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 Ostfeldzug
Waldi44 Offline




Beiträge: 496

22.11.2010 16:28
RE: Die stalinschen Säuberungen - ein deutscher Plan? antworten

Wahrscheinlich Ende 1936 hatten Hitler und Himmler einen Plan zur Lähmung der Roten Armee ausgeheckt. Im Auftrage Heydrichs war vom SS-Sicherheitsdienst im März 1937 eine 32 Seiten umfassende Akte hergestellt worden, die eine fingierte Korrespondenz zwischen Offizieren des deutschen Heeres und dem sowjetischen Marschall, Stabschef und stellvertretenden Kriegsmimster (1931-1937) Michael Tu-chatschewski enthielt, wobei die Unterschriften der deutschen Militärs von Bank­schecks und Tuchatschewskis Unterschrift von Schreiben aus der Zeit der Zusam­menarbeit der Reichswehr mit der Roten Armee kopiert worden waren. Ein ge­fälschter Tuchatschewski-Brief erweckte den Eindruck, daß Tuchatschewski für Deutschland spioniere. Hitler ließ das Material dem NKWD zuspielen, der es mitte Mai Stalin zur Verfügung stellte und ihm eine Handhabe lieferte, die ihm unliebsa­men Generale der Roten Armee unter Anklage zu stellen und liquidieren zu lassen. Schon im Mai 1937 begannen die Verhaftungen und Erschießungen Vgl. dazu Con-quest, Robert, in "Der Spitzel", Nr. 7 vom 8.2.1971. Nach sowjetischen Berechnun­gen fielen der »Säuberung« zum Opfer: 3 von den 5 Marschällen. 14 von den 16 Ar­mee-Befehlshabern l und II Ranges, 8 von den 8 Admiralen l und II Ranges. 60 von den 67 Kommandierenden Generalen. 136 von den 199 Divisionskommandeu­ren und 221 von den 397 Brigadekommandeuren. Alle 11 stellvertretenden Verteidi­gungskommissare und 75 der 80 Mitglieder des Obersten Kriegsrates wurden ent­fernt. Darüber hinaus wurden rund 35000 Offiziere unterer Range, ungefähr die Hälfte des gesamten Offizierskorps, erschossen oder inhaftiert.

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