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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 230 mal aufgerufen
 Spitznamen und kuriose Bezeichnungen
Waldi44 Offline




Beiträge: 504

01.10.2012 15:27
RE: Fliegende Kalaschnikow antworten

Der Begriff für ein Flugzeug war mir völlig neu und so wird es wohl einigen Lesern gehen.
Gemeint ist damit die Mig 21.
"Die Mikojan-Gurewitsch MiG-21 ( NATO-Codename: Fishbed) ist ein in der Sowjetunion entwickelter einstrahliger Abfangjäger. 1959 in Dienst gestellt, wurde die MiG-21 in den Luftstreitkräften von mehr als 50 Staaten eingeführt und in vielen Varianten in Lizenz gefertigt. In der Volksrepublik China wurden bis Mitte der 1990er Jahre MiG-21-Varianten unter der Bezeichnung J-7 produziert. Insgesamt gab es rund 15 verschiedene Versionen der MiG-21. Die MiG-21 ist mit rund 10.300 Exemplaren eines der seit dem Zweiten Weltkrieg meistgebauten Kampfflugzeuge der Welt."
Abgesehen davon, dass die Kalaschnikow nicht fliegen kann, es sei denn als Wurfgeschoss , kann man diese beiden Waffen tatsächlich irgendwie miteinander vergleichen, denn beide sind: Robust und unverwüstlich und WELTWEIT vertreten und produziert. Beider Vielfalt und Variantenreichtum ist schier unüberblickbar. Flugzeug und Handfeuerwaffe waren das Rückrat der Armeen des Warschauer Packtes und der jungen Nationalstaaten, die sich in ihrer politischen Entwicklung moskauwärts gewandt hatten. Allein die DDR verfügte über 550 (557) Mig 21 in sechs Versionen und 11 Varianten und nach der "Wende" flog sie sogar in der Bundesluftwaffe. Von diesen gingen insgesamt 126 verloren und 54 Piloten fanden dabei den Tod. 1990 wurden 14 Lasur und 27 SAU in den Bundeswehrbestand übernommen und 1992/93 ausgemustert.
Im Vietnamkrieg stand dieses Flugzeug im direkten Kampf gegen die Phantom F 4 mit einer Chance von 3:1 und in den Nahostkriegen flog die Maschine gegen Israel, so sie denn nicht schon vorher am Boden zerstört worden waren.



Mig 21

steffen04 Offline



Beiträge: 49

09.10.2012 16:02
#2 RE: Fliegende Kalaschnikow antworten

Schlägt sich immer noch wacker, den Text hab ich im Panzerforum geklaut:

Von Anfang an stand der Flug der F-117A mit der Nummer 806 unter keinem guten Stern. Ein für Rußland arbeitender französischer Offizier bei der NATO verriet Moskau den Flugplan und das Angriffsziel. Diese wichtigen Informationen wurden rechtzeitig von den Russen nach Belgrad übermittelt, so daß die Jugoslawen einen speziellen Abfangkomplex aufbauen konnten. Inwieweit sie dabei russische Hilfe erhielten, ist noch ungeklärt Der Abfangkomplex bestand aus drei P-12-Radarstationen sowjetischer Bauart, die für das Entdecken von Stealthflugzeugen speziell modifiziert wurden, aus Fla-Raketen und MiG-21-Jagdflugzeugen.

Zur Ortung der F-117 wurde der Umstand genutzt, daß die Stealthfähigkeit der F-117A nur zum Teil auf radarabsorbieren den Materialien beruht, ein großer Teil der auftreffenden Radarenergie jedoch in eine andere, der aussendenden Radarstation abgewandten Seite, reflektiert wird. Die Radaranlagen der Jugoslawen wurden so um das bekannte Angriffsziel der F-117A - das Militärtestzentrum in Nikinici - postiert, daß jede Station die vom Bomber reflektierten Radarwellen der anderen Stationen auffangen konnte.

Als sich die 806 am Abend des 27. März 1999 pünktlich ihrem Flugplan folgend dem Ziel näherte, wurde sie vom Radar erfaßt, und eine bereits im Raum Budjanovici kreisende MiG-21 erhielt den Befehl, sie abzufangen. Durch die Bodenkontrolle wurde die MiG so nah an die Nighthawk herangeführt, daß die F-117 visuell entdeckt und identifiziert werden konnte Hierbei scheinen die Dunstigen meteorologischen Bedingungen der Nacht (nach serbischen Quellen war eine gute Sicht bei fast Vollmond und geringer Bewölkung) eine große Hilfe gewesen zu sein. Nach erstem Augenschein wurde der F-117-Pilot vom Angriff der MiG-21 vollkommen überrascht. Die MiG konnte sich unbemerkt von hinten nähern und zwei Raketen abfeuern, wahrscheinlich R-60 (AA-8 Aphid), von denen eine das linke Triebwerk der F-117 traf. Danach attackierte die MiG ihr Ziel mit der Kanone. Die F-117 versuchte, dem Angriff mit einer steilen Sturzflugkurve zu entgehen, wurde dabei jedoch vom Feuerleitradar einer Fla-Raketen-Batterie erfaßt. Die Jugoslawen starteten daraufhin eine Rakete, die die F-117 vernichtete. Über den Typ der eingesetzten Boden-Luft-Rakete gibt es unterschiedliche Angaben. Es könnte sich um eine Kub/SA-6 Gainfull oder eine Newa/SA-3 Goa gehandelt haben.

Das Wrack des Nighthawk schlug rund 7 km von Nilinici entfernt, nahe des Städtchens Budjanovici auf, während sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten konnte. In einer riskanten Aktion konnte er im Laufe der Nacht von einem amerikanischen Combat Rescue Team gerettet werden, wobei sich der hohe Leistungsstand dieser Spezialeinheit zeigte. Die Rettung des F-117-Piloten bewies, daß das System der NATO zur Rettung abgeschossener Piloten auch in schwerverteidigten Gebieten funktioniert.

Der Verlust der 806 am 27. März 1999 war der erste und einzige, den die F-117A-Verbande bisher im Kampf verzeichnen mußten. Er kam durch eine Verkettung mehrerer Faktoren zustande, zeigt aber auch, daß die F-117 nicht unverwundbar ist. Sobald sie von einem Jäger, selbst einer veralteten MiG-21, gestellt wird, hat sie kaum eine Überlebenschance.

Es sei auch noch darauf hingewiesen, daß die zum Abschuß der F-117 eingesetzten Waffen der Technologie der 60er und 70er Jahre entsprechen. Es stellt sich somit die Frage, wie sich die F-117 gegen wirklich moderne Radarsysteme und Waffen zu behaupten vermag.

Übernommen aus der Fliegerrevue 10/2004



In Syrien fliegen die Dinger auch noch, manchmal auch davon: http://www.spiegel.de/politik/ausland/sy...n-a-840174.html

Waldi44 Offline




Beiträge: 504

10.10.2012 11:17
#3 RE: Fliegende Kalaschnikow antworten

[quote]Gepostet von steffen04
Schlägt sich immer noch wacker, den Text hab ich im Panzerforum geklaut:

In solchen Fällen ist es wichtig, IMMER die Quelle zu nennen um keinen "Guttenberg" zu landen!

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