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 Ostfeldzug
Waldi44 Offline




Beiträge: 500

29.05.2010 15:23
RE: Die Armee Wenck antworten

Der letzte Entsatzversuch einer deutschen Armee für Berlin scheiterte Ende April. Diese Armee ist als "Hitlers letzte Hoffnung" unter dem Namen "Armee Wenck", benannt nach General Wenck, in die Geschichte eingegangen.
Die 12. Armee, die Armee "Wenck" also, sollte in den letzten Kriegstagen Berlin entsetzen, doch Hitler wartete vergeblich.
Keitel antwortet aus Rheinsberg auf Hitlers Frage nach Entsetzung der Reichshauptstadt telegrafisch: "Spitze Wenck liegt südlich Schwielow-See fest. 12. Armee kann daher Angriff auf Berlin nicht fortsetzen. 9. Armee mit Masse eingeschlossen. Korps Holste in Abwehr gedrängt "Hier Spitze Wenk: Wenck liegt südlich Schwielow-See fest. 12. Armee kann daher Angriff auf Berlin nicht fortsetzen."
In der 12. Armee kämpften Einheiten des letzten Aufgebotes, vor allem Panzerdivisionen;"Clausewitz"*, "Schlageter" und "Ferdinand von Schill" .
Befehlsgemäß traten die Divisionen der Armee Wenck, zumeist aus 16- oder 17-jährigen "Soldaten" zusammengewürfelt, in der letzten Aprilwoche zum letzten deutschen Großangriff des Zweiten Weltkriegs an. Bis in den Raum Potsdam stieß die Armee vor, dann entschied General Wenck, die Jugendlichen nicht in der Schlacht um Berlin zu opfern.

Bei Beelitz warteten seine Truppen auf den Durchbruch der Überlebenden der Kesselschlacht von Halbe. Nur wenige tausend Mann (20.000 von rd. 200.000) kamen durch...
Am Morgen des 1. Mai gelang Südlich von Beelitz die Vereinigung der beiden Armeen. Etwa 30.000 Menschen, darunter mindestens 5.000 Flüchtlinge, wurden von den Truppen des Generals Wenck aufgenommen und nach Westen geschafft. Ein Durchbruch nach Berlin war jedoch nicht mehr möglich.
General Wenck sah seine wichtigste Aufgabe nun darin, die etwa 100.000 Mann seiner Armee, die 25.000 Mann der 9. Armee, die Soldaten aus dem Verteidigungsbereich Potsdam sowie unzählige Verwundete und Flüchtlinge an die Elbe und dort in die amerikanisch besetzte Zone zu bringen. In Verhandlungen lehnten es die Amerikaner jedoch ab, Zivilisten über die Elbe zu lassen. Gemeinsam mit den Resten der 9. Armee setzte sich die Armee Wenck in Richtung Elbe ab. Hitlers letzte Befehle aus dem Führerbunker, den Belagerungsring zu durchbrechen und Berlin zu entsetzen, wurden von Wenck ignoriert, lieber handelte er mit den Amerikanern eine Übergabe aus. 118.000 zumeist sehr junge Soldaten entgingen so in letzter Minute dem Marsch in Stalins Gulag oder dem Tod auf dem Schlachtfeld.

Als die Wenck mit den Amerikanern über die Kapitulation verhandelte, zeigten die sich nicht sehr begeistert. Gefangene hatten sie selbst genug und es drohte ärger mit den Russen. Dennoch liess man die über 100.000 Mann unter russischem Beschuss über die Elbe! Tausende Zivilisten, darunter viele Frauen in Militärkleidung folgten ihnen. Ettliche davon wurden später wieder zurück geschickt....

Weihnachten 1947 kehrte Wenck aus der Kriegsgefangenschaft zurück und arbeitete seit September 1948 in einer kaufmännischen Hilfstätigkeit. Er war sogar vorgesehen nach dem Aufbau der Bundeswehr als Generalinspekteuran an ihre Spitze zu treten. Was letztlich wieder verworfen wurde.

*Die Clausewitz wurde bei Stadensen, Nettelkamp und Fallersleben am 16.04.1945 zerschlagen.
Reste brachen zur 11.Armee die im Harz stand durch.
Was übrig blieb zog sich über die Elbe zurück und sammelte im rückwertigen Raum der 3.PzA.
nur die Reste des PzK kamen zur 12.Armee und wurden dort wieder aufgefrischt.
In die "Schlacht" um Berlin griff die Div.bzw. deren Reste nicht ein.

[ Editiert von Administrator Waldi44 am 29.05.10 15:24 ]

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