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 Habt ihr das gewusst?
Waldi44 Offline




Beiträge: 558

06.06.2021 13:14
Deutschland und Namibia heute Antworten

Deutschland und Namibia heute
In einer Regierungspressekonferenz vom 10. Juli 2015 hat die deutsche Bundesregierung im Namen Dr. Martin Schäfers (Sprecher des Auswärtigen Amtes) den Krieg gegen die Herero mittlerweile als Völkermord eingestuft.
Von den ursprünglich 60.000 bis 80.000 Herero überlebten nur etwa 16.000, genaue Opferzahlen sind jedoch umstritten. Auch die Hälfte der rund 20.000 Menschen zählenden Bevölkerungsgruppe der Nama, die im Oktober 1904 ebenfalls gegen die deutschen Kolonialherren aufbegehrten, fielen der Vernichtungspolitik zum Opfer.
Namibia ist aufgrund des großen Flächenanteils der Namib nur sehr dünn besiedelt. Das Land hat etwa 2,3 Millionen Einwohner. 18 Prozent der Bevölkerung leben unter der namibischen Armutsgrenze (Stand November 2016), gegenüber 28,7 Prozent 2009. Namibia hat eine stabile parlamentarische Demokratie.
In Namibia, Botswana und Angola leben heute wieder bis zu 120.000 Menschen vom Volk der Herero. Deutschland betreibt seit der Unabhängigkeit Namibias eine verstärkte Entwicklungszusammenarbeit. Namibia war 1990 als letztes afrikanisches Land nach einem fast 25 Jahre andauernden Freiheitskampf gegen die Mandatsmacht Südafrika unabhängig geworden. Seit 1990 belaufen sich die Hilfszahlungen Deutschlands an das Land auf über 700 Millionen Euro. 2013/2014 erhält das Land 77,7 Millionen Euro. Zudem unterhält Deutschland enge politisch-kulturelle Beziehungen zu Namibia.
Rund 20.000 Menschen in Namibia zählen noch heute zur deutschsprachigen Gemeinschaft, von denen in ihren Familien auch viele zivile Opfer durch den Hereroaufstand zu beklagen hatten, denn gerade zu Beginn des Aufstandes, der für die Deutschen völlig überraschend kam, wurden viele Farmen deutscher Siedler überfallen und ihre Bewohner ermordet - darüber aber schweigt des Sängers Höflichkeit.....
1915 dann, im Zuge des 1. WK, wurden die indigenen Einwohner von südafrikanischen Truppen des britischen Empire, vom deutschen Kolonialjoch befreit und 1920 stellte der Völkerbund Namibia unter südafrikanisches Mandat – faktisch als südafrikanische Kolonie –, das seine eigenen Gesetze, wie die zur Apartheid, in Namibia einführte.
Die Einheimischen fühlten sich unter den Südafrikanern so wohl, daß sie einen Guerillakrieg gegen die als Besatzungsmacht empfundene Mandatsmach Südafrika zu führen begannen und der dann 1994 mit der Unabhängigkeit Namibias endete.
Die namibische Wirtschaft ist stark durch die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau (Uran, Gold, Silber und unedle Metalle) geprägt und nun ratet mal wer der Nutznießer dieses natürlichen Reichtums war? Richtig Südafrika und da finde ich es mehr als gerecht, wenn auch die ihren Anteil an der Wiedergutmachung übernehmen würden. Schließlich haben sie das Land über Jahrzehnte ausgebeutet und die einheimische Bevölkerung brutal unterdrückt.
Forderungen danach werden aber keine gestellt. Vermutlich fürchtet man um die gut nachbarlichen Beziehungen, während Deutschland für sie quasi auf dem Mond liegt.....

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