbänder. In der Regel wurden ehemalige Offiziere der Waffen SS oder der Wehrmacht dazu ernannt. Fehlten diese, eben irgendwer. Überhaupt hatten die "Dirlewangers" der ersten Stunde so gut wie keinerlei militärische Erfahrung und Kenntnisse und auch die dann später folgenden kriminellen KZler nicht. Gestern noch in Mauthausen Steine gekloppt, fanden sich einige vier Wochen später in Polen oder Weißrußland, von den Nazis als Weißruthenien bezeichnet, wieder.
    Als Himmler nach dem 20. Juli auch Kommandierender des Ersatzheeres wurde, öffnete er für Dirlewanger die Militärgefängnisse der Wehrmacht (Anklam* und Glatz**) und der SS (Danzig-Matzkau***) und schickte vorbestrafte Wehrmachtsangehörige und SSler zur Bewährung zu ihm.
    Während der Kämpfe lagen die Verluste zeitweilig bei fast bis zu 80% des Kampfbestandes. Rücksichtslos ließ er und seine Unterführer auch dort angreifen, wo jeder Menschenverstand es verbot. Entsprechend hoch waren die Verluste. Die SS Unterführer trieben ihre Soldaten mit vorgehaltener Waffe und Fußtritten zum Angriff. Dabei achteten sie aber immer darauf, nie vor ihnen zu sein. Mancher von ihnen kam im Gefecht nicht durch Feindeinwirkung ums Leben. Dennoch blieb das die Ausnahme - man sah sich eben vor!
    Ab mitte - ende 44 änderte sich die Struktur der Einheit und es kamen immer mehr politische Gefangene zu ihr. Damit stieg zwar die ethische Moral der Truppe aber ihr ohnehin immer fragwürdiger Kampfwert sank weiter! Bei den Kämpfen in Ungarn desertierten die Soldaten gleich zu hunderten ohne aber bei den Sowjets auf die erhoffte Gegenliebe zu stoßen. Zwar wurden die allermeisten nicht erschossen aber auch nicht besser (weil man sich als politisch Verfolgter und Nazigegner betrachtete) oder anders behandelt als jeder andere Kriegsgefangene. Damit aber immerhin besser, als man es ihnen von Seiten Dirlewangers prophezeit hatte.
    Militärisch betrachtet hatte die Einheit kaum einen Wert. Ihre "Leistungen" bezogen sich meist auf Mord, Raub, Plünderung und einen besonderen Namen machte sie sich bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes 1944. Obwohl die Heimatarmee vom OKW als kriegsführende Macht anerkannt wurde, metztelten die "Dirlewangers" sie meist einfach nieder, ähnlich wie ihre Kollegen von Kaminski. Auch hier wurde die Brigade noch vor Beendigung der Operation auf Wunsch anderer Kommandeure abgezogen und zur Partisanenbekämpfung in die Slovakei verlegt.
    Jede dieser Verlegungen war von umfangreichen Auffüllmaßnahmen begleitet, da die Einheit in den vorrangegangenen Kämpfen, aus den oben geschilderten Gründen, stets hohe Verluste hatte. In den KZ wurden die Gefangenen durch Arbeit vernichtet, bei Dirlewanger durch Feindfeuer. Auch deshalb wurde es immer schwieriger für Nachschub aus den Lagern zu sorgen. Freiwillige waren sowieso nur die allerwenigsten und die Gefangenen wußten sehr genau, was ihnen bei Dirlewanger blühte, denn hin und wieder wurden "Dirlewanger" in die Lager zurück geschickt und konnten über diese Truppe Bericht ablegen - so sie lange genug ihre Rückkehr überlebten.
    Am 14. Februar 1944 schließlich wurde die inzwischen zur Sturmbrigade umbenannte Einheit, auf Befehl Hitlers in die 36. Waffen-Grenadier der SS umbenannt und aufgestockt (6.000 Mann). Da sie aber nie ihre volle Sollstärke erreichte, wurde sie auch nur als Kampfgruppe und nicht als Division geführt. Diese Aufstellung geschah in Cottbus und die ersten Einsätze erfolgten an der Neiße. Ein kurzzeitiges Abflauen der Kämpfe mitte März 44 nutzte Oberführer**** Dr. Oskar Dirlewanger um sich von seiner Einheit zu einem Erholungs- (Genesungs-) urlaub abzumelden (5. März 1945) , den er dann in französischer Gefangenschaft im Allgäu beendete. Die Einheit selber wurde in dieser Zeit von SS-Brigadeführer Schmedes geführt. Manche sprechen auch davon, er sei wegen Überforderung als Divisionskommandeur abgelöst worden. Dann wäre es ihm so ergangen wie seinem Chef Himmler als Kommandeur der Heeresgruppe Weichsel.
    Südlich von Berlin erlebte die Kampfgruppe dann die Einschließung im Kessel von Halbe und den anschließenden Ausbruch in Richtung Westen. Zu diesem Zeitpunkt war sie weder eine Division, noch eine Kampfgruppe, sondern ein fliehender Haufen geschlagener demoralisierter Soldaten, die nur noch ein Ziel kannten - Flucht zu den Westalliierten!
    Ihr eigentlicher Chef Dirlewanger hatte sich inzwischen ins Allgäu abgesetzt. Am 22. April 1945, also noch VOR der Kapitulation wechselte er seine Uniform gegen Zivilkleidung. Ein ehemaliger KZ Häftlinge erkannte ihn aber und schon am 7. Mai, geriet er in französische Gefangenschaft. Dort blieb er bis zum 7. Juni am Leben, bis ihn dort (Altshausen, damals Kreis Saulgau in Württemberg) polnische Wachsoldaten des Nachts erschlugen! Zum Glück ist man fast gehalten zu sagen, denn die deutsche Nachkriegsjustiz hätte ihn mit einer nur geringen Strafe laufen gelassen ("Von 35 bei der Justiz in den 1960er Jahren eingeleiteten Strafverfahren führte nur eines zur Anklage und zur Verurteilung, und zwar von vier ehemaligen Sondereinheitsangehörigen, wegen der Beteiligung an Straftaten gegenüber jüdischen Arbeitslagerhäftlingen.").
    Dem Gerücht, Dirlewanger sei lebend entkommen, wie so viele seiner Kollegen, bereitete eine Exhumierung in den 60er Jahren ein Ende!


    * Zuständig für die Wehrkreise I, II und XX, der Marinestation Ostsee sowie aus den Luftgauen I und XI sowie auf die Heeresgruppe Nord und das Feldheer in Skandinavien und Nordosteuropa.
    ** Bis 1938 diente die Festung als justiz Haftanstalt. Danach, aber noch vor dem Zweiten Weltkrieg, wurde die Glatzer Festung zu einem Wehrmachtsgefängnis umgewandelt.
    *** Das Strafvollzugslager der SS und Polizei in Danzig-Matzkau war ein deutsches Strafgefangenenlager bei Danzig. Es unterstand der Waffen-SS nund war für Angehörige des SS- und Polizeidienstes bestimmt, denen Disziplinarvergehen vorgeworfen wurden. Am 20. September 1944 wurden 1.500 Insassen aus Danzig-Matzkau zur Niederschlagung des Warschauer Aufstands abkommandiert. Die Insassen kamen zum SS-Regiment Dirlewanger.
    **** Rangmäßig zwischen dem SS-Standartenführer bzw. dem Oberst und dem SS-Brigadeführer bzw. den Generalsrängen einzuordnen. Dieser SS-Dienstgrad hatte keine militärische Entsprechung. Hier entsprach dieser Dienstgrad dem eines dienstälteren Oberst, der berechtigt war, die silbergrauen Aufschläge und die Aluminium-Mützen-Paspelierung eines Generals zu tragen, obwohl er aber noch die Schulterstücke eines Obersten aufwies

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