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  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Offiziell hiessen sie Wehrmachthelferinen.

    Mehr als eine halbe Million Frauen waren für kürzere oder längere Zeit Wehrmachthelferinnen. Über die Hälfte von ihnen meldete sich freiwillig, die anderen waren notdienstverpflichtet oder kriegshilfsdienstpflichtig. Sie zählten wie die hilfswilligen Kriegsgefangenen (siehe „Hilfswilliger“) zum sogenannten Behelfspersonal. Die Frauen wurden nicht nur im Reich eingesetzt, sondern zu einem kleinen Teil auch in besetzten Gebieten, so im Generalgouvernement, in Frankreich, später auch in Jugoslawien, Griechenland und im verbündeten Rumänien, als Stabshelferinnen[2]. Sie leisteten militärische Hilfsdienste, waren militärischen Vorgesetzten unterstellt und arbeiteten unter den Bestimmungen des Militärrechts.
    In den letzten Kriegsjahren wurden Helferinnen auch als Soldatinnen, obwohl nie als solche bezeichnet, verwendet. So dienten im August 1944 bei der Flugabwehrtruppe der Luftwaffe 660.000 reguläre männliche Soldaten sowie 450.000 Frauen („Flakbehelfspersonal“). Die Scheinwerfer-Batterien der Flaks wurden meist von Frauen bedient.
    1945 wurden Flakhelferinnen Handfeuerwaffen zur Selbstverteidigung erlaubt.
    Es ist unbekannt, wie viele Wehrmachthelferinnen in Ausübung ihres Dienstes starben oder in Kriegsgefangenschaft gerieten.

    Wehrmachtshelferinnen





    "Blitzmädel" ist die Geschichte der Nachrichtenhelferinnen, die sich voller Idealismus freiwillig zum "Dienst an der Waffe" meldeten. Es war ihr Schicksal, irregeführt, missbraucht und geopfert zu werden. Stellvertretend für diese "Blitzmädel" stehen Monika Hofer und Susanne Singer, die noch im Frühjahr 1945 dem Ruf an die Front folgen. Sie kommen in einem wahren Vorhof der Hölle. Hans Hellmut Kirst hat dieses tragische Kapitel deutscher Vergangenheit mit Einfühlungsgabe, Genauigkeit und einem unnachahmlichen Sinn für Komik nachgezeichnet. Umnik. Mit "Blitzmädel" setzt Hans Hellmut Kirst, einer der erfolgreichen deutschen Autoren der Nachkriegszeit, seine Chronik des Zweiten Weltkriegs in Romanen fort.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Zig Milliarden Euro fließen als Entwicklungshilfe nach Afrika - aber wird das Geld sinnvoll verwendet? Die Buchautorin Linda Polman ist skeptisch. Im Interview erläutert sie, wie gut gemeinte Hilfe die Prostitution fördert und wie korrupte Machthaber Spenden missbrauchen.

    Ab welchem Punkt schadet die Hilfe den Opfern mehr, als dass sie Leiden lindert? Wenn die Täter stärker profitieren als die Guten, ist es nicht immer die beste Option, zu bleiben.
    ..................
    Für Somalia stellte die Uno Monitoring Group im März fest, dass die Hälfte der Nahrungsmittelhilfe des Welternährungsprogramms in den Taschen der Warlords, ihrer Geschäftspartner sowie lokaler Mitarbeiter landete. In Zahlen: Mehr als 200 Millionen Dollar pro Jahr verschwanden.


    Spenden finanzieren Kriege

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Immer wieder wird die Frage gestellt, wieso Italien zu Kriegsbeginn plötzlich die Seiten gewechselt hatte. Ich denke diese Frage hiermit ausreichend beantworten zu können: Wegen der Irredentisten!
    Irredentisten sind mitnichten Irre Zahnärzte, wie man vielleicht meinen könnte, sondern die Anhänger einer Ideologie, die auf die Zusammenführung möglichst aller Vertreter einer bestimmten Ethnie in einem einheitlichen Staat hinzielt, in der Regel durch Annexion von Gebieten anderer Staaten. Im Besonderen ist damit oft der italienische Irredentismus gemeint. Das beanspruchte Gebiet im Ausland wird (die) „Irredenta“ genannt.
    Unter Irredentismus wird die panitalienische Bewegung im Zuge der 1861 vollzogenen Einigung Italiens nach dem Risorgimento verstanden, die darauf abzielte, alle Gebiete, die ganz oder teilweise mit einer italienischsprachigen Bevölkerung bewohnt waren, in den neuen italienischen Staat einzugliedern (insbes. das Trentino, Dalmatien und Istrien). Im Trentino wohnte eine kleine deutsche Bevölkerungsminderheit. Istrien und Dalmatien wurden vor allem auf dem Land mehrheitlich von Kroaten besiedelt und befanden sich noch unter der Herrschaft Österreich-Ungarns.

    Als der 1. Weltkrieg ausbrach gehörte Italien vertraglich zum Dreibund aber entgegen allen vorher getroffenen Vereinbarungen erklärte Italien sich plötzlich für neutral. Das führte natürlich zu regen diplomatischen Tätigkeiten sowohl auf Seiten der Mittelmächte als auch der Entente. Diese Verhandlungen wurden unter dem Einfluss der Irredentisten geführt, denen die Entente auf Kosten Österreichs Ungarn die von ihnen erstrebten Gebiete Trentino, Dalmatien und Istrien versprach und Hoffnung auf weitere Gebietsanschlüsse machte.
    Daraufhin verliess Italien seine "neutrale" Position und schloss sich der Entente an. Vorerst gab es nur einen Geheimvertrag, in dem sich Italien verpflichtete einen Monat nach Unterzeichnung (26. April 1915 in London), dem Krieg an der Seite der Entent beizutreten.
    Am 23. Mai 1915 erklärte Italien Österreich den Krieg und am 24. Mai fielen in den Dolomiten die ersten Kanonenschüsse an dieser Front.
    Die sich dann anschliessenden Kämpfe hatten zwar wenig Einfluss auf das Gesamtgeschehen, banden aber wertvolle Kräfte der Mittelmächte, verbrauchten die ohnehin knappen Resourcen und kosteten einigen hunderttausend Soldaten auf beiden Seiten Leben und Gesundheit. Die Italiener führten am Insonzo (Beginn der 1. Schlacht am 23. Juni 1915) 11 erfolglose Offensiven gegen die deutschösterreichischen Truppen um einen Geländegewinn von nur 12 Kilometern zu erzielen. Allein dabei verloren sie über 300.000 Mann an Gefallenen und rund 700.000 Verwundete und wurden ihrerseits in nur einer einzigen Offensive (der12. Isonzoschlacht) in nur 6 Tagen um 150 Km bis zur Piave zurückgedrängt. Dabei verloren die Österreich Ungarischen Truppen lediglich 70.000 Mann und konnten nur durch den Einsatz von je 6 britischen und französischen Divisionen gestoppt werden.
    Vor der letzten Offensive hatte die italienische Armee 1,3 Millionen Mann unter Waffen, nach der Schlacht verfügte sie gerade noch über 500.000 einsatzbereite Soldaten.
    Die 12 Isonzoschlachten

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Seit Anfang Dezember liegt Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der Antrag des Kroaten Gojko Bosnjak vor, dem ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito den höchsten deutschen Orden, die Sonderstufe des Großkreuzes, postum abzuerkennen. Angesichts all dessen, was in den letzten Jahren über den ehemaligen Partisanenführer und Kommunisten Tito bekannt wurde und bei der Verleihung 1974 auch bereits bekannt war, mag es verwundern, dass erst ein Kroate kommen muss, um auf diesen bedenklichen Umstand hinzuweisen. Doch damals stand Tito hoch in der Gunst der westdeutschen SPD. Bundeskanzler Willy Brandt soll Tito stets voller Respekt empfangen haben und der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann (SPD) hat Tito höchstpersönlich mit dem Ausnahme-Orden geehrt.
    Doch neben den bekannten Massakern mit Zehntausenden Toten, für die Tito die Verantwortung trägt, und zahlreichen Vertreibungsverbrechen hat de Maizière auch urdeutsche Gründe, um Bosnjaks Wunsch zu entsprechen. So liegen der Bundesanwaltschaft zahlreiche Hinweise zu 22 Morden an Exilkroaten der Jahre 1970 bis 1989 vor, die vom Geheimdienst SDS des 1980 verstorbenen Präsidenten in Auftrag gegeben wurden. Einige Morde soll Tito sogar persönlich angeordnet haben. Doch bis heute wurden weder die Täter noch ihre Auftraggeber bestraft. Zwar liegt beispielsweise ein Haftbefehl gegen Josip Perkovic vor, der im Auftrag des SDS Regimegegner im Exil eliminieren ließ, aber Zagreb liefert den im Ruhestand lebenden ehemaligen Berater des kroatischen Verteidigungsministers, dessen Sohn Alexander Sicherheitsberater des sozialdemokratischen Präsidenten Ivo Josipovic ist, nicht aus.
    Eine Aberkennung des deutschen Ordens könnte ein Zeichen für die Opfer und ihre Angehörigen, aber auch eines an Zagreb sein.

    Mörder, nicht Held

  • Thema von Waldi44 im Forum 1. Weltkrieg



    Charles Fryatt, seines Zeichens britischer Dampferkapitän wurde am 27. Juli 1916, nach einem deutschen Gerichtsurteil, als Franktireur (jemanden, der, ohne als Angehöriger einer Streitmacht kenntlich zu sein, sich an Kampfhandlungen beteiligt) des Meeres in Bruges, Belgien, hingerichtet. Ein Name und ein Ereignis, dass kaum bekannt sein dürfte, damals aber einigen Staub aufwirbelte.
    Charles Fryatt hatte als Kapitän des Great Eastern Railway steamship "Brussels" ein deutsches U-Boot (U-33) angegriffen, indem er versuchte es zu rammen. Vorausgegangen war ein allgemeiner Befehl der britischen Admiralität im Notfall eben dies zu versuchen.
    Das deutsche U- Boot floh und Fryatt erhielt für seine mutige Tat einen Orden und vom Schiffseigner eine wertvolle Golduhr als Auszeichnung.
    Besagter Zwischenfall ereignete sich am 28. März 1915
    Am 23. June 1916 wurde das Schiff von Charles Fryatt dann von deutschen Zertörern und Torbedobooten vor Zeebrügge gestoppt und festgesetzt. Er und seine Besatzung kam nach erst nach Berlin in ein Gefangenenlager und Fryatt später zur Hinrichtung nach Belgien. Das Kriegsgerichtsurteil wurde vom Kaiser selbst bestätigt.

    War das Urteil gerechtfertigt oder war es, wie das Ausland behauptete Mord?
    U-33 war aufgetaucht und forderte nach den Regeln des Kreuzerkrieges die Besatzung auf das Schiff zu verlassen. Man liess keinen Zweifel am weiteren Vorgehen. Die "Brussels" war ein Zivilschiff und Fryatt Zivilist. Somit war er kein Kämpfer. Dennoch griff er das U- Boot überraschend an, also hinterhältig, wie es ihm auch zur Last gelegt wurde mildert wurde hingegen Churchills Befehl sich zu verteidigen gewertet, den die Deutschen im Februar 1915 auf dem britischen Frachter "Ben Cruachan" (Ben-Linien) als Kopie gefunden hatten. Worin aber bestand diese "Milderung"?
    Allerdings stellt sich die Frage ob U-33 nicht zu leichfertig gehandelt hatte oder nichts von besagtem Befehl wusste?

    Nach dem Friedensschluss wurde sein Leichnam nach England überführt und dort feierlich beigesetzt. Er bekam auch ein Denkmal in der Liverpool Straße in London.

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Heinz Wilhelm Guderian (* 17. Juni 1888 in Kulm, Westpreußen; † 14. Mai 1954 in Schwangau bei Füssen) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1940 Generaloberst), Kommandeur größerer Panzerverbände und in der Endphase des Zweiten Weltkrieges zeitweilig Chef des Generalstabes des Heeres.

    Guderian gilt für Deutschland als Erfinder der Panzertruppe als selbstständiger Truppengattung und war maßgeblich an der Entwicklung der modernen Konzepte „Gefecht der verbundenen Waffen“ und „Führung von vorne“ beteiligt.

    Scherzhaft wurde er als „schneller Heinz“, „Heinz Brausewind“ oder „Panzeradmiral“ bezeichnet.

    Nach einem Streit mit Hitler über die Lage an den Fronten wurde er am 28. März 1945 entlassen und geriet am 10. Mai des Jahres in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

    Am 17. Juni 1948 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Nach Angaben des britischen Geheimdienstes gehörte er 1950 zur „Bruderschaft“, einer Vereinigung von Altnazis um den ehemaligen Gauleiter Karl Kaufmann, die die Bundesrepublik Deutschland unterwandern wollten.

    Bis zu seinem Tod arbeitete er als Schriftsteller und Berater für das Amt Blank. In dieser Zeit schrieb er „Erinnerungen eines Soldaten“.

    Die Grabstätte der Familie Guderian befindet sich auf dem Friedhof der Stadt Goslar.

    Der Schnelle Heinz

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Es gab zwei Divisionen, die den Beinamen "Gespensterdivision" hatten. Oft kommt es zu Verwechslungen dieser Einheiten. Hier nun die genaue Erklärung zu dieser Einheit bzw Einheiten.

    1. Die 7.PD. Sie erwarb den Beinamen im Frankreichfeldzug, als sie unter dem Kommando von Rommel einige erfolgreiche Durchbruche machte und immer dort auftauchte, wo sie vom Gegner nicht erwartet wurde.
    Die 7. Panzer Division wurde am 18. Oktober 1939 in Gera aufgestellt. Das endgültige Ende der Division, nachdem sie 1943 schon einmal am Don fast vollständig vernichtet worden war, war die Kapitulation vor britischen Truppen bei Schwerin im Mai 1945.



    2. Die 11.PD. Sie hatte als Divisionsabzeichen das in den vorigen Threads erwähnte Gespenst.
    Aufstellung der Division im September 1940 in Neuhammer. Einsätze in Serbien 1941. Im Russlandfeldzug 1941 um Ostrog-Berditschew, bei der Schließung des Wjasma-Kessels und Vorstoß zwanzig Kilometer vor Moskau Im April 1944 erfolgte überraschend der Transport der 11. Panzer-Division, mitten aus den Kampfhandlungen des Rückzuges in Russland heraus, nach Frankreich.
    Die 11.PD war bei Kriegsende von Thüringen (Raum Jena) aus in Richtung Bayern angesetzt und hat dort kapituliert.



    Übrigens sollte man diese "Gespensterdivisionen" nicht mit jenen verwechseln, die vornehmlich gegen Kriegsende "aufgestellt" wurden und nur im Geiste derjenigen rumgeisterten, die sie gerne noch hätten. Also jene Divisionen die es nicht mehr gab oder nie gegeben hatte! Sie nannte man auch "Geister" - und nicht "Gespensterdivisionen" - zumwisat jedenfalls !

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Neben den beiden bekannten deutschen Grosskampfschiffen, der "Goeben" und der "Breslau" gab es auch eine U-bootflottille im Mittelmeer.
    Am 9. Nov. 1918 - wagten die vierzehn verbliebenen Boote der U-Boot-Flottille im Mittelmeer schließlich den Durchbruch in die Heimat. Als an jenem 9.November 1918, Phillip Scheidemann vom Balkon des Reichstages die Republik verkündete, passierten die U- Boote die Strasse von Gibraltar. U 34 ( 9. November 1918 nahe Gibraltar. U 34 hatte 124 Schiffe versenkt) ging verloren und UB 50 (Oberleutnant zur See Heinrich Kukat) versenkte vor Kap Trafalgar das letzte Schiff der Royal Navy in diesem Krieg, das 16.350 BRT große alte Linienschiff (auch Schlachtschiff genannt) HMS Brittania . Insgesamt versenkte UB 50 38 Schiffe mit 97.284 tons. 7 weitere Schiffe wurden schwer beschädigt 25.172 tons.

    Besonders erfolgreich und es gilt bis heute als das erfolgreichste U-Boot der Welt, war das im Frühjahr 1915 in das Mittelmeer verlegte deutsche U-Boot SM U 35* unter Korvettenkapitän Waldemar Kophamel. U 35 zusammen mit SM U 34 verlegten in die österreich-ungarische Marinebasis Cattaro zur Flottille Pola. Allein bei dieser Fahrt konnten drei Handelsschiffe mit insgesamt 4.067 BRT versenkt werden. Bei weiteren zwei Feindfahrten wurden 15 Handelsschiffe mit 59.409 BRT versenkt.
    Ende Oktober 1915 werden zehn türkische Offiziere und Kriegsmaterial übernommen und in Bardia an der Libyschen Küste abgesetzt. Einige Tage später, am 5. November 1915 wird östlich im ägyptischen Hafen Sollum der englische Frachter TARA(1.862 BRT) versenkt und die beiden ägyptischen Küstenschutz-Dampfer NUHR-EL-BAHR und ABBAS durch Geschützfeuer versenkt.
    Am nächsten Tag beschießt SM U 35 noch die Hafenbefestigungen von Sollum.
    Unter einem anderen Kapitän, am 18. November 1915 übernahm Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Perière das Kommando, wurden auf 15 weitere Feindfahrten, vor allem im Mittelmeerraum, 189 Handelsschiffe mit insgesamt 446.708 BRT versenkt. Das sind wie ich meine tatsächlich unerreichte Zahlen!
    Am 29. Februar 1916 wurde das britische Kanonenboot Primula mit 1.250 t und am 2. Oktober 1916 das französische Kanonenboot Rigel mit 1250 t versenkt.
    Die 14. Feindfahrt unter de la Perrière, die bis heute als die erfolgreichste gilt, die ein U-Boot jemals abschloss. Sie dauerte vom 26. Juli bis zum 20. August 1916. Auf ihr konnten 54 Handelsschiffe mit 90.350 BRT versenkt werden.
    Am 4. Oktober 1916 versenkte U 35 südwestlich der Insel San Pietro vor Sardinien den französische Truppentransporter Gallia (14.966 BRT)**, wobei 600 Menschen /Soldaten umkamen.
    Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges im November 1918 wurde U 35 am 26. November 1918 nach England überführt und zwischen 1919 und 1920 in Blyth abgewrackt auch UB 50 und weitere Boote endeten auf ähnlicher weise früher oder später - UB 50 1922....


    *SMU = Seiner Majestät Unterseeboot
    *Die Gallia war ein 1913 in Dienst gestellter Passagierdampfer der französischen Reederei Compagnie de Navigation Sud-Atlantique, der ab dem 16. Mai 1916 als Truppentransporter für die französische Marine im Ersten Weltkrieg diente.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    ..einen reichlich gefüllter Gabentisch wünsche ich allen 8 (Acht:rolleyes Forumsmitgliedern und an allen, die sich lesenderweise, das sind auch schon ettliche, hier aufgehalten haben!
    Vielleicht kann ich nächstes Jahr an dieser Stelle etwas mehr Mitglieder schöne Feiertage wünschen - die Hoffnung stirb zuletzt!

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    „Hitler und die Deutschen – Volksgemeinschaft und Verbrechen“, so der Titel einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum zu Berlin, die voraussichtlich noch bis März besichtigt werden kann. Das Interesse an der Ausstellung ist beachtlich. Doch was geht in den Köpfen der Betrachter vor?



    Ausstellung

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Tsutomu Yamaguchis war der einzige Mensch, der sowohl in Hiroshima als auch in Nagasaki war, als die USA ihre Atombomben abwarfen - und beides überlebte. Erst jetzt ist er gestorben.

    Tokio. In Tsutomu Yamaguchi habe Japan "einen der wichtigsten Zeugen dieser Zeit verloren", erklärte der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, am Mittwoch. "Seine schmerzhafte Erfahrung, die beiden Bombardierungen von Hiroshima und Nagasaki erlitten zu haben, wird weiterhin die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen." Yamaguchi starb demnach am Montag in Nagasaki an Magenkrebs.

    Yamaguchi ist nach offiziellen Angaben der einzige Mensch, der beide Atombomben überlebte. Der Ingenieur befand sich am 6. August 1945 in Hiroshima, als die USA dort die erste Atombombe der Geschichte abwarfen.

    Mit schweren Brandverletzungen kehrte Yamaguchi zwei Tage später zu seiner Familie nach Nagasaki zurück, wo die US-Luftwaffe am 9. August 1945 eine weitere Atombombe zündete. Beide Male befand sich Yamaguchi nahe am Zentrum der Detonation.

    Durch die beiden Bomben kamen 140.000 Menschen in Hiroshima und 75.000 Menschen in Nagasaki sofort oder in den Folgemonaten ums Leben.

    Tod mit 93

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Bei Gustav Sichelschmidt, ein übler Tintenklekser (Nach Einschätzung des Verfassungsschutz des Landes Schleswig-Holsteins sind seine Werke als NS-verherrlichend und revisionistisch einzustufen) aus dem "patriotisch" gesinnten Arndt Verlag habe ich was interessantes gefunden. Er, Sichelschmidt, meinte wohl etwas besonders schlimmes über die heutigen Deutschen gefunden zu haben und zitierte den englischen Historicker A.J.P Taylor*:
    "Zwar sind sie noch da die Deutschen, aber atomisiert, jeder für sich hinlebend, gut verdienend, fleissig und wohlgenährt. Aber sie bereiten niemanden mehr Kopfzerbrechen, sich selbst nicht und anderen nicht. Im Grunde wollen ja auch die Deutschen nicht anders als bei ihrem jetzigen Zustand bleiben, denn das Wirtschaftswunder behagt ihnen sehr"

    Na Menschenskinder ein grösseres Kompliment kann ein Ausländer, ehemaliger Kriegsgegner einem doch gar nicht machen! Gefällt euch euer jetziges Leben nicht?
    Er setzte warnend noch hinzu:"Man muss nur aufpassen, dass keiner kommt, der sie aus dem Schlaf reisst!"**
    Jaja, manche erwarten den neuen Führer als Heiland wie weiland Kaiser Rotbart aber der kam auch nicht. Und was soll dann passieren, wenn die Deutschen aus ihrem "Schlaf" gerissen werden? Wieder aufrüsten, wieder Krieg führen, wieder alles aufs Spiel setzen, so dass dann das passiert was Brecht über Karthago zu berichten wusste:"Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten."

    Immer diese Rufe und Drohungen. Erst der Ruf nach der deutschen Einheit 1870/71 (und schon vorher), dann der Ruf nach dem Platz an der Sonne, dann der Ruf: Deutschland erwache und nun immer noch die Drohung: Deutschland könne aus dem Schlaf gerissen werden - also wieder einmal erwachen!
    Deutschland ist nun ja wieder einmal wiedervereinigt worden und muss nun nur noch erwachen und dann......???



    *Nach A.J.P Taylor, dem wohl bekanntesten englischen Historiker, war der Zweite Weltkrieg war einfach ein Unfall der Geschichte. Seine bekanntesten und stark umstrittenen Werke waren: "Der Kampf um die Herrschaft in Europa", "Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges" und "Englischen Geschichte 1914-1945".

    **Kommt mir übrigens bekannt vor dieses: Deutschland erwache.... ..

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    In jeder Armee der Welt gibt es neben den Rangabzeichen eine ganze Menge Orden und Auszeichnungen, die einiges über den "Wert" ihres Trägers aussagen. In der Regel handelt es sich um Auszeichnungen, für besondere militärische Leistungen. Einige sind der kämpfenden Truppe vorbehalten, andere eher für Leute in gehobenen oder rückwärtigen Positionen. Wobei man sich mitunter schon mal wundert, wofür der eine oder andere eine bestimmte Auszeichnung erhalten hat.
    Mitunter klärt sich das dann durch den militärischen Werdegang der entsprechenden Person auf, der sie eben in verschiedene Wehrmachtsteile führte und mal von vorn nach hinten, von oben nach unten, von Land auf See und umgekehrt. Bei anderen wiederum bleiben die Gründe einer Verleihung auf ewig im Dunklen....

    Der wohl mit Abstand bekannteste deutsche Orden ist wohl das Eiserne Kreuz, eine Stiftung aus den napolionischen Befreiungskriegen, die dann zu Beginn des 2. WK von Hitler erneuert wurde. Das EK 2 gab es in zwei Stufen und beide waren voraussetzung für die Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Etwas später, ebenfalls von Hitler, wurde das "Deutsche Kreuz" ersatzweise für diejenigen gestiftet, welche die Voraussetzungen für das Ritterkreuz nicht erfüllen konnten.

    Im 1. WK wurde das EK insgesamt rund 5,5 mio mal verliehen. Im 2. WK hingegen nur rund 2,3 mio EK2 und 300.000 EK1.
    Das Deutsche Kreuz in Silber wurde weniger als 2.000 mal verliehen und das Deutsche Kreuz in Gold circa 38.000.
    Das Ritterkreuz kam 7.000 mal an den Mann bzw um den Hals , zu dem es als Steigerung später noch das Eichenlaub, die Schwerter und Brillianten gab.
    882 wurde das Eichenlaub und 160 mal die Schwerter dazu verliehen. Schlussendlich dann 27 mal die Brillianten.
    Die Träger dieser Auszeichnungen lassen sich in diversen Foren nachlesn.

    Neben diesen "alten" Orden gab es auch einige neue, wie das schon erwähnte "Deutsche Kreuz" und eben auch die neuen Stufen (Gold, Silber, Eichenlaub usw..).
    Ausserden zB. das Kriegsverdienstkreuz. Das gab es zwar schon vor 1918, wurde 1939 aber ebenfalls neu gestiftet.
    Das Kriegsverdienstkreuz wurde mit Verleihungsurkunde in einer Schatulle, für die unteren Klassen einfach mit einer Papiertüte verliehen. Die Medaille zum Kriegsverdienstkreuz sowie die II. Klasse waren Massenauszeichnungen, die Verleihungszahlen für alle Klassen betrugen:
    Kriegsverdienstkreuz II. Klasse ca. 2.700.000 mal
    Kriegsverdienstkreuz I. Klasse ca. 140.000 mal
    Ritterkreuz des KVK ca. 230 mal (davon 140 mal ohne Schwerter)
    Goldenes Ritterkreuz des KVK genau zweimal
    an Franz Hahne im Jahre 1945 (Obermeister in der Firma Rheinmetall-Altmärkische Kettenwerke)
    an Karl-Otto Saur (Hauptdienststellenleiter und Amtschef im Reichsministerium für Rüstung) (nach anderen Quellen war die Verleihung nur vorgeschlagen, konnte aber wegen des Kriegsendes nicht mehr durchgeführt werden).
    Manche Orden wurden, wie wir sehen, sehr selten verliehen, so zB das Grosskreuz des Eisernen Kreuzes, nur einmal an Hermann Göring und das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillianten, dass an Oberst Hans-Ulrich Rudel ebenfalls nur ein einziges mal verliehen wurde. Vorgesehen waren ohnehin höchstens 12 Verleihungen (kam wohl das Kriegsende dazwischen)
    Einen anderen Orden (Auszeichnung), auf den viele gerne verzichtet hätten, war das Verwundetenabzeichen. Das gab es in drei Stufen. In Schwarz wurde es rund 2,5 mio mal verliehen, in Silber 1 mio und in Gold rund 500.000 mal.

    Das ist alles natürlich nur ein kleiner Auszug!

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Ich mich auch und zwar darüber, dass man sich wundert!

    Zitat: NS-Verbrecher Adolf Eichmann, der 1960 von israelischen Agenten in Argentinien gefasst wurde, hätte nach offenbar schon viel früher verhaftet werden können. Seit 1952 wusste der BND, der damals noch Organisation Gehlen hieß, wo sich Eichmann versteckte. Das geht nach Angaben der "Bild"-Zeitung aus BND-Unterlagen hervor, die dem Blatt vorliegen.

    Auf einer BND-Karteikarte heisst es: "Standartenführer EICHMANN befindet sich nicht in Ägypten, sondern hält sich unter dem Decknamen CLEMENS in Argentinien auf. Die Adresse von E. ist beim Chefredakteur der deutschen Zeitung in Argentinien 'Der Weg' bekannt." Dieser Eintrag stamme aus dem Jahr 1952. Tatsächlich versteckte sich Eichmann, der 1961 in Jerusalem zum Tode verurteilt wurde, unter dem falschen Namen Ricardo Klement in Argentinien.

    Bild_Beitrag

    Die Historikerin Bettina Stangneth, die seit sechs Jahren für eine neues, im April erscheinendes Buch über Eichmann forscht, sagte der Zeitung: "Diese Karteikarte ist tatsächlich eine Sensation. Dass der westdeutsche Geheimdienst schon acht Jahre vor Eichmanns Verhaftung von seinem Versteck wusste, war bis heute unbekannt."

    Tja, die gute Frau sollte sich mal mit der Geschichte der Bundesrepublik beschäftigen, dann würde ihr nämlich auffallen, dass es für viele Mitbegründer dieser Republik keine "Stunde Null" gab und viele von ihnen nach kurzer Auszeit, die sie noch nicht einmal zum (um-) bzw. nachdenken benutzten ihre im 3. Reich begonnene oder aus der Weimarer Zeit geretteten Karriere in dem neuen Staat bruch- und problemlos fortsetzen konnten.
    Staatsbedienstete aller Art erhielten ihren "Persilschein", Richter, Anwälte, Polizisten auch Geheimpolizisten , Militärs.... und ich bitte euch: Die sollten nicht gewusst haben, wo ihre Kumpane abgeblieben sind? Das würde mich schon sehr wundern.
    Chef des neu gegründeten deutschen Geheimdienstes war Reinhard Gehlen. Er war General der Wehrmacht, Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) des deutschen Generalstabs, Leiter der Organisation Gehlen und erster Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) und da wundert sich die Historikerin Bettina Stangneth?

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Ein weiteres kaum bekanntes Ereigniss aus dem 2. WK!
    Am 26.03.45 brach ein kleiner US Kampfverband aus dem Brückenkopf Aschaffenburg aus, um das Kriegsgefangenenlager OFLAG XIII-B in der Nähe von Hammelburg zu befreien. Der Auftrag hierzu kam von General George S. Patton persönlich.
    Dies ist die unglaubliche Geschichte der Task Force Baum, der amerikanischen Kriegsgefangenen in Hammelburg und der deutschen Verteidiger.

    Im März 1945 war Lieutenant-General George S. Patton jr. der Kommandierende General der 3rd US Army. Er war der vielleicht beliebteste und am meisten gefeierte General seit Ulysses S. Grant dem Helden aus dem Bürgerkrieg. Viele waren der Meinung, daß seine Panzer den Krieg in Europa gewonnen hatten. Handstreichartig hatte eine seiner Divisionen in der Nacht des 22.03.45 mit kleinen Booten den Rhein überquert. Somit war Patton seinem britischen Gegenspieler Field-Marshal Montgomery wieder zuvor gekommen. Mit hohem Tempo stießen die Divisionen der 3rd US Army bis zur Main-Linie vor.
    In dieser Phase, als sich der Krieg in Europa seinem Ende neigte, erhielt die 4th US Armored Division den seltsamen Auftrag einen Kampfverband zu bilden, um etwa 80 km hinter der deutschen Front, bei Hammelburg, ein Kriegsgefangenenlager zu befreien. Einer der Gefangenen war Lieutenant Colonel John K. Waters - Pattons Schwiegersohn.
    Am Montag, den 26.03.45 wurde ein kleiner, jedoch gut ausgerüsteter Kampfverband zusammengestellt - Task Force Baum, der mit der Aufgabe betraut wurde das Unternehmen hinter den feindlichen Linien zum Erfolg zu führen. Nicht zuletzt vertraute man auf Schnelligkeit und den Überraschungseffekt. Die 4th Armored Division stieß unterdessen weiter nach Mitteldeutschland vor. Es gelang dem Kampfverband Hammelburg zu erreichen und das Lager zu befreien. Trotzdem endete das Unternehmen in einer Katastrophe und wurde für Patton zum Desaster da er aus persönlichen gründen 150 Soldaten opferte
    DAS war es, was Patton letztendlich endgültig das Genick brach!
    Er führte seinen Privatkrieg und der Gegner war nicht nur Hitler und die Deutsche Wehrmacht bzw. noch die Italiener, sondern auch Leute wie Montgomery!!
    Er wollte immer der Erste sein, immer der Beste immer der, von dem man sprach und dafür ging er auch über die Leichen seiner eigenen Soldaten!
    Das Unternehmen Hammelburg war eine Randerscheinung auf dem Kriegsschauplatz Deutschland und ohne Bedeutung für den Fortgang des Krieges in seiner letzten Phase. Dabei Pattons Motive zu enträtseln ist nicht so schwierig wie es scheint.

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Deutsch Kriegsgefangene in sowjetischem Gewahrsam.
    Ich habe die Absicht auch einen Beitrag über russische Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam zu schreiben und von der Chronologie wäre es auch richtig. Da ich aber unsere ach so patriotisch gesinnten Zeitgenossen kenne und ihren Hang deutsche Vorgehensweisen stets durch den Hinweis auf „die Anderen“ zu legitimieren, fange ich diesmal eben mit den „Anderen“ an - soll heissen mit den deutschen Kriegsgefangenen in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
    Da sich die Bedingungen der Gefangennahme und die Bedingungen der Gefangenschaft grundsätzlich von denen an der Westfront bzw. bei den westlichen Alliierten unterschieden, ziehe ich möglichst wenige Vergleiche, da sie kaum vergleichbar sind. Ebenso unvergleichbar sind die Bedingungen und Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutschen Lagern.
    Kommt die Rede auf die deutschen Kriegsgefangenen, so wird sofort an Sibirien und dem berüchtigtem Workuta gedacht. Workuta war wohl eines der härtesten und somit berüchtigsten Lager überhaupt aber bei weitem nicht das einzige.
    Das Lager gab es schon als Gulag lange vor dem Krieg, die Stadt Workuta aber erbauten deutsche Kriegsgefangene, die anschliessend oder zeitgleich in den Kohlebergwerken arbeiten mussten.
    Workuta und einige andere Lager lassen sich durchaus als „Todeslager“ bezeichnen. Dort starben Russen, Deutsche und Angehörige anderer Nationalitäten. Dennoch war der Tod der Insassen nicht Programm, sondern wurde billigend in Kauf genommen.
    Worin unterschieden sich die Gefangenen in Workuta und ähnlichen Lagern von der Masse der Kriegsgefangenen? Nun, dort waren „Kriegsverbrecher“ und russische "Konterrevolu-tionäre“ inhaftiert, später sogar Zivilisten aus der SBZ (Sowjetisch Besetzte Zone - die spätere DDR).
    Insgesamt durchliefen über 2 mio Menschen dieses Lager, dass viele tausend nicht mehr lebend verliessen. Angemerkt sei noch, dass die letzten deutschen Kriegsgefangenen 1956 dieses Lager verliessen aber viele Kollaborateure die bei den Deutschen gedient hatten oder Zivilangestellte waren, dort und in anderen Lagern noch viele Jahre ausharren mussten oder starben.
    Verlassen wir Workuta und den kalten Polarkreis und widmen uns wieder den Kriegsgefangenen allgemein.
    Bei den deutschen Kriegsgefangenen muss man so meine ich, zwei Kategorien unterscheiden.
    Erstens diejenigen, die zu Kriegsbeginn in Gefangenschaft gerieten und jene, die ab Stalingrad den bitteren Weg in die Gefangenschaft antreten mussten. Womöglich kann man noch eine dritte Gruppe hinzufügen, nämlich jene, die kurz vor Kriegsende in die Gefangenschaft kamen.
    Bleiben wir aber bei den beiden erstgenannten Gruppen.
    Viele deutsche Krieggefangene die zu Kriegsbeginn in Gefangenschaft gerieten, allzuviele waren es nicht, überlebten ihre Gefangennahme nicht oder nicht lange. Das hatte mehrere Ursachen:
    Die Rote Armee war geschlagen und befand sich in Auflösung. Recht und Ordnung konnten
    vielerorts nicht mehr aufrechterhalten werden und meistens wurden Gefangene, so sie doch gemacht wurden, als Ballast auf der Flucht empfunden, dessen man sich möglichst rasch entledigen wollte.
    Natürlich spielten auch Rachegefühle und persönliche Ambitionen eine Rolle. Nicht zu vergessen der am 6. Juni 1941 erlassene Kommissarbefehl. Er bewirkte nämlich zweierlei, erstes, dass Rotarmisten unter der direkten Führung eine Kommissares erbitterten Widerstand
    leistete, nicht um ihren Kommissar zu beschützen, sondern weil die Russen ja nicht feige, sondern durch den deutschen Angriff überrascht worden waren und ihre militärische
    Führung im wahrsten Sinne des Wortes kopflos geworden war (stalinistische Säuberungen) und dort, wo sich eine starke Führung zeigte, wurde auch tapfer gekämpft. Diese „starke Führung" war der Kommisar!
    Sicher wird nun der eine oder andere sagen: Klar, weil der Kommissar mit der Pistole hinter ihnen stand. Nunja....Jedenfalls hatte der Kommissar nach Bekanntwerden des Kommissarbefehls nichts mehr zu verlieren und weil dem so war, wurden viele deutsche Gefangene, als Punkt zwei der Folgen des Kommissarbefehls, erschossen - nach dem Motto: Ihr wolltet mich erschiessen, dafür erschiesse ich euch jetzt!
    Tatsächlich grosse Massen an deutschen Kriegsgefangenen machten die Russen erst nach Stalingrad und das waren über 91.000* Mann (Deutsche, Rumänen und Kroaten). Von diesen überlebteben nur 6.000*. Die blanke Zahlen alleine werfen natürlich Fragen auf. Warum überlebten nur so wenige? Nun, unsere patriotisch gesinnten Leser kennen die Antwort, den anderen möchte ich die politisch korrekte Version präsentieren, von ihnen komischerweise so gern auf englisch zitierte „Political Correctness“.
    Die Soldaten waren wochenlang unter elendsten Bedingungen eingekesselt. Viele waren krank und/oder verwundet oder beides, unterernährt, ausser sie trugen Generalstressen waren sie alle. Es gab angeblich sogar Fälle von Kannibalismus...
    Eigentlich waren die Überlebenden alle ein Fall für das Sanatorium aber das erwartete sie nun beileibe nicht. Vielen erging es wie später tausenden KZ Häftlingen, die nach ihrer Befreiung noch starben obwohl ihnen Hilfe zuteil wurde. Auch den deutschen Gefangenen wurde Hilfe zuteil, so wie man Hilfe leisten kann, wenn man selber nichts hat. Es kam auch vor, dass vorhandene Hilfsgüter den deutschen Gefangenen verweigert oder entzogen wurden. Aber das war nicht Programm wie von manchen oft und gern unermüdlich wiederholt wird. Dadurch wird es aber auch nicht wahrer!
    Bei Carell habe ich dazu eine interessante Passage gefunden, in der ein Deutscher seine Gefangennahme beschrieb, bei der neben der berühmten „Uri" auch sein letzter harter Brotrest von den Rotarmisten gestohlen wurde, was darauf schliessen lässt, dass sie selber nichts zu essen hatten.
    Natürlich gab es auch Fälle von Willkür und Inkompetenz und wenn man den Schilderungen Glauben schenken darf und man darf, da sie auch von russischer Seite bestätigt wurden, wurden so manchem Landser die warmen Stiefel oder Winterjacken weggenommen oft nur deswegen, weil sie zuvor einem toten Russen abgenommen worden waren. Damit sanken die Überlebenschancen natürlich gegen Null und kam man an einen Deutschenhassen, dann auch!
    „Deutschenhasser“ gab es damals viele angesichts dessen, was manch einer bisher erdulden musste und dabei hatte er noch nicht einmal gesehen, was sich jenseits der Front abspielte...
    Im Übrigen tat die Witterung ihr Übriges - bitterkalter Winter mit zweistelligen Kältegraden unter Null - „General Winter“ war auch den besiegten deutschen Soldaten grimmig und „Väterchen Frost“ tötete so manchen!
    Besonders schlimm erging es jenen Gefangenen, die zB. von jugoslawischen Partisanen oder Partinsanen allgemein gefangen wurden. Folter und Tod waren vielen gewiss und gerade die Jugoslawen verübten an deutschen Kriegsgefangenen grosse Verbrechen um ihre eigenen am eigenen Volk bzw. den Völkern des neuen Vielvölkerstaates zu vertuschen. Hier, wie auch in der Sowjetunion beendeten erst konkrete und ernsthafte Massnahmen der jungen Bundesrepublik ihr Leiden.
    Widersprüchlich sind die Angaben über das Verhalten der deutschen Gefangenen untereinander. Während die einen die kameradschaft untereinander lobten, behaupteten andere, dass sie in den Lagern zerfiel. Fakt ist, es gab in allen Lagern und in allen Gewahrsamsstaaten viele deutsche Handlanger ohne die der Lagerbetrieb nicht nur nicht funktioniert hätte, sondern die sich auch tatkräftig an der Entlarvung der „Kriegsverbrecher“ beteiligten. Dabei schreckten sie weder vor Denunziation, noch Verleumdung und sogar von aktiver Teilnahme an Folterungen nicht zurück.
    Das ist nun aber keine spezifisch deutsche Erscheinung, sondern war und ist in allen solchen und ähnlichen Lagern zu jeder Zeit und überall auf der Welt der Fall. Wenig Handlanger sollen sich unter den zumeist in eigenen Lagern untergebrachten SS Leuten gefunden haben.
    Nicht wenige Gefangene, darunter auch höchste Offiziere betätigten sich auf Geheiss der Sowjets auch politisch- antifaschistisch natürlich. Neben einer besseren behandlung und Aussicht auf vorzeitige Entlassung mag bei einigen auch tatsächlich ein Gesinnungswandel der Grund gewesen sein, sich dem NKFD anzuschliessen, dem auch kommunistische deutschen Emigranten angehörten (zB. die Gruppe Ulbricht).
    Daneben gab es noch kurzzeitig den Bund Deutscher Offiziere (BDO), der aber schon bald nach seiner Gründung dem NKFD angeschlossen aber offiziell noch bis 1945 existierte. Die wohl bekanntesten Mitglieder waren Generalfeldmarschall Paulus sowie General Seydlitz, dem Begründer bzw. Befehlshaber der „Seydlitz-Armee“.
    Daneben wurde auch „grosse Nachkriegspolitik“ betrieben. In den Nachkriegsjahren und den ersten deutschen Wahlen wurden die deutschen Kriegsgefangenen, deren Angehörige in der SBZ wohnten aufgefordert, ihren Angehörigen die neue Staatsform schmackhaft zu machen und damit zu locken, falls mit der avisierten DDR die SED einen sozialistischen Staat gründen würde, ihrer Entlassung nichts mehr im Wege stehen würde. Eine kaum bekannte Tatsache!
    Doch kehren wir noch einmal zurück.
    Neben der Kälte in den nördlichen oder sibirischen Lagern, den Schikanen der Wachmannschaften, der Lagerleitung oder den eigenen „Kameraden“, blieb vielen der Hunger in Erinnerung.
    Genaue und vorurteilsfreie Recherchen, auch die der später eingesetzten Bundesforschungskommission (klar, politisch korrekt, daher unglaubwürdig), ergaben, dass in sehr vielen Fällen schlichtweg die Umstände als solche an der schlechten Ernährung schuld waren.
    Heimkehrer berichteten, das sie mit ihrer Lagerwache auf Jagd gingen um Wild zu schiessen und andere wieder, dass sie im Lager mitunter besser verpflegt wurden als die Einheimischen. Allerdings hatten diese den Vorteil sich anderweitig zusätzlich Nahrungsmittel beschaffen zu können, so es denn was zu beschaffen gab!
    Arbeit war in den Lagern Pflicht und wurde offiziell nach den in der sowjetunion allgemein gültigen Arbeitszeitvorschrifeten durchgeführt. Es galt der Achtstundentag und es gab nur wenige Ausnahmen davon.

    Fünf Kategorien wurden unterschieden:
    Kategorie I und II – uneingeschränkt arbeitsfähig
    Kategorie III – bedingt arbeitsfähig
    Kategorie OK** – leichtere Arbeit, bis zu vier Stunden täglich, Genesende
    Kategorie Dystrophie*** – arbeitsunfähig, bettlägerig.

    **Оsdorowitelnaja Кommanda (Genesungs-/Genesenden-Kommando)
    ***Eine Dystrophie geht dann meist mit Funktionseinschränkungen beziehungsweise Funktionsstörungen der betroffenen Körperregionen einher.

    Die offizielle Verpflegungsnorm lag im August 1942 bei 400g Schwarzbrot, 100g Gries, 100g Fisch, 20g Zucker, 500g Gemüse und Kartoffeln. Diese „offizielle Verpflegungsnorm“ wurde oftmals nicht eingehalten. Die Gründe dafür waren vielschichtig und reichten von schlichter Nahrungsmittelknappheit bis zu Schlendrian und Korruption. Die Leidtragenden waren die Gefangenen.
    Auch konnte die starre Planwirtschaft nicht mit den starken Schwankungen bei Neuzugängen nach grossen Schlachten umgehen, so dass diese „offizielle Verpflegungsnorm“ teilweise nur als auf dem Papier vorhanden betrachtet werden kann.
    Immerhin bemühten sich die Sowjets diese Norm doch weitestgehend einzuhalten und durch Aufstockungen die Arbeitsbereitschaft der deutschen Gefangenen zu steigern, denn das war das Hauptanliegen: Arbeit, Arbeit, Arbeit......
    Daher passen die Schauprozesse, von den Sowjets Kriegsverbrecherprozesse genannt, nicht ganz ins Bild. Schon damals bekanntlich und heute zugegebenerweise Bewiesen, waren die meisten Urteile erlogen, die „Geständnisse“ oft durch Folter oder falsche Versprechungen erpresst worden. Neben einigen tatsächlichen Kriegsverbrechern wurde viele im Sinne der Anklage Unschuldige zum Tode aber wichtiger noch zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
    Wichtiger für die Sowjets, die sich auf diese Weise ein Faustpfand in den anstehenden Verhandlungen mit Westdeutschland verschafften....

    * Zahlenangaben schwanken je nach Quelle

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Frankfurter Rundschau › Kultur
    Untersuchung zur „Endlösungs“-Politik
    Professionelle Camouflage
    Historiker Ahlrich Meyer zeigt in seinem neuen Buch "Das Wissen um Aussschwitz" wie die Kenntnisse der Tat bei Tätern und Opfern verschleiert wurden.

    Nach seiner grundlegenden Untersuchung der Aussagen deutscher Teilnehmer an der „Endlösungs“-Politik („Täter im Verhör“, WB 2005) legt der Oldenburger Historiker Ahlrich Meyer mit „Das Wissen um Auschwitz“ nun eine Untersuchung sowohl des „Wissens der Täter“ sowie der damit kontrastierenden Zeugnisse der „Holocaust“-Überlebenden vor. Meyer geht es darum, die Grenzen der Erfahrbarkeit des „Holocaust“, somit des Wissens sowohl von Opfern und Tätern, aufzudecken.


    In seiner umfassenden Auswertung der überlieferten Quellen wendet er sich gegen vereinfachende Slogans wie der Beschreibung von Auschwitz als einem „Niemandsland des Verstehens“ und „einem schwarzen Kasten“ der Erklärung (Dan Diner). Aussagen von Zeugen und Beschuldigten, schon zur Tatzeit zunehmende Gewissheit über den Massenmord erlangt zu haben, sind in aller Regel retrospektiv, beleuchten aber die tatsächlichen Handlungsoptionen eines weit größeren Täterkreises. Bei beiden Zeugengruppen überwog die Einstellung, das unfassbare Gewaltgeschehen einfach nicht zu glauben.

    Die Endlösungspolitik




    Das Wissen um Auschwitz



    Ahlrich Meyer geht im Verlauf seines Buches weit über das in Titel und Einleitung avisierte Ziel hinaus. Während des Lesens erscheint es oft schwierig, der Argumentation Meyers zu folgen, der sein Thema und seine grundsätzlichen Fragen eher umkreist als konsequent verfolgt. Erst in der Rückschau wird deutlich, dass es sich um ein analytisch sehr intensives Ringen um das Verstehen der Prozesse handelt, die zur Vernichtung der Juden führten.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    "Die Mutter der auf der Gorch Fock verunglückten Kadettin hat Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt."

    Gorch Fock

    Ein bedauerlicher Unfall, der einer jungen Frau das Leben kostete sicher! Aber bei weitem nicht der einzige im Laufe der Zeit bei Heer, Marine und Luftwaffe (man denke nur an den Starfigther = Witwenmacher). Aktuell die vielen Tote und Verwundeten in Afghanistan.... Natürlich nutzt es der Mutter nichts, zu wissen, dass es nicht nur ihr und ihrer Tochter so ergingt, sondern vielen vielen anderen auch. Man muss mal die Untersuchungsergebnisse abwarten ehe man ein endgültiges Urteil fällen kann, aber eines wundert mich doch:
    Ist die Bundeswehr zum Kindergarten mutiert? "Druck", "harte Ausbildung", "rauer Umgangston"? Halloooooo, das ist die Bundeswehr und nicht die HEILSARMEE. Sicher haben sich die Zeiten seit Kaisers schimmernder Wehr geändert aber kann man Soldaten deshalb "bitten" auf einem Segelschiff auf den Mast aufzuentern? Wenn ja, dann muss man auch nachfragen ob es denn dem Herrn/Frau Soldaten genehm ist zu schiessen oder gar in den Kampf zu ziehen.
    Mit welchen Vorstellungen gehen manche denn zum Militär? Ich kannte noch die drei berüchtigten "DDD": Dampf, Druck und Drilll! Auch im Zivilleben steht man ständig unter Dampf und Druck. Dem kann sich heutzutage niemand entziehen und beim Militär DARF sich ihm auch niemand entziehen. Wer Offizier bei der Marine werden will weiss, dass es früher oder später auf das Segelschiff geht oder nicht? Da muss man sich schon vorher Gedanken machen, wenn man zB. Höhenangst hat. Ein Mensch mit Klaustrophobie wird sich ja wohl auch nicht zu den U- Booten oder Panzern melden bzw alles tun um dort nicht hinzukommen - das geht nämlich auch!
    Es kann natürlich sein, dass an Bord doch einiges im Argen lag oder bei der Sicherheit geschlampt wurde. Das muss man abwarten. Aber ansonsten immer schön auf dem Teppich bleiben. Manchmal glaube ich die Leute verstehen das mit dem Teppich falsch und denken an "fliegenden Teppich"!



    Diese Bild sagt doch alles! "Würden die lieben Kadetten bitte die Segel reffen? Nein? Auch gut...."

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Marschall Schukow: "Wir können nicht leugnen, dass die Amerikaner uns so viel Material gaben, ohne das wir unsere Reserven nicht hätten organisieren und den Krieg nicht hätten weiterführen können ... "

    Lieferungen der USA an die UdSSR vom Beginn des Land-Lease* Vertrages bis zum 30. September 1945.
    Flugzeuge………………………………………………………14.795 Stück
    Panzer…………………………………………………………. 7.056 Stück
    Jeeps……………………………………………………………51.503 Stück
    Lastwagen……………………………………………………..375.883 Stück
    Motorräder……………………………………………………...35.170 Stück
    Traktoren…………………………………………………….......8.071 Stück
    Abwehrkanonen…………………………………………………8.218 Stück
    Maschinengewehre……………………………………………131.633 Stück
    Sprengstoff…………………………………………………….345.735 Tonnen
    Baumaschinen im Werte von……………………………....10.910.000 Dollar
    Güterwagen……………………………………………………..11.155 Stück
    Lokomotiven……………………………………………………..1.981 Stück
    Frachtschiffe………………………………………………………...90 Stück
    U-Bootjäger ……………………………………………………….105 Stück
    Torpedoboote………………………………………………………197 Stück
    Schiffsmotoren……………………………………………………7784 Stück
    Nahrungsmittel………………………………………………4.478.000 Tonnen
    Maschinen und Ausstattung im Werte von……………..1.078.965.000 Dollar
    Nichteisenhaltige Metalle……………………………………..802.000 Tonnen
    Petroleum-Erzeugnisse……………………………………...2.670.000 Tonnen
    Chemikalien…………………………………………………...842.000 Tonnen
    Baumwolle………………………………………………..106.893.000 Yards
    Leder……………………………………………………………49.860 Tonnen
    Reifen………………………………………………………..3.786.000 Tonnen
    Armeestiefel………………………………………………..15.417.000 Paar
    Knöpfe im Werte von………………………………………..1.647.000 Dollar
    Telefonkabel…………………………………………………1.500.000 Kilometer
    Feldtelefone……………………………………………………380.000 Stück
    Funkstationen…………………………………………………...35.000 Stück
    Das Lend-Lease Programm endete für die Sowjetunion offiziell am 12. Mai 1945. Die Lieferungen wurden jedoch unter der "Milepost" Übereinkunft bis zum Ende des Krieges mit Japan fortgeführt.
    Andere Angaben sprechen von ca.:Von den USA wurden über 400.000 Jeeps und LKW, 13.000 Lokomotiven und Güterwagen, 90 Frachtschiffe, 4.000 Bomber, 10.000 Jagdflugzeuge und über 7.000 Panzer an ihren sowjetischen Alliierten geliefert. Die Briten und Kanadier lieferten weitere 5.000 Panzer und 7.000 Flugzeuge. Wobei hier oft "zusammengezogen wird: Jeeps und Lastwagen, Lokomotiver und Güterwagen....



    Leistungen der USA nach dem Leih- und Pachtgesetz[1] Empfängerland Waren in Mio. US-Dollar
    Britisches Commonwealth, einschließlich Ägyptens................ 31 387,1
    Sowjetunion......................................................................... 10 982,1
    Frankreich mit Kolonien.......................................................... 3 223,9
    China.................................................................................... 1 627,0
    Niederlande mit Kolonien ...........................................................251,1
    Belgien.................................................................................... 159,5
    Griechenland............................................................................. 81,5
    Norwegen.................................................................................. 47,0
    Türkei....................................................................................... 42,9
    Jugoslawien.............................................................................. 32,2
    Saudiarabien............................................................................ 19,0
    Polen...................................................................................... 12,5
    Liberia..................................................................................... 11,6
    Iran........................................................................................... 5,3
    Äthiopien................................................................................... 5,3
    Island ........................................................................................4,4
    Irak........................................................................................... 0,9
    Tschechoslowakei ......................................................................0,6

    Mittel- und Südamerika
    Brasilien................................................................................ 372,0
    Mexiko ....................................................................................39,2
    Chile....................................................................................... 21,6
    Peru....................................................................................... 18,9
    Kolumbien................................................................................ 8,3
    Ecuador................................................................................... 7,8
    Uruguay................................................................................... 7,1
    Kuba....................................................................................... 6,6
    Bolivien ...................................................................................5,5
    Venezuela............................................................................... 4,5
    Guatemala.............................................................................. 2,6
    Paraguay................................................................................ 2,0
    Dominikanische Republik 1,6
    Haiti........................................................................................ 1,4
    Nicaragua................................................................................ 0,9
    El Salvador.............................................................................. 0,9
    Honduras................................................................................ 0,4
    Costa Rica .............................................................................0,2
    Insgesamt...................................................................... 48 395,4

    *Leih- und Pachtgesetz

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Tatsächlich gelangten deutsche Unterseeboote an die amerikanische Pazificküste (dazu durchquerte UB 88 den Panamakanal) und sogar bis ins Innere der USA bis Chikago und den Mississippi aufwärts bis Memphis. Allerdings erst NACH Kriegsende im Rahmen einer „Siegesanleihentour“ in Anlehnung an die während des Krieges durchgeführten Kriegsanleihentouren.
    Zur US Amerikanischen Kriegsbeute gehörten auch 6 deutsche Unterseeboote. Dies waren U 111, U 117, U 140*, UB 88, UB 148, UC 97 (Es war sehr erfolgreich, denn es versenkte bei 29 Einsätzen 29 Schiffe mit einer Tonnage von 36.288 Tonnen).
    Am 3. April 1919 begann die Überführung von UB 88, U 117, UB 148 und UC 97. Die kleine Flotte erhielt den Namen "Ex-German Submarine Expeditionary Force". Sie fuhr über die Azoren und Bermuda nach New-York, wo sie am 27. April eintraf.
    Nach dieser Siegestour, auf der die Boote von unzähligen Amerikanern betrachtet und betreten wurden. Allein auf UB 88 zählte man rund 400.000 Besucher. Aber auch diesen Booten schlug bald ihre Stunde. Nachdem sie ausgiebig vermessen, untersucht und getestet worden waren, wurden sie verschrottet oder endeten als Zielschiffe. Die Ergebnisse der Tests flossen dann in die Konstruktionen der Unterseeboote der jeweiligen Siegermächte ein.
    UC 97 wurde durch Artilleriebeschuss im Michigansee versenkt, wo es heute noch in 80 m Tiefe liegt.
    Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die übrigen deutschen Unterseebooten bei den anderen Siegermächten. Nur wenige Boote wurden in andere Marinen übernommen, wo sie dann teilweise sogar bis 1937 (Frankreich) in Dienst waren.

    * UB 140 nahm nicht an diesen Touren teil, konnte aber in New York ebenfalls besichtigt werden und wurde am 22 July 1921 durch einen Zerstörer versenkt.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Zahl der Muslime wächst rasant, besonders in Pakistan.
    Muslime weltweit

    Bis 2030 erhöht sich der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung laut einer Studie auf mehr als ein Viertel. Indonesien wird als größter muslimischer Staat abgelöst.

    Weltweit wird die Zahl der Muslime laut einer Studie binnen der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. In den nächsten beiden Dekaden werde die muslimische Bevölkerung jährlich um 1,5 Prozent anwachsen, die Zahl der Nicht-Muslime dagegen nur um 0,7 Prozent, hieß es in der Studie des US-Instituts Pew Forum on Religion and Public Life. Im Jahr 2030 wird demnach der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung 26,4 Prozent ausmachen.
    In einigen europäischen Ländern wird der Anteil in den kommenden 20 Jahren noch stärker ansteigen. Die Studie listet unter anderem Belgien auf, wo der Anteil von sechs auf 10,2 Prozent wachsen soll, Frankreich, wo er von 7,5 auf 10,3 Prozent anwachsen dürfte, sowie Schweden, wo er sich auf zehn Prozent verdoppeln werde. In den USA dürfte der Anteil der Muslime demnach von weniger als einem auf 1,7 Prozent steigen. Für ihre Prognosen legte das US-Institut die aktuellen Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten zugrunde.

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    ...war eine wiederverwendbare Panzerabwehrwaffe der Kaliber 88 mm und 100 mm, die während des Zweiten Weltkriegs auf deutscher Seite zum Einsatz kam. Die offizielle Bezeichnung lautete: Raketenpanzerbüchse 54


    "Zum Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 besaß die deutsche Wehrmacht lediglich Panzerbüchsen 39 des Kalibers 7,92 mm, die jedoch mangelhafte Leistungen gegen gepanzerte Fahrzeuge aufwiesen. Während des Afrikafeldzuges erbeutete die Wehrmacht mehrere amerikanische Bazookas, die zur Untersuchung nach Berlin gebracht wurden. Dort erkannte man, dass diese Panzerabwehrtechnik eine ungeahnte Durchschlagskraft und Beweglichkeit brachte. Von der Bazooka ausgehend wurde nun eine eigene Waffe entwickelt.

    Das Kaliber wurde von 60 mm auf 88 mm vergrößert und ein Schutzschild auf dem Rohr angebracht. Anders als die Panzerfaust und die Bazooka war der Panzerschreck eine reine Raketenwaffe, d.h. der Vortrieb erfolgt während des Fluges durch den Treibsatz und nicht nur beim Abschuss. Der Gefechtskopf beruht auf dem Prinzip der Hohlladung, "




    Panzerschreck

    Wie wir sehen gab es auch einen Technologietransfer in die andere Richtung. Auch die Kriegsgegner hatten was, wovon sich die Deutschen etwas abgucken konnten und die Basooka war beileibe nicht das Einzige!

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...



    "116. Panzer-Division
    Die 116. Panzerdivision ("Windhund-Division") wurde aus Resten der 16. Panzer-Grenadier-Division, die an der Ostfront schwer unter den harten Kämpfen gelitten hatte, und der 179. Reserve-Panzer-Division gebildet.
    Ihr Motto und Leitspruch lautete:

    "Schnell wie ein Windhund,
    Zäh wie Leder,
    Hart wie Kruppstahl,
    Windhund Vor!"

    Die Bildung fand in Rheine, im Wehrkreis VI, am 28. März 1944 statt."

    Windhunddivision



    Diese Seiten sind aus den Internetseiten des ehemaligen Familienverbandes ehemaliger Angehöriger der Windhund-Division (116. Pz.-Div., vormals 16. Pz-Gren-Div., vormals 16. Inf-Div.(mot)) entstanden.
    Der Verband wurde am 22.05.2005 aufgelöst.
    Diese Seiten geben keine repräsentative Meinung der ehemaligen Mitglieder wider.

    Die Windhunddivision

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Bildmanipulation auf höchster Staatsebene.

    Peinlich, peinlich, was sich da eine ägyptische Tageszeitung geleistet hat: Um den eigenen Staatspräsidenten Hosni Mubarak besser dastehen zu lassen, wurde dieser mit einem Bildbearbeitungsprogramm vor US-Präsident Barack Obama und andere Staatsmänner "verschoben".


    Bildmanipulation



    Das Original



    So sah man es in Ägypten....

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    So nannte man in der DDR die Deutsch Polnische Grenze an der Oder und Neisse. Wie aber kam es dazu, dass deutschlands neue Grenze ausgerechnet dort verlief? Klar, der verlore Krieg aber eine derart brachiale Grenzverschiebung ist schon etwas aussergewöhnliches, so dass sich eine nähere Betrachtung lohnt - wie ich meine!

    „Ich möchte über Polen reden“ sagte der US Präsident Roosevelt auf der Teheraner Konferenz im Dezember 1943.
    Tatsächlich aber hatte einer der „Drei Grossen“ schon vor langer Zeit „über Polen gesprochen“, nämlich Stalin am 3. Dezember 1941. Man beachte das Datum. Sein
    Gesprächspartner war der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung Wladyslaw Sikorski. Stalin schlug ihm eine polnische Grenzrevidierung in Richtung Westen vor.
    Den selben Vorschlag unterbreitete er wenige Tage später, am 16. Dezember 1941 dem britischen Ausenminister Anthony Eden.
    Besonders pikant an diesem Vorschlag: Polens neue Ostgrenze sollte die alte Curzon Linie sein, die seit dem Überfall der Roten Armee in Folge des deutsch polnischen Krieges, von den Sowjets wieder als neue Westgrenze der Sowjetunion proklamiert worden war.
    Das Pikante daran: Diese Grenze war vorher im Geheimprotokoll mit Nazideutschland als neue Westgrenze vereinbart worden. Den Münchener Vertrag aber hatten die Briten und Franzosen aufgekündigt und für ungültig erklärt!
    Das „ob“ war bald keine Frage mehr und auch über das „wie“ einigte man sich schnell, wenn auch die Russen und später die Polen, Jugoslawen und Tschechen sich in keinster Weise daran hielten. Doch das ist wieder ein anderes Kapitel.
    Lediglich die Frage des Grenzverlaufes blieb vorerst ungeklärt.
    Klar war nur:“Man müsse Polen auf Kosten Deutschlands zufriedenstellen“(Churchill).
    Erste Gebietsforderungen stellte Stalin, indem er darauf hinwies, dass die Sowjetunion keinen eisfreien Ostseezugang habe. Damit waren Königsberg, Memeln und deren Hinterland verloren!
    Endgültig festgelegt wurde russlands neue Westgrenze auf der Jaltakonferenz 1945. Zu diesem Zeitpunkt lebten etwa 20 millionen Deutsche in den in Frage kommenden Gebieten. Zu den rund 17,5 mio. Einheimischen kamen noch rund 2 mio. Luftkriegsevakuierte und 1,5 mio angesiedelte Russlanddeutsche.
    Viele dieser Menschen flohen von der anrückenden Roten Armee. Viel zu spät wie sich herausstellte. Ein Verbrechen, dass sich die Nazis auf ihr Schuldkonto geladen haben, was aber nicht die Verbrechen rechtfertigt, die dann an den Zurückgebliebenen verübt wurden.
    Bei den Zurückgebliebenen gehen die Zahlen weit auseinander. Churchill sprach von rund 8 Millionen, Stalin hingegen von nur 2. 12 Millionen waren es dann die bis in den 50er Jahren in beiden Teilen Nachkriegsdeutschlands eintrafen (allerdings nicht nur aus Polen).
    Die Frage der neuen Westgrenze Polens blieb lange offen und wurde erst durch den Rat eines polnischen(!) Experten zugunsten der Lausitzer Neisse geregelt. Ursprünglich war die Glatzer Neisse im Gespräch. Stanislaw Mikolajczyk hiess der „Experte“, der nachwiess, dass polens Westgrenze an der Oder Neisse (Lausitz) verlaufen müsse und Stalin korrigierte sie noch rasch und schlug den Polen ganz Swinemünde zu. Polens „Ostgebiete“ auf die Mikołajczyk auch bestand, behielten die Russen aber entgültig.
    Mikołajczyk wurde im deutschen Ruhrgebiet geboren, wo seine Eltern arbeiteten. Mit zehn Jahren kehrte er 1911 nach Polen zurück. Mikołajczyk war polnischer Innenminister und stellvertretenden Premierminister. Nach dem Tode Sikorskis bei einem Flugzeugabsturz im Juli 1943 wurde Mikołajczyk zum Premierminister ernannt.
    Durch die Wegnahme Ostpolens zerschlug sich die Idee von einem Grosspolen aber immerhin bekamen sie für 180.000 km² noch 103.000 km² und tauschten ein paar galizische Dörfer gegen deutsche Städte und Industrien im zehnfachen Wert. Auch das Barmen nach der Wegnahme Ostpolens ein „Volk ohne Raum“ zu sein kann als widerlegt gelten, denn aus diesen Gebieten kamen lediglich 1,5 mio Polen. Die meisten dort waren nämlich keine Polen!
    Deutschland verlor ein Fünftel seines Territoriums von 1937.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Ronny22 hat Geburtstag, eben gesehen ! Eigentlich auch eben erst gesehen, dass du zu uns (mir ) gefunden hast. Da sind ja schon 3 alte Kempen hier, wenn auch eher sehr schweigsam, aber das braucht eben alles seine Zeit, Geduld und Spucke!
    Also zum Geburtstag alles Gute und sollte in der Zwischenzeit noch jemand Geburtstag gehabt haben und ich ihn übersehen haben, so bitte ich um Entschuldigung.Kann selbst bei einer so übersichtlichen Zahl von Mitgliedern passieren!

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Am 23. März 1943 musste Unteroffizier Günther Seraphim mit seiner Bf 109 G-2 die "Gelbe 3" (aktuelle Kennung, Bauj. 1942)) vor der norwegischen Küste wegen Motorschadens notwasser. Sie war eine Maschine vom Stab der IV./Jagdgeschwader 5. Eine Norwegerin und ihr Sohn retteten ihn aus den eisigen Fluten, in denen sein Flugzeug für immer verschwand. Für immer? Nein! 66 Jahre später wurde das noch gut erhaltene Wrack vor der Inselstadt Rorvik in Mittelnorwegen entdeckt. Es steckte senkrecht im Schlamm. Der gute Zustand und die noch erreichbare Tiefe von 67 Meter veranlassten die Norweger unter Leitung des Luftfahrtmuseeums Bodo, das Wrack zu heben und zu restaurieren. 70 Jahre nach seinem Untergang wurde es wieder gehoben....
    Doch das 2,5 t. schwere Wrack kam bei der Bergung mit einer 10 t. Winde nicht alleine hoch. Es brachte 3,5 t. Schlamm mit und seine Werksnummer 14649 anhand der ihr Schicksal rekonstruiert werden konnte und es trug noch gut sichtbar die dicke gelbe "3" am Rumpf. Die Bergung fand am 22.05.2010 statt und endete für das Flugzeug mit seiner zweiten Bruchlandung. Beim Absetzen zerbrach der Rumpf.

    Messerschitt Bf 109

  • Thema von Waldi44 im Forum Die Landkriege

    Gettysburg, die Dreitageschlacht, die, wenn schon nicht die Welt, so doch Nordamerika veränderte. Ab diesem Zeitpunkt waren die Nordstaaten auf der Siegestrasse. Was haben nun die Deutschen damit zu tun? Nun, Deutsche gehörten zur stärksten Einwanderungsgruppe und beinahe wäre Deutsch Landessprache geworden. Wen wunderts also, dass viele Deutsche und deutschstämmige in der Nordstaatenarmee Dienst taten.
    In Folge der Schlacht unterlief den Nordstaatengeneralen ein Fehler. Hatten sie es geschafft die alles berherrschenden Höhen um die Stadt vor den Konföderierten zu besetzen, so entblössten sie ohne Not zwei wichtige Hügel ihrer Südflanke. Einen besetzen die Südstaatler, der andere, Little Round Top, stand kurz vor der Einnahme, als die Nordstaatler die drohende Gefahr an ihrer Flanke erkannten und schnellstmöglich das 11. US Korps auf den Hügel schickten, den die Konföderierten sofort und ungestüm angreifen. Das 11 Korps wurde vom deutschen 48er Carl Schurz geführt.
    Hauptziel der Konföderierten waren die Geschützstellungen. An den Geschützen standen neben Amerikanern auch Deutsche. Eine ganze Batterie bestand nur aus Deutschen. Als die Konföderierten glaubten, der Sieg sei ihrer, rief ein Südstaatenoffizier:"This battery is ours!" Ein deutscher Kanonier belehrte ihn eines besseren. Mit den Worten:"No, dis battery is UNSER!" schlug er den kecken Südstaatler mit der Wischerstange nieder.
    Carl Schurz, die Männer des 11.US Korps und eine Handvoll deutscher Artilleristen trugen entscheident zum Sieg bei Gettysburg bei.

    Carl Schurz

  • Thema von Waldi44 im Forum Waffen und Geräte



    Als im amerikanischen Bürgerkrieg den Südstaaten das Schiesspulver ausging verfiel man auf eine kuriose Idee, nämlich schiessen ohne Schiesspulver. Man lebte schliesslich im Zeitalter der Dampfmaschine und was lag da näher, als sich diese Kraft zunutze zu machen und es entstand die Idee zu einem Dampfmaschinengewehr. Ob es jemals gebaut wurde (damals) ist nicht bekann. Ein Versuchsmodel in der Gegenwart jedenfalls gab es und es funktionierte auch.
    Der Dampf trieb einen sich schnell (bis zu 2.000 Umdrehungen/min) drehenden Lauf an. Von oben wurden eine Wallnuß großen Kugeln zugeführt, die dann wie bei einer Schleuder durch die Zentrifugalkraft (nicht durch den Dampfdruck) abgeschossen wurden. Mit dem Nachbau erreicht man eine Schußrate von 5 Schuß in der Sekunde und eine Reichweite von 700 Metern. Nur die Durchschlagskraft war nicht sehr hoch. Die Kugeln prallten bei einem Versuch mit einem Schweinedummy bei einer Entfernung von nur 12 Metern wieder ab. Sie hinterließen aber heftige Dellen, die zwar nicht tödlich gewesen wären, aber mit Sicherheit zu Knochenbrüchen geführt hätte.

    Dampfmaschinengewehr

  • Thema von Waldi44 im Forum 2. Weltkrieg

    Die Versenkung der „City of Benares“ - Kindermord auf hoher See?

    Schon zu Kriegsbeginn gab es in Grossbritannien Evakuierungspläne für Kinder im Falle der Bombardierung britischer Städt durch die deutsche Luftwaffe. Diese Evakuierung war aber eher als Landverschickung gedacht, wie sie später auch in Deutschland praktiziert wurde.
    Es gab daneben aber auch Bestrebungen, Kinder aus gefährdeten Gebieten ins Ausland in Sicherheit zu bringen. Von einer Insel und dem damaligen Entwicklungsstand der Luftfahrt war dies nur über See effektiv möglich.
    Unabhängig von den staatlichen Bemühungen die Kinder im Inland zu verteilen gingen auch Transporte über See ins Ausland. Zwecks der Evakuierung hatte man eigens ein eigenes Programm mit einer eigenen Organisation gegründet: „Children‘s Overseas Reception Board“, kurz CORB.
    Dem CORB lagen bald um die 210.000* Evakuierungsanträge vor, von denen die meisten in bombensicherere Umland, wie zB. nach Schottland erfolgten. 2.664 Kinder, sogenannte „Seaevacuees“, wurden über einen Zeitraum von drei Monaten nach Übersee evakuiert. Nach Kanada kamen 1.532 in 9 Gruppen. Australien, nahm 577 Kinder auf, 353 kamen in drei Gruppen nach Süd- Afrika und 202 Kinder, ebenfalls in zwei Gruppen, nach Neu Seeland. 24.000 Kinder mit insgesamt rund 1.000 Begleitern. Auf dem Höhepunkt ihres Wirkens beschäftigte CORB rund 620 Mitarbeiter.
    Diese Aktionen wurden zwar gebilligt, aber offiziell nicht genehmigt. Churchill selbst hielt diesen Weg der Evakuierung für zu gefährlich. Zwischen dem 21. Juli und 20 September 1940, wurden bei16 Fahrten 2.664 Kinder evakuiert, die bei Gasteltern in Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika, vorübergehend ein neues Leben beginnen sollten.
    Für einige von ihnen aber endete es vorzeitig und unerwartet, so für die 77 toten Kinder auf der „City of Benares“. 77 Tote von insgesamt 90 Kindern, die sich auf den Weg von Liverpool nach Kanada befanden. Das Alter der Kinder lag zwischen fünf und fünfzehn Jahren.
    Die ersten Kinder, 39 Jungen und 43 Mädchen verliessen am 20. Juli 1940 auf der „Anselm" England und am 7. Sep. 34 Kinder auf der „Narissa“. Die „City of Benares“ sollte das dritte Schiff mit insgesamt 90 Kindern sein.
    Am späten Abend des 13. Septemder 1940 verliess das Schiff Liverpool mit Ziel Quebec und MontreaL. Ein weiteres Schiff hatte ebenfalls Kinder an Bord, 18 an der Zahl und Tragflächen für Flugzeuge, die wohl nach Kanada geliefert werden sollten. Insgesamt 18* Schiffe wurden zum Konvoi OB- 213 zusammengefasst, die von 3 Zerstörern begleitet/gesichert wurden.
    Als der Konvoi die vermeintlich gefährliche Zone durchquert hatte, wurden die Kriegsschiffe zur Sicherung eines reikommenden Geleitzuges, HX71, von OB-213 abgezogen. Zwar wurde der Konvoi damit aufgelöst, aber die Schiffe blieben beisammen und die „City of Benares“ als das grösste Schiff, setzte sich an die Spitze.
    Aufgrund des schlechten Wetters musste Fahrt weggenommen werden.
    Zwischen 600 und 1000* Kilometer, am 17 Sept. vor der Irischen Küste, wurden die Schiffe von U 48(ein Boot des TypsVII B)** unter Kptlt. Heinrich Bleichrodt auf seiner 8. Feindfahrt entdeckt und mit Torpedos um 23:45 Uhr angegriffen. Beide Torpedos verfehlten ihr Ziel. Um 00:01, der neue Tage hatte soeben begonnen, traf ein dritter Torpedo das Achterschiff der „City of Benares“.
    Der Dampfer wurde durch einen G7e-Torpedo versenkt. Er hatte 406 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. 248 Menschen kamen um‘s Leben. 158* Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Andere Quellen sprechen von nur 105*.
    Während des Rückzuges traf U 48 zwei weiter Schiffe des Konvois und versenkte sie. Eines der Schiffe war der britische Dampfer „Marina“ mit 5.088 BRT. Er hatte 5.700 t Stückgut und Kohle geladen, wobei es zwei Tote und 37 Überlebende gab.
    Besonders tragisch war das Schicksal der Überlebenden in Rettungsboot Nummer 12. Nachdem die Retter mit der HMS „Hurricane" um 14:15 die Unglücksstelle erreicht hatten und man mit der Bergung der Überlebenden begann, zählte man unglücklicherweise ein Rettungsboot der ebenfalls versenkten „Marina“ zu den Booten der „City of Benares“ und beendet die Bergung in der Annahme, alle Toten und Überlebenden geborgen zu haben.
    Unterdessen war Boot 12 weit von der Stelle des Geschehens abgedriftet. Die 50 Menschen an Bord waren den Elementen hilflos ausgeliefert, da Ruder und Segel gleich zu Beginn über Bord gegangen waren.
    Der Verpflegung für 3 Wochen stand ein Wasservorrat von nur einer Woche gegenüber. Nach 8 Tagen endlich wurde das Boot gesichtet und 24 Stunden später von der HMS „Anthony“ geborgen. An Bord befanden sich auch noch 13 überlebende Kinder.
    Natürlich gab es weltweit einen Aufschrei der Empörung, als die Versenkung der „City of Benares“ und der Tod der 77 Kinder bekannt wurde. Der amerikanische Aussenministen bezeichnete den Angriff als „Feigheit ohnegleichen“!
    Nach dem Krieg versicherten die Überlebenden von U 48 glaubhaft, nichts von den Kindern an Bord des Schiffes gewusst zu haben. Auch fand der Angriff Nachts statt und die „City of Benares“ glich mit ihren zwei grossen und gut sichtbaren Ladebäumen eher einem Handelsschiff, als einem Passagierdampfer.
    Die „City of Benares“ fur nun mal an der Spitze und bot sich als Ziel an, zumal sie auch das mit Abstand grösste Schiff im Konvoi war und wir erinnern uns:“Ein weiteres Schiff hatte ebenfalls Kinder an Bord, 18 an der Zahl und Tragflächen für Flugzeuge, die wohl nach Kanada geliefert werden sollten.“

    * Zahlenangaben können je nach Quelle schwanken.
    ** U 48 gilt als das erfolgreichste U-Boot des Zweiten Weltkrieges. Es versenkte während seiner Dienstzeit auf 12 Feindfahrten den Rekord von 52 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 307.935 BRT und beschädigte eine Sloop und zudem noch drei Schiffe mit einer Gesamttonnage von 20.480 BRT.

    „City of Benares“

    Die City of Benares war ein 1936 in Dienst gestelltes Passagierschiff der britischen Reederei Ellerman Lines das Passagiere und Fracht von Liverpool zunächst nach Bombay und später nach Kanada brachte.
    Das 11.081 BRT große Dampfschiff City of Benares wurde auf der Werft Barclay, Curle and Company im Glasgower Stadtteil Whiteinch gebaut und lief am 5. August 1936 vom Stapel. Der Passagier- und Frachtdampfer war 148,16 Meter lang, 19,08 Meter breit und hatte einen maximalen Tiefgang von 9,35 Metern. Im Oktober 1936 wurde das Schiff fertig gestellt.
    Das Schiff wurde von drei ölbeheizten Dampfturbinen von Cammell, Laird & Company angetrieben, deren 1.450 PS auf einen einzelnen Propeller wirkten und eine Geschwindigkeit von 15 Knoten (27,8 km/h) ermöglichten. Das Rufzeichen der City of Benares war GZBW. Der Dampfer konnte 219 Passagiere aufnehmen und wurde in Friedenszeiten von einer 209-köpfigen Besatzung betrieben. Benannt wurde sie nach der Stadt Varanasi (damals Benares) im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh.

    City of Benares

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Mit Heinz Trettner (* 19. September 1907 in Minden; † 18. September 2006 in Mönchengladbach-Rheydt) schied der bis dahin letzte noch lebende General der Wehrmacht aus dem Leben. Seit 1925 diente er erst in der Reichswehr, dann in der Wehrmacht und war von Anbeginn an deren Kampfeinsätze beteiligt (Spanischer Bürgerkrieg). Am 17. September 1944 wurde Trettner nach den Kämpfen um Rom mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
    Im Mai 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft aus der er im April 1948 entlassen wurde und arbeitete zunächst beim Diözesan-Caritasverband(!)...

    1956 trat er als Generalmajor in die Bundeswehr ein. Von 1964 bis 1966war er Generalinspekteur der Bundeswehr.
    Trettner starb einen Tag vor seinem 99. Geburtstag.

    Heinz Trettner

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Diesen sehr unvorteilhaften und wenig schmeichelnden Beinahmen erlangte Ferdinand Schörner. Für einen Militär seines Schlages aber vielleicht sogar ein sehr passender und treffender Beinahme. Er wurde am 12. Juni 1892 in München geboren und starb am 2. Juli 1973 ebenda). Seit 1945 war er Generalfeldmarschall und bekennender Nationalsozialist von Anfang an. Während des Zweiten Weltkrieges war er Oberbefehlshaber von verschiedenen Armeen und Heeresgruppen und 1945 kurzzeitig der letzte Oberbefehlshaber des Heeres.
    Seine oftmals auch den eigenen Soldaten gegenüber unnachgiebige Truppenführung und sein öffentliches Bekenntnis zum Nationalsozialismus machten ihn in den Augen Hitlers zu einem seiner wichtigsten Erfüllungsgehilfen und Stützen. Sein Ansehen war so hoch, dass er am 1. Februar 1944 zum Chef des neu geschaffenen Nationalsozialistischen Führungsstabes des Heeres ernannt, wurde. Allerdings schied er nach nur zwei Wochen wegen unüberbrückbarer aber nicht näher bezeichneter Meinungsverschiedenheiten mit Bormann wieder aus.
    Sein brutaler Führungsstiel, der sich gegen Kriegsende immer mehr gegen die eigenen Leute richtete, nach dem Motto mehr Angst im Rücken als von vorne und sein oft gnadenloeses Vorgehen ermöglichten ihm auf der anderen Seite eine taktische Kriegführung, die anderen Generalen Leben und Rang gekostet hätten und hatten. Wenn Schörner sich zurückzog, dann ging wohl auch nach Hitlers Meinung, nichts mehr.
    Auch Goebbels notierte in seinem Tagebuch nur "löbliches" über Schörner.
    Die Härte im Umgang mit seinen Soldaten, auch die Deviese Schweiss spart Blut war seine, und sein rabiates Vorgehen gegen Kriegsende brachten ihm den Namen "Blutiger Ferdinand" ein und seine Person auch bei seinen Mitgeneralen in Misskrediet. Die Nähe zum Nationalsozialismus tat ihr Übriges.
    Am 15. Mai 1945 geriet er in zivil in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Ende des Monats Mai 1945 wurde er an die Sowjetunion ausgeliefert.und dort zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und war bis Ende 1954 in verschiedenen Lagern inhaftiert.[1] Am 15. Januar 1955 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Der Verteidigungsminister der Bundesrepublik F.J.Strauss bezeichnete Schörner als „Ungeheuer in Uniform“ und er erhielt erst 1963 vom Bundespräsidenten Heinrich Lübke ein Teil seiner Pension gewährt.

    Übrigens sei noch angemerkt, dass Schörner nachgesagt wird, dass er nie auf die Ausführung seiner Todesurteile bestanden oder deren Ausführung überprüft hätte. Ausserdem kümmerte er sich erwiesenermassen öfter um die Verbesserung der Lebensbedingungen und des Nachschubes seiner Soldaten. Natürlich vor dem Hintergrund der Kampfkrafterhaltung oder -verbesserung. Für einen General aber wohl eher ein normales Ansinnen.
    Auch seine "Fahnenflucht" in Zivil ist streitig, denn schliesslich hatte die Wehrmacht schon einen Tag vorher offiziell kapituliert. Gab es da denn noch den Zwang in Gefangenschaft zu gehen? Seien Todesurteile gegen Fahnenflüchtige wurden alle VOR der Kapitulation verhängt. Ihm brachte das aber die Aberkennung der Pensionsberechtigung ein. Die Haftstrafe bekam er wegen Todschlages, also den Erschiessungen auf seinen Befehl hin.
    Blutiger Ferdinand

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    ...wegen Torten mit Nazi-Emblemen

    Wien — Eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden hat Anzeige gegen einen Konditor in Niederösterreich wegen der Herstellung von Torten mit Nazi-Symbolen und -Parolen erstattet.



    Nazitorte




    Hmmm...lecker

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Als Sammler von Zigarettenbildern oder anderen Bildern, die in früheren Zeiten Zigarettenschachteln oder auch Schokoladen oder anderen Lebens- bzw. Genussmitteln beigelegt wurden um sie später in Sammelalben zu kleben, blättere ich gelegentlich darin und entdecke hin und wieder doch etwas bemerkenswertes oder kurioses.
    So in einem "neueren" kleinen Album aus dem Jahre 1953, meinem Geburtsjahr .
    Das kleine Album nennt sich "Weltkriege" und beschäftigt sich mit dem "warum" und dem Verlauf der beiden Weltkriege. Ich möchte da jetzt nicht weiter darauf eingehen, zumal ich gleich über den ersten Satz gestolpert bin.

    Vorgeschichte zum 1. Weltkrieg
    Der erste Schuss im 1. Weltkrieg fiel nicht an der Front, sondern mitten im Frieden,........,. Das also geschah im tiefsten Frieden........denn es war den Regierungen Europas ....immerhin gelungen, 43 Jahre lang den Frieden zu erhalten.

    Naja, 1914 mag ja in Europa tiefster Frieden geherrscht haben aber das mit den 43 Jahren stimmt auf keinen Fall.
    Das Ereignis vom 28. Juni 1914 in Sarajevo, auf das sich obiger Satz bezieht hatte eine Vorgeschichte, die weit zurückreicht und kurz vor dem 1. Weltkrieg dem Balkan zwei Kriege in dichter Folge bescherte, deren Ausgang die Weichen für die spätere militärische Konstellation stellten. Russland, Serbien, Rumänien auf der einen Seite. Das Osmanische Reich, Bulgarien, Österreich Ungarn im Bunde mit Deutschland oder Deutschland im Bunde mit ihnen, auf der anderen.
    Ausserdem gab es da noch den Italienisch - Türkischen Krieg von 1911-12, auch wenn der überwiegend in Nordafrika ausgetragen wurde. Da zwar von den Regierungen Europas, aber nicht von Frieden nur in Europa die Rede ist, erinnere ich noch an folgende andere militärische Konflikte und Kriege in der Zeit ab 1900:
    1900 Russisch-Chinesischer Krieg
    1903–1904 Britischer Tibetfeldzug (Zwar liegt Tibet auch weit weg, aber Britannien in Europa )
    1904–1905 Russisch-Japanischer Krieg
    1904–1908 Aufstand der Herero und Nama
    1909 Zweiter Rifkrieg (Marokko und Spanien)

    Die Kriege vor 1900 in Europa bzw an denen Europäische Mächte beteiligt waren sind mannigfaltig und ich möchte nur einige als beispielhaft nennen:

    1876–1878 Serbisch-Osmanischer Krieg
    1877–1878 Russisch-Osmanischer Krieg
    1878–1880 Zweiter Englisch-Afghanischer Krieg
    1881–1898 Mahdi-Aufstand
    1895-1896 Italienisch-Äthiopischer Krieg
    1897 Türkisch-Griechischer Krieg
    1898 Spanisch-Amerikanischer Krieg
    1899/1900 Boxeraufstand

    War wohl doch nichts mit den 43 Jahren "tiefster" Frieden. Wie kann man nur solche Behauptung aufstellen, wo ein Blick in jedes Grschichtsbuch einem das Gegenteil vor Augen führt.

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Kurioser kann eine Bezeichnung für ein militärisches Gerät/Detail wohl kaum sein. Einen "Wintergarten" könnte man überall vermuten aber am allerwenigsten wohl auf einem Unterseeboot . Nunja, Landsersprache, Landserhumor eben...
    Als Wintergarten wurde bei deutschen U-Booten des Zweiten Weltkriegs die Plattform bezeichnet, die sich achtern (hinten) an den Turm anschloss. Sie diente zur Aufnahme eines Maschinengewehres oder einer Flak zur Luftabwehr.


    Wintergarten

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Eines der bekanntesten Beispiele einer kampflosen Übergabe einer deutschen Stadt ist wohl die Kapitulation von Greifswald durch Oberst Petershagen. Nicht zuletzt deswegen, weil diese Tat in der DDR - Schulliteratur Eingang gefunden hatte. Daneben gab es aber noch einige weitere kampflose Übergaben. Je nach politischer Einstellung als Akt der Vernunft und des (späten) Widerstandes oder als Verrat eingestuft.
    Zwickau ist so eine Stadt, die durch eine rechtzeitige "Kapitulation" ihrer wohl totalen Zerstörung entging.
    Während des Krieges blieb die Stadt von alliierten Bombenangriffen weitestgehend verschont. Lediglich gezielte Punktangriffe wurden gegen die dort ansässigen Horch-Werken der Auto Union geflogen, in denen bis zu 3.000 KZ Häftlinge Militärfahrzeuge für die Wehrmacht bauten. Als den alliierten Bombern 1945 die Ziele ausgingen und das Reichsgebiet auch immer kleiner wurde, bombardierte man auch kleinere Städte und so kam am 19. März 1945 auch Zwickau an die Reihe. 441 Menschen Menschen starben bei dem bis dahin schwersten Bombenangriff.
    Zwickau lag an der Vormarschroute der alliierten Streitkräfte und mitte April kreisten schon amerikanische Tiefflieger über der Stadt und sie war auch schon in Sichtweite der amerikanischen Vorhut.Es waren die Soldaten Pattons 3. US-Armee. Gemäss ihrer Tradition, erst alles zu zerbomben und zu zerschiessen ehe man einen Ort eroberte, waren die Bomber am 17. April schon unterwegs und man hörte in der Stadt das ferne Brummen der Flugzeugmotoren. Zwickau schien dem Untergang geweiht zu sein.
    Hätte es da nicht den Luftschutzpolizisten Arno Rau und den Kirchendiener Fritz Schubert und dessen Sohn gegeben. Mutig und zu diesem Zeitpunkte gehörte noch Mut dazu in einer deutschen Stadt das Weiss der Kapitulation zu hissen, bestiegen sie den höchsten Kirchturm der Stadt und hissten dort ein weißes Bettlaken. Gleichzeitig wurden die Kirchenglocken geläutet. Die Amerikaner bemerkten die Kapitulationsbereitschaft rechtzeitig und die Bomber drehten wieder ab.
    65 Jahre hat es dann gedauert bis am 17. April 2010 dieser für Zwickau so wichtigen Aktion durch eine Gedektafel gedacht wurde. Zu DDR Zeiten fand nur Arno Rau mit seiner mutigen "antifaschistischen" Tat ein gewisses Mass an Anerkennung. Der Kirchendiener und sein Sohn fanden hingegen keine Erwähnung. Überhaupt war die Kapitulation von Zwickau für die DDR Geschichtsschreibung weniger ergiebig als die von Greifswald. Kapitulierte doch dort ein deutscher Oberst vor der Roten Armee und hier nur ein mickriger Luftschutzpolizist vor den Amerikanern.
    Bis zum 8. Mai kam es noch zu Kämpfen mit deutschen Truppen, die sich im Erzgebirge verschanzt hatten und am 1. Juli übergaben die Amerikaner Westsachsen vereinbarungsgemäss an die Rote Armee.

    Ansichten von Zwickau


    Kriegsende in Zwickau

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Eher zufällig habe ich entdeckt, dass ein mir völlig unbekanntes Land, nämlich die Tuwinische Volksrepublik Deutschland am 22. Juni 1944 den Krieg erklärt hatte. Dieses Land steht zwar auch in der langen Liste der Kriegsgegner aber bisher hab ich das immer überlesen. Wer kennt denn schon die Tuwinische Volksrepublik oder auch Tannu Tuva genannt. Kling eher nach "Taka Tuka Land" .
    Aber das war ein "richtiger" Staat in der Art von Mandschukuo und es lag auch in Fernost.

    "Nachdem das Land 1914 zunächst ein Protektorat Russlands geworden war, regelte dann ein chinesisch-russischer Vertrag, dass das Land nominell seine Unabhängigkeit behalten sollte, jedoch unter chinesischer Suzeränität. Während des Ersten Weltkriegs erklärte sich das Land 1917 erneut für unabhängig. Es sollte jedoch Schauplatz des russischen Bürgerkriegs zwischen der Roten Armee der Bolschewiken und der Weißen Armee der Zaristen werden.

    Nach dem bolschewistischen Sieg 1921 wurde am 14. August des Jahres die Volksrepublik Tannu-Tuwa proklamiert. Die Staatsgründung wurde 1926 durch einen Vertrag zwischen der Mongolei, die bis dahin versuchte, die verlorene Kontrolle über Tannu-Tuwa zurückzugewinnen, Russland und der neuen Volksrepublik bestätigt. Erster Präsident des Landes war Donduk Kuular. Formell war Tannu-Tuwa eine unabhängige Volksrepublik und damit nach der Sowjetunion und der Mongolischen Volksrepublik der dritte kommunistisch ausgerichtete Staat der Welt, der länger als nur wenige Monate existierte. Faktisch bestand aber ab der Gründung eine enge Anbindung an die junge Sowjetunion. Währung war zunächst der russische bzw. sowjetische Rubel, von 1934 bis 1944 der tuwanische Akşa, der an den Rubel gebunden war.

    Kuular versuchte, diese Abhängigkeit nicht zu groß werden zu lassen, es gab Bestrebungen einer engeren Verbindung zur Mongolei. Er erhob den Buddhismus zur Staatsreligion und limitierte den Zuzug russischer Siedler. 1929 wurde er (wohl auf Geheiß Stalins) verhaftet und später exekutiert. Mit seinem Tod wurde die Sowjetunion endgültig zur bestimmenden Macht Tannu-Tuwas.

    Tuwa war eines der ersten Länder, das am 22. Juni 1941 auf den Angriff Hitlers auf Russland mit einer Kriegserklärung reagierte."

    Tannu Tuva

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    "Sarrazin kritisiert geplante Migranten-Quote in der SPD und wer die Erblichkeit von Intelligenz leugne, sei "strohdumm oder auf kriminelle Weise denkfaul". In seiner Erklärung vor der SPD-Spitze habe er von den Aussagen seines Buches kein Wort zurückgenommen. Dies habe auch niemand von ihm verlangt."

    Tja "liebe Leute" von der SPD: "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass", funzt nicht, jedenfalls nicht mit einen Sarrazin und wer sich den Stachel nicht selber rausziehen kann (will), durch Parteuausschluss zB., muss mit ihm leben. Bin mal gespannt wie lange noch...

    Sarrazin kritisiert

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?



    Der letzte überlebende Soldat des Ersten Weltkriegs ist tot. Der Brite Claude Choules starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 110 Jahren in Australien. Er war einer der mehr als 70 Millionen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg im Einsatz waren.

    Claude "Chuckles" Choules hatte seinerzeit bei seinem Alter gelogen, um 1916 bereits mit 14 Jahren in die Royal Navy eintreten zu können. Im Jahr 1926 wanderte er nach Australien aus und diente als Offizier in der australischen Marine, bevor er in die Fischerei ging. Nach den Worten seines Sohnes Adrian hasste der Veteran den Krieg und boykottierte die alljährlichen Gedenkfeiern zum Weltkriegsende oder andere Veteranentreffen. Seinen Lebensabend verbrachte er in einem Altenheim in Perth. Das Geheimnis eines langen Lebens sei ganz einfach, scherzte er einmal: "Einfach immer weiteratmen."

    Letzte Veteranin lebt noch (Jaja, das "schwache Geschlecht")
    Im Februar war der US-Weltkriegsveteran Franck Buckles ebenfalls im Alter von 110 Jahren verstorben. Die letzte Veteranin des von 1914 bis 1918 andauernden Kriegs ist nach Choules' Tod die heute 110 Jahre alte Britin Florence Greene. Sie diente während des Ersten Weltkriegs bei der Royal Air Force, war aber nie in Kampfhandlungen verwickelt.

    Der letzte deutsche Veteran des Ersten Weltkriegs, Erich Kästner, war im Januar 2008 im Alter von 107 Jahren gestorben. Der letzte französische Veteran starb im März 2008, der letzte Italiener im Oktober desselben Jahres.

    Der letzte Veteran

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    "El Cazador" heisst zu Deutsch "Der Jäger" , war eine spanische Brigg. Der Zweimaster, der am 11. Januar 1784 aus Veracruz, aus Spanisch Mexiko in See stach und sein Ziel Louisiana nie erreichte. Eigentlich nichts weiter bemerkenswertes. So erging es damals unzähligen Schiffen. Sei es, dass sie aus den verschiedensten Gründen sanken oder als Piratenbeute endeten. Die "El Cazador" aber war ein besonderes Schiff, schrieb sein Verschwinden doch wahrscheinlich Weltgeschichte, zumindest einen kleinen Teil davon.
    An Bord befanden sich nämlich 19 Tonnen spanische Silbermünzen, die dringend in New Orleans, der Hauptstadt Louinianas erwartet wurden. Nun, Geld brauchte man immer, damals wie heute und ärgerlich ist es auch immer, wenn es verschwindet und erst, wie in diesem Fall mehr als 200 Jahre später und zwar erst 1993 wieder "auftaucht".
    Louisiana war ursprünglich französische Kolonie, obwohl die ersten Entdecker und Eroberer Spanier waren und wurde zu Ehren Königs Ludwig XIV. von Frankreich Louisiana genannt. Später kam es zu Übereinkünfte im Pariser Frieden bei denen der westliche Teil 1762 Spanien zugesprochen wurde. Louisias Wirtschaft aber stagnierte um 1780 und das spanische Papiergeld verlor an Wert. König Karl III. beschloss seiner Kolonie finanziel unter die Arme zu greifen und das tat man damals wie heute am besten mit Geld, am allerbesten, zumindest damals, mit Hartgeld. Die neuen Silberreal wurden in Mexiko geprägt und sollten, erst mal nach New Orlean gebracht, das Vertrauen in die spanische bzw. kloloniale Wirtschaft stärken.
    Im Golf von Mexiko ereilte das Schiff sein Schicksal und mitsamt siner kostbaren Fracht versank es in den Fluten. Die wirtschaftliche Lage der Kolonier verschlechterte zu zusehends und wohl auch aufgrund des Konflikts mit Napoleon, musste Spanien seine Kolonie 1800 an Frankreich verkaufen. Nur drei Jahre später verscherbelte dieser das wohl ohnehin kaum zu haltende Gebiet (es war die Zeit der Napoleonischen Kriege), an die USA unter Jefferson für 15 Millionen Dollar. Dadurch verdoppelte sich das Territorium beinahe.
    Man kann nun darüber spekulieren, wie sich die Millionen auf die Wirtschaft Louisianas ausgewirkt hätten und auch über das weitere Schicksal dieser Kolonie. Denken wir da an Alaska, das auch gekauft wurde oder an Texas, das sich nach einer erfolgreichen kämpferischen Loslösung von Mexiko, später den USA anschloss (manche reden auch von einer Annexion durch die USA) und nicht zu vergessen das ebenfalls spanische und spätere mexikanische Californien, das auch über einen Volksaufstand und einen folgenden Krieg mit Mexiko, den USA einverleibt wurde.

    Jedenfalls wurde das Wrack der "El Cazador" 1993 gefunden und Teile des Silberschatzes geborgen. Heute kann man Münzen aus diesem Schatz käuflich auch über das Internet erwerben.



    El Cazador Münzen

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    ... Hollywoods Beitrag - 1942

    "Aus Angst vor japanischen Bombern versteckten die USA während des Zweiten Weltkriegs ihre Flugzeugwerke an der Westküste unter gigantischen Tarnnetzen. Filmstudios errichteten darauf ganze Fassadenstädte, Gummiautos inklusive. Der Aufwand war enorm - und am Ende nutzlos."
    ....
    Einem echten Test aber hatte sich die Maskerade Kaliforniens nie unterziehen müssen.
    Denn tatsächlich machten die japanischen Streitkräfte nie Luftaufnahmen von Santa Monica.
    ....
    Und so wurde die Verkleidung der Douglas Aircraft Company in Santa Monica nach Kriegsende, im Juli 1945 wieder fachgerecht demontiert.
    ....
    Auch als Exportschlager für andere Kriegsschauplätze, etwa in Europa, taugte die Hollywood-Kreation wenig: Die Tarnkulisse war schlicht nicht übertragbar und schon der erste starke Regen oder Schnee hätte Teile der Konstruktion verformen und sie zum Einsturz bringen können."






    Tarnung aus Hollywood

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Ein wirklich bemerkenswertes aber weitestgehend unbekanntes Bonmot aus dem 2. Weltkrieg ist mir beim Lesen* unter die Augen gekommen und ich möchte es hier mal vorstellen. Ich findes es auch sehr bezeichnend sowohl für denjenigen, der es prägte, als auch für denjenigen auf den es gemünzt war.
    Auf der Konferenz von Jalta (4. bis zum 11. Februar 1945) lies US Präsident Roosevelt Stalin fragen, wer denn der Herr mit dem Kneifer sei, der dem Botschafter Gromyko gegenüber sass. Stalin erwiederte über den Dolmetscher:"Ach der. Das ist Beria**, unser Himmler".
    Stalin war ja für seine derben oft makaberen aber meist hintersinnigen Sprüche bekannt und beschäftigte noch lange nach seinem Ableben allein damit dutzende Kremlastrologen!

    * Die Grosse Katastrophe, Norman Davis
    ** Lawrenti Beria (1899–1953), sowjetischer Politiker und Chef der Sicherheitsdienste der UdSSR
    Beria oder Beriah: hebr. „hervorragend“

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Französischer Bahn droht Klage

    "Im Zweiten Weltkrieg hat sich die Französische Staatsbahn, die SNCF, an der Deportation von rund 75.000 französischen Juden beteiligt. Dafür soll sie nun Hinterbliebene und Überlebende entschädigen - geht es nach einem Gesetzentwurf, der nun im US-Kongress eingebracht wird."

    Bahn droht Klage

    Nun könnte man sich ja genüsslich zurücklehnen und sich freuen, dass nun auch mal die anderen zur "Holokaustkasse" gebeten werden. Aber danach ist zumindest mir nicht zumute. Wieder einmal haben die Anwälte der Holokaustindustrie eine Geldquelle entdeckt - über 60 Jahre nach den Geschehnissen und dann dieses scheinheilige Gesülze:
    ""Nichts kann die von Nazi-Deutschland und seinen Kollaborateuren begangenen Grausamkeiten wieder gutmachen, aber jedes Stück Gerechtigkeit ist wichtig", begründete die demokratische Abgeordnete Carolyn Maloney die Initiative."
    Denen gehts nicht um Gerechtigkeit, denen gehts ums Geld - Geldmachen mit dem, was die Nazis von ihren Opfern übrig gelassen haben, dem Gedenken und die Trauer um die Opfer - sowas nennt man gemeinhin "Leichenflädderei"!

    Übrigens: warum verklagt man dicht die Firmen, die anno Tobak die Schienen verlegt haben oder die Arbeiter die sie gelegt haben? So, als Mittäter. Überhaupt James Watt, wäre er nicht Engländer als Erfinder der Dampfmaschine und somit indirekt auch der Eisenbahn. Da gibt es doch einen deutschen Eisenbahnerfinder und Hersteller Johann Friedrich August Borsig! Meine Herren Geldfresser in USA - lässt sich da nicht im Zusdammenhang mit den Deportationen was deichseln?
    Ich bin mir da ganz sicher, dass dieser Zweig der Holokaustindustrie sich noch in 100 Jahre zu Wort meldet, wenn ein Ur- Ur- Ur- Enkel eines Holokaustopfers in der Schule schlechte Leistungen bringt und das auf ein Trauma zurückführt, dass er bekam, als er vom Schicksal seiner Verwandten um 10 Ecken herum erfährt....
    Das aber wirklich beschämende: Die US Regierung in Gestalt des Repräsentantenhauses als auch des Senats macht da mit und ich denke Obama auch!

  • Thema von Waldi44 im Forum Milit. und sonstige in...

    Nach der italienischen Kapitulation und dem Seitenwechsel wurden rund 600 000 Italienische Militärinternierte (IMIs) in Lager im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten verbracht (verschleppt, deportiert, inhaftiert, verwahrt) und zur Zwangsarbeit gezwungen; allein in Berlin waren es über 30 000 die überwiegend in der Rüstungsindustrie arbeiteten. In der Hierarchie der Gefangenen rangierten sie mit an unterster Stelle, galten sie doch als Verräter, denen man auch noch Stalingrad und andere Niederlagen anhing. Die Lebensbedingungen in den Barackenlagern waren denkbar schlecht: Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten, Schikanen der Wachen und Bombenangriffe kosteten Zehntausenden, schätzungsweise 45.000, das Leben.
    Der Status eines "IMI" war eine Sonderform und ging auf einen Befehl Hitlers zurück und unterschied sich von dem des Kriegsgefangenen unter anderem dadurch, dass sie auch der Kontrolle durch das Rote Kreuz entzogen wurden. Die IMI's hatten weder Status noch Rechte eines Kriegsgefangenen, so diese überhaupt gewährt wurden. Den meisten aber stand es frei, soweit sie nicht als politisch unzuverlässig eingestuft worden waren, sich zur Wehrmacht oder zur neuen Italienischen Wehrmacht der Republik von Salo zu melden. 180.000 von ihnen taten das.
    Auf Betreiben Mussolinis wurde der Status im Sommer 44 in ein "normales" ziviles Arbeitsverhältnis mit Auflagen umgewandelt - so durften sie zB. Deutschland nicht verlassen.
    Nach dem Krieg erhielten Italienische Militärinternierte keine Wiedergutmachung, weder von Deutschland noch von Italien, da sie nun plötzlich als Kriegsgefangene galten und das, obwohl zum Zeitpunkt ihrer Internierung zwischen Italien und Deutschland kein Kriegszustand bestand und Deutschland auf Befehl Hitlers, ihnen ausdrücklich den Status eines Kriegsgefangenen NICHT zuerkannte.

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Anders als in Deutschland war der italienische Führer", der Duce (Mussolini) kein unumschränkter und alleiniger Herrscher. Er stand dem Grossen Faschistischen Rat vor, dem "Gran Consiglio Del Fascismo".
    Zwar hatte Mussolini mit seiner faschistischen Partei spätestens nach den "Wahlen" von 1929, bei denen es nur eine einzige Einheitsliste gab, Italien in eine faschistische Diktatur verwandelt aber sowohl die Monarchie als auch der Vatikanstaat blieben erhalten und wie schon erwähnt, besagter Grosser Faschistischer Rat.
    Nur zwei Mal entschied der Rat gegen ihren Duce, einmal 1923 in der Frage der Mitgliedschaft der Freimauerer und ein zweites Mal am Nachmittag des 24. Juli 1943. An diesem Tag forderte der Rat Mussolini auf, nach seinen vielen "militärischen" Erfolgen und der Landung der Alliierten in Italien, die militärische Führung an den König abzugeben. Tagsdarauf beschloss der Große Faschistische Rat in den frühen Morgenstunden des 25. Juli 1943 mit neunzehn gegen acht Stimmen, bei einer Enthaltung, die Absetzung des Duce und auf Anordnung Viktor Emanuels III. wurde er verhaftet. Genau wie in Deutschland hatte Mussolini es geschafft grosse Volksmassen hinter sich zu versammeln. Mit Versprechungen und Terror wurde er zum Duce. Betrachtet man den Lebenslauf der beiden Männer, Mussolini und Hitler, findet man ettliche Parallelen im politischen Werdegang und man erkennt, warum Mussolini eine Zeit lang Hitlers Vorbild war und dieser ihn nacheiferte, ehe er zu dessen Popanz absank.
    Und ähnlich wie in Deutschland versagten die linke Kräfte und verschätzten sich die Konservativen aber anders als in Deutschland agierten sie immer irgendwie im Hintergrund um dann im entscheidenden Augenblick zuzuschlagen. Ein Umstand, den man bei der Bewertung der italienischen Kriegsanstrengungen und Kriegsleistungen immer im Hinterkopf behalten sollte. Die Kriegsbeteiligung auf deutscher Seite war Mussolinis alleiniger Wille und so verhielten sich auch die meisten Italiener dazu - es war nicht ihr Krieg!
    Nicht einmal Mussolinis Grossmachtpläne von der Errichtung eines neuen Römischen Reiches konnten sie mit ihm teilen. Diesen Traum versuchte Mussolini auf mannigfache militärische Weise zu erfüllen. Am 3. Okt. 19 35 überfielen seine weit überlegenen Truppen Abessinien. Dort schreckte er auch vom Einsatz von Giftgas nicht zurück und pikanter Weise schossen die Abessinier mit deutschen Kanonen zurück. 1939 erfolgte die italienische Annexion von Albanien und vom 28. Oktober 1940 an der erfolglose Angriff auf Griechenland, der nur mit deutscher Hilfe für Italien halbwegs glimpflich endete.Nachdem Italien schon nach dem italienisch-türkischen Krieg (1911–1912) Libyen annektiert hatte erklärte Italien 1934 seine libyschen Besitzungen zur Kolonie Italienisch-Libyen. Die konnten sie aber nur dank deutscher Hilfe vor den Briten
    verteidigen, nachdem Mussoline meinte die Gunst der Stund nutzen und Ägypten angreifen zu müssen. Das war der Hintergrund für die Gründung des Afrikakorps welches samt den Italiener im Mai 1943 bei Tunis kapitulieren musste.
    Nach all diesen militärischen Grosstaten und der Landung der Alliierten auf dem italienischen Festland im September 1943. War es für für die neue italienische Regierung unter Mussolinis Nachfolger Pietro Badoglio höchste Zeit Verhandlungen über einen Separatfrieden mit den Alliierten aufzunehmen. An der Südostküste Siziliens waren neben 10 Divisionen der amerikanischen und britischen Armeen in der Nacht vom 9.auf den 10. Juli 1943 amerikanische Fallschirmtruppen gelandet(Operation Husky) .
    Sizilien wurde vom Wasser aus mit 2500 Schiffen und aus der Luft mit rund 5000 Flugzeugen angegriffen. Am 17. August 1943 wurde Sizilien vollständig eingenommen. Als am 3. September zwei britische Divisionen bei nur minimalem Widerstand auf dem italienischen Festland landeten, schien es der Regierung Badoglio aller höchste Zeit . Bei geheimen (!) Verhandlungen im Hauptquartier der Alliierten Mächte in Cassibile (Waffenstillstand von Cassibile). wurde zwischen den Alliierten und dem zwischenzeitlichen Regierungschef Italiens Badoglio der sog. "Kurze Waffenstillstand" ( 1.9.1943) geschlossen. Kein Geringerer als Pius XII. drängte Präsident Roosevelt zu einem Separatfrieden mit Italien. Noch stand Italien offiziell zu seinen Verpflichtungen gegenüber Deutschland aber die Deutschen bereiteten unterdessen den "Fall Achse" (vormals Alarich) vor. Am 10. September besetzten die deutschen Truppen Rom.
    Entgegen dem Willen der Italiener wurde am 8. Sept. 1943 der Waffenstilstand über Rundfunk öffentlich bekannt gegeben. Daraufhin setzte Generalfeldmarschall Albert Kesselring, den Fall Achse in Aktion, in dem die Deutschen alle italienischen Verbände entwaffneten. Die Durchführung der Operation oblag Generalfeldmarschall Erwin Rommel.
    Durch diese gezielte Indiskretion der Alliierten, man könnte es auch Wortbruch oder sogar Verrat nennen geriet die italienische Armee in eine völlig aussichtslose und prekäre Situation, zumal wichtige strategische Punkte schon lange vorher in Erahnung dessen was kommen würde, von deutschen Truppen besetzt worden waren. Die italienischen Soldaten und ihre Offiziere wussten nämlich nichts von den Verhandlungen und der bereits erfolgten Kapitulation. Sie erfuhren es zumeist aus dem Rundfunk! Die Deutschen wussten es oftmals schon vorher und so konnten sie die Italiener vielerorts überrumpeln. Nur an sehr wenigen Stellen gab es ernsthaften Widerstand, der aber schnell gebrochen werden konnte. Dabei kam es deutscherseits zu einigen absolut unnötigen Kriegsverbrechen, die nur aus der Wut der Deutschen auf ihre
    treulosen "Verbündeten" zu erklären sind und gewissen Umständen, die das handling mit den Gefangenen sehr erschwerten, so auf den griechischen Inseln dort namentlich auf Kefalonia, wo deutsche Truppen 5.200 Soldaten der italienischen Division „Acqui“, die sich am 21. und 22. September 1943 Teilen der deutschen 1. Gebirgsdivision ergeben hatten, nun nennen wir es mal mit Rücksicht auf meine patriotisch gesinnten Leser statt ermordet, erschossen hatten.
    Mussolini selbst wurde, wie schon ober erwähnt, verhaftet und auf dem Campo Imperatore, im heutigen Hotel Campo Imperatore, einquartiert. Am 12.09.1943 befreiten ihn deutsche Fallschirmjägern aus der Haft auf dem Gran Sasso (Abruzzen). Die Aktion lief unter der Bezrichnung:Unternehmen Eiche unter dem Kommando von Major Harald Mors sowie der Beteiligung eines kleinen SS-Kommandos unter der Leitung von Otto Skorzeny. Mit einem „Fieseler Storch“ wurde Mussolini ausgeflogen.
    Mit deutscher Hilfe bildete Mussolini eine faschistische Gegenregierung und rief die "Soziale Republik Italien" aus. Von Salò (am Gardasee) aus versuchte Mussolini, die Herrschaft in Nord- und Mittelitalien
    wiederzuerlangen. Er blieb aber ein Instrument der deutschen Besatzungstruppen und das Staatsgebiet der „Republik von Salo“ schrumpfte gleichermaßen mit dem Rückzug der deutschen Truppen aus Italien und verschwand mit ihnen auf nimmerwiedersehen. Im Prozess von Verona nahm Mussolini Rache. Unter anderem wurden der ehemalige Außenminister und Schwiegersohn Mussolinis, Galeazzo Ciano, sowie der greise Feldmarschall Emilio De Bono zusammen mit drei weiteren Abtrünnigen zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1944 hingerichtet.Nachdem Italien nun sozusagen in zwei Teile/Lager gespalten war, kam es erst mal zu einem bösen "Stechen und Hauen" untereinander. Ausserdem ging Mussolini daran mit Hilfe der Deutschen eine neue Armee zu schaffen, die Italienisch- republikanische Wehrmacht.
    "Laut Bericht der Heeresgruppe B wurden allein bis zum 19. September insgesamt 82 italienische Generäle, 13.000 weitere Offiziere und ca. 400.000 Soldaten entwaffnet und in Gefangengeschaft genommen - hiervon waren 183.000 Soldaten bereits in Internierungslager in Deutschland überstellt worden. Auf Anweisung Hitlers erhielten sie nicht den Status von Kriegsgefangenen, sondern von Militärinternierten, auf die die Genfer Konventionen nicht angewendet werden mussten."
    Insgesamt gerieten wohl weit über eine halbe Million italienische Soldaten in deutsches Gewahrsam hinzu kamen rund 17 mio in Mussolinis Sozialer Republik. Ca. 200.000 ehemalige Soldaten wollten mehr oder weniger freiwillig weiter an deutscher Seite kämpfen. Wie schon ober zitiert, hatten die Italiener einen Sonderstatus, den von "Italienischen Militärinternierten" (IMI). Aus ihnen wurde weitere Soldaten für die Wehrmacht und Mussolinis Armee rekrutiert. Andere Kolaborationswillige arbeiteten unter erträglichen Bedingungen in der deutschen Wirtschaft immer mit der Option als Militärangehöriger in Wehrmacht oder italienische Armee zurückkehren zu können/dürfen und nur die absolut "unzuverlässigen" aus deutscher Sicht wurden als Kriegsgefangene in Kriegsgefangenenlager überstellt, wo sie als "Verräter" mit das denkbar schwerste Los zu ertragen hatten.
    Mit dem "Manifest von Verona" umriss Mussolini seine Politik und die der "Republik von Salo". Darin wurde unter anderem auch die Abschaffung der Monarchie gefordert und die Fortsetzung des Krieges an
    deutscher Seite bestimmt ( Die versklavende Invasion der Anglo-Amerikaner zurückzuschlagen, die, wie tausend deutliche Zeichen beweisen, das Leben der Italiener noch übler und elender machen will...(als die Deutschen es schon taten?)). Tatsächlich präsentierte sich die "Republik von Salo" sehr sozial und eher Demokratisch, so zB.:"Der Bürger wird alle fünf Jahre aufgerufen, sich über die Ernennung des Staatspräsidenten zu äußern." Das hätten sich die Bürger Italiens wohl etwas früher gewünscht - das Äussern über ihren "Duce" .
    Nicht verzichten hingegen konnte oder wollte Mussolini auf seine Grossmachtsträume: "Ein anderes Hauptziel wird darin bestehen, die Anerkennung der Notwendigkeit von Lebensraum durchzusetzen, der unent-behrlich ist für ein Volk von 45 Millionen Menschen, die auf einem nahrungsmäßig unzureichenden Boden leben.". "Der Arbeiter ist von Amts wegen in die Gewerkschaft seiner Kategorie eingeschrieben, ohne daß es ihm untersagt ist, in eine andere Gewerkschaft einzutreten,...", hört, hört und wo ist da der Haken? Hier :"Die Gewerkschaften sind in einem einheitlichen Verband zusammengeschlossen..." und vor allem "All die großen sozialen Einrichtungen, die das faschistische Regime in zwanzig Jahren verwirklicht hat, bleiben unangetastet."
    Die Grundlage für die Streitkräfte der Republik von Salo bildeten rund 12.000 Militärinternierte. In Grafenwöhr wurden die Marine Infanteriedivision "San Marco", auf dem Heuberg eine Schützendivision (Bersagliri) und eine Gebirgsjägerdivision (Alpini) in Münsingen aufgestellt. Hinzu kam noch die Infanteriedivision "Littorio" in Sennelager. Zusammen etwa 70.000 Mann. Die Italiener unterstanden teilweise der deutschen Wehrmacht, teilweise der "Italienisch-republikanischen Wehrmacht". Ausser den IMI's gab es in der Republk eine allgemeine Wehrpflicht und eine Milizarmee oder Parteiarmee. Im Kampf gegen die Alliierten bewährten sie sich nicht obwohl sie hohe Verluste davon trugen. Deshalb wurden sie überwiegend zum Partisanenkampf eingesetzt, der damit endete, dass man sich entweder besonders grausam gegenseitig die Kehlen durchschnitt (manche Gegenden wurden gleich von allen Personen "befreit", denen man habhaft werden konnte), die Seite zu den Partisanen wechselte oder seine Uniform auszog, an den nicht vorhandenen Nagel hängte (so man nicht selber an jenen gehänt wurde) und nach Hause ging...
    Später gab es sogar eine italienische Waffen SS Einheit. "Waffen-Grenadier-Brigade der SS (ital. Nr.1) unterstützt und mobil gemacht durch 3.000 Pferde.
    m Frühjahr 1945 war es auch mit diesem Herrschaftsgebiet von "Il Duce" vorbei. Die partisanen führten einen allgemeinen Aufstand durch in dessen Verlauf Mussolini und seine Geliebte auf der Flucht gefasst und ermordet wurden. Ermordet wurden auch zwischen 100.000 und 150.000 Mann der Italienischen Wehrmacht und der faschistischen Milizen. Wohlgemerkt NACH deren Gefangennahme und von Italienern des italienischen Widerstandes. Diejenigen die sich den Alliierten ergaben, erhielten den Status von Kriegsgefangenen und überlebten meist.-

  • Thema von Waldi44 im Forum Milit. und sonstige in...

    Pluto?
    Ahhhhhh Pluto:

    oder doch:

    Nun, werder die lustige Comikfigur, noch der rätselhafte Planet, der neuerdings keiner mehr ist (Planet), sind gemeint. Die Schreibweise macht den Unterschied: P:L:U.T.O. gemeint ist eine äusserst geniale und effektive Konstruktion der Alliierten im 2. Wk. zur Treibstoffversorgung ihrer Truppen in Frankreich.
    "Pipe- Line- Under- the- Ocean"

    P.L.U.T.O.



    P.L.U.T.O.

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    P.L.U.T.O.

    Hier bitte dazu lesen: P.L.U.T.O.

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Mulberry auf Deutsch: Maulbeere

    "Die Mulberry-Häfen waren zwei im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten errichtete künstliche Nachschubhäfen an der Küste der Normandie (Département Calvados). Entworfen wurden die Häfen von den beiden Ingenieuren Ove Arup und Ronald Jenkins.
    Der Baubeginn der beiden Häfen war der 7. Juni 1944, ein Tag nach der Landung. Schon nach drei Tagen konnten die ersten Schiffe entladen werden."

    Neben P.L.U.T.O. waren die Mulberryhäfen ein wichtiger Garant für den Sieg der Alliierten, denn über diese Häfen und der Pipeline wurde ihnen all das zuteil, was die Wehrmacht in zunehmenden masse nicht mehr besass!
    "Der britische Hafen Mulberry „B“ ging kurz darauf voll in Betrieb. Insgesamt konnten hier bis zum 31. Oktober 628.000 Tonnen Nachschubgüter, 40.000 Fahrzeuge und 220.000 Soldaten an Land gebracht werden."


    Mulberry

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Wie man sieht, nicht nur die Holländer besassen Holzschuhe und auch die Türken mit ihrem "Fliegenden Teppich" hatten nichts Exklusives. Besassen die Deutschen doch sogar "Fliegenden Holzschuhe" !
    Als "Fliegender Holzschuh" wurde wegen seiner markanten Rumpfform der Seeaufklärer BV 138 von Blohm & Vosswar genannt.



    Fliegender Holzschuh

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    "Knickebein", jener Cocktail aus Likör und einem rohen Eigelb oder aus Branntwein und Eierlikör ist natürlich nicht gemeint !
    Hier ist das FuG28a "Knickebein" gemeint. Das war ein für Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verwendetes deutsches Funk-Leitstrahl-System. Es wurde von der Firma Telefunken aus dem X-Verfahren weiterentwickelt.



    Knickebein

    Knickebein 2

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Wieder so ein irreführender Name. In ihm traten nicht etwa die Knochen Gefallener ihre vorletzte Reise an, sondern die noch mehr oder weniger knackfrischer Fallschirmjäger an die Front.

    Die deutsche Fallschirmjägerjacke, wurde auch Knochensack genannt und bestand aus festgewirktem, reißfestem Baumwollstoff (100%). Bei der Fertigung wurde ausschließlich Baumwolle verwendet.
    Das Teil, heute würde man wohl Overall dazu sagen, wurden von ca. 1938 bis 1941 bei der Truppe getragen, z.B. bei den Einsätzen von Eben-Emael, Narvik und Kreta! Die Knochensäcke wurden auch vom Fallschirmjägerbataillon des Heeres getragen.



    Diesen"Knochensack" gibt es auch noch in Jackenform zum Knöpfen. Diesen trug man dann bis Kriegsende in verschiedenen Tarnmustern, die von der Luftwaffe selbst entwickelt wurden.

  • Thema von Waldi44 im Forum 1. Weltkrieg

    Aus dem Jahre 1849* stammt eine Anweisung von einem gewissen Lord Palmerston** nach der jeder Angehörige der deutschen Kriegsmarine als Pirat zu betrachten und als solcher auch zu behandeln ist. Rettungsversuche deutscher Seeleute haben zu unterbleiben. Auf diese Anweisung von "Anno Tobac" berufend, zumindest rechtfertigte er sein Tun erfolgreich damit, ließ der britische Lt. Herbert Godfrey, Kommandant der als amerikanischen Handelsschiff getarnten Ubootfalle HMS BARALONG, den Rest der Besatzung von U 27 am 19. August 1915 im Maschinenraum des Frachters "Nicosian", wohin sie sich flüchteten, nachdem sie aufgenommen worden waren und feststellen mussten, dass die Briten sie mit einem bewaffneten Kommando verfolgten, als Piraten hinrichten.
    Zuvor waren acht der insgesamt 12 Überlebenden von U 27 durch Beschuss aus Bordwaffen getötet worden
    Ursprünglich sollte das Vorkommnis verheimlicht werden aber amerikanische Passagiere sagten die Wahrheit über das Geschehen aus, auch, dass das Schiff eine amerikanische Flagge trug. Daraufhin trat die Admiralität die Flucht nach vorne an und machte einen Mörder zum Kriegshelden. Für dieses Kriegsverbrechen wurde Herbert Godfrey zum Commander befördert und von der englischen Königin mit dem Victoria Cross*** ausgezeichnet.




    * "Die Reichsflotte kam im Seegefecht vor Helgoland am 4. Juni 1849 zu ihrem ersten und einzigen Kampfeinsatz, dem bis heute einzigen Seegefecht unter schwarz-rot-goldener Flagge. Das Flaggschiff war bei diesem Gefecht die Dampffregatte SMS Barbarossa. Das Gefecht musste abgebrochen werden, weil die Barbarossa vor Helgoland in britische Hoheitsgewässer
    geriet und die Briten die deutsche Flagge nicht anerkannten."

    ** "Lord Palmerston bekam für seine vielgeschäftige, sich überall einmischende, oft unüberlegte Politik den Namen Lord Firebrand (Feuerbrand)."

    *** "Das Victoria Cross (deutsch: „Victoria-Kreuz“) ist die höchste Kriegsauszeichnung der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs und einiger Staaten des Commonwealth. Es wird für herausragende Tapferkeit im Angesicht des Feindes verliehen und steht innerhalb der Rangfolge der Orden und Ehrenzeichen des Vereinigten Königreichs an erster Stelle."

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Eigentlich wollte ich einen kurzen Beitrag über L19 (Luftschiff) und seinem tragischen Ende schreiben. Dann aber fand ich einen ausgezeichneten Beitrag darüber und ich befand, da ich es kaum hätte besser machen können (eigentlich garnicht ), diesen Link zu posten Tragödie von L19 und einen "Guttenberg" wollte ich auch nicht abliefern !

    Das Geschehen ist tatsächlich grenzwertig wie ich meine. Der Kapitän des Fischdampfers “King Stephen” aus Grimsby, William Martin, handelte entgegen dem allgemeinen Seemannsbrauch, Schiffsbrüchige egal welcher Nationalität aus Seenot zu retten und verstiess auch gleichzeitig gegen diverse Bestimmungen und Konventionen. ABER, er als Kapitän hatte in erster Linie Verantwortung für sein Schiff und seine 9 Mann starke Besatzung.
    Auf L19 befanden sich immerhin 15 Überlebende eines Kriegsfahrzeuges, die mit Sicherheit Waffen trugen. Die Besatzung eines solchen Zeppelins konnte über 30 Mann stark sein. Die Bilder geben die Unübersichtlichkeit der Situation deutlich wider. Martin konnte weder erkennen, wieviele Überlebende sich noch auf der Hülle des Zeppelins befanden, noch ob sie sichtbar Waffen trugen. Rechtlich gesehen beging William Martin eine Straftat aber gab es keinerlei mildernde Umstände?
    Ganz klar ist mir auch nicht, ob es nicht andere Möglichkeiten gab, den Schiffbrüchigen zu helfen. Immerhin trieb das Wrack fast zwei Tage in der Nordsee...



    Hier die englische Version.



    HMT King Stephen

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Das deutsche oder besser das "Gegenstück" der Waffen SS zur Stalinorgel. Allerdings ein eher etwas mickrig geratenes Teil.



    KFZ der Wehrmacht

    Dreizehn 24 schüssige 8cm Werfergestelle (jedes wog 1290kg) sind von den Waffenwerken Brünn hergestellt worden. Die Meisten wurden auf die Halbkettenzugmaschinen SOMUA S 303 (f) montiert. Einige kamen auf dem Panzerwerfer 42-Chassis zum Einsatz.
    12 Werfer kamen bei den Vielfachwerferbatterien 521 und 522 zur Truppenerprobung.
    Vergleiche dazu die sowjetische Katjuscha: Katjuscha


    "Eine weniger bekannte Waffe war der 8-cm-Vielfachwerfer der SS, der in Anlehnung an die Bezeichnung der seit dem 14.Juli 1941 eingesetzten russischen Werfer den Namen "Himmler-Orgel" erhielt. Das 1290kg schwere Werferschiengestell war meistens auf französischen Halbkettenfahrzeugen vom Typ Somua 303(f) montiert. Verschossen wurde in eriner Salve von 48 Schuß die 8-cm-R.Sprg,.die 705mm lang war znd bei 6,6kg Gewicht 0,68kg Sprengstoff enthielt, von einer 200mm langen Blechschiene. Die 1kg schwere Treibladung erzeugte eine maxmale Geschwindigkeit von 335m/s. Damit betrug die Schußweite rund 6000m und streute die Salve 265m in der Länge- und 162m in der Seitenrichtung. Die Wirkung entsprach übrigens nicht den Erwartungen. Ein Übergang auf größere Kalieber schien notwendig. Von den bei den Waffenwerken Brünn gefertigten 13 Waffen befanden sich 12 im Einsatz bei der SS-Vielfachwerfer-Batt. 521 und 522. Für die Produktion der Munition lassen sich 15000 Schuß bis Julie 1943 nachweisen, danach fehlen Unterlagen. Die Streuung dieser leitwerkstabilisierten Rakete war besser als die der drallstabilisierten, und deswegen gab es dauernd Streit mit dem Heereswaffenamt. Die Komplizierte fertigung der Drallmuster führte dann Ende 1944 doch zu einem Einlenken des Waffenamtes, und es begannen Versuche mit Kalibern von 8 und 15cm, die jedoch nicht mehr abgeschlossen wurden."

    Quelle: "Waffen und Geheimwafffen des deutschen Heeres" von Fritz Hahn

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Reichsführer der SS Heinrich Himmler.
    Allerdings ist mir nicht ein schriftlicher Beweis untergekommen, dass dieser Spitzname auch tatsächlich Verwendung fand bzw. welcher Personenkreis ihn benutzte. Überhaupt scheint mir das mit den Spitznamen so eine Sache gewesen zu sein. Wussten die Oberen davon und liess man dem Volk den "Spass", lachte man vielleicht sogar selber darüber oder war es lebensgefährlich den Falschen ins Vertrauen zu ziehen und vor ihm die Mächtigen im Reich so zu titulieren?

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Den eher wenig schmeichelhaften Namen Kettenhunde erhielten die Feldgendarmen wegen des an einer Kette getragenen Blechschildes, den sogenannten "Ringkragen" mit der Aufschrift "Feldgendarmerie".
    "In der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen bis zum Ende des Dritten Reiches war die Bezeichnung „Feldgendarmerie“ für die Polizei im Militärdienst üblich, jedoch nach 1945 durch die Beteiligung der Feldgendarmerie am NS-Unrechtsregime so diskreditiert, dass man bei Aufstellung der Bundeswehr für die Militärpolizei den unbelasteten Begriff „Feldjäger“ wählte."



    Kettenhunde

  • Thema von Waldi44 im Forum Spitznamen und kuriose...

    Vornehmlich von der Feldgendarmerie durchgeführte Razzien auf der Suche nach noch wehrfähigen Männern. Dabei wurden Flüchtligstrecks und Lazarette durchkämmt um auch noch den letzten "wehrfähigen" männlichen Deutschen auszukämmen, währen im Reich noch immer zehntausende auf Druckposten sich gegenseitig ihre Wichtigkeit und Unabkömmlichkeit bestätigten...
    Anschliessend waren es jene Feldgendarmen, die dann die Unglücklichen erschossen oder aufknüpften, wenn sie sie später als "Deserteure" wiedertrafen...

  • Thema von Waldi44 im Forum Habt ihr das gewusst?

    Historische Mythen sind wie alte Sagen, sie haben zwar einen wahren Kern sind aber ansonsten meist nicht historisch Korrekt. Zu den neueren Mythen gehört zB., dass Hitler die Autobahn bauen liess aber mindestens ebenso zäh hält sich die Mähr vom Tausch Sansibars gegen Helgoland. Beide Mythen haben einen wahren Kern, ähnlich einer Sage, aber sind ansonsten schlichtweg falsch. "Hitlers Autobahn" an anderer Stelle. Hier bleiben wir mal beim Tauschhandel der besonderen Art - Insel gegen Insel.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass selbst Zeitgenossen anscheinend nicht so genau wussten worum es eigentlich ging oder wir haben ihre Empörung nur falsch interpretiert. Tatsächlich war Sansibar niemals Bestandteil von Deutsch Ostafrika. Helgoland aber eine Kolonie des Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland. Im Rahmen der Napoleonischen Kriege besetzten 1807 britische Truppen die Insel.
    Erst 1890 ging Helgoland im Helgoland-Sansibar-Vertrag vom Vereinigten Königreich an das Deutsche Reich über und wurde Preussisch.
    Soweit so gut, aber was war mit Sansibar?
    Sansibar gehörte bis 1885 zum Sultanat Sansibar. Wer mich kennt weiss, dass ich nicht versuche Gutes "besser" zu machen oder das "Rad " neu zu erfinden . Daher der Link zu Sansibar: Geschichte von Sansibar
    Wahr hingegen ist, dass Deutschland und Grossbritannien auf und um Sansibar konkurrierten und sich dabei gegenseitig behinderten. Zwar blieb danach der Sultan im Amt aber Sansibar wurde quasi englisches Schutzgebiet und unterlag der direkten Kontrolle Englands. Deutschland bekam im Gegenzug in Deutsch Südwest den sogenannten Caprivi Zipfel Caprivizipfel und somit direkten Zugang zum Fluss Sambesi (Mehrere ganzjährig wasserführende Flüsse wie der Okavango, der Kwando und Nebenarme des Sambesi durchziehen den Caprivizipfel) und eben auch Helgoland - aber nicht im Tausch gegen Sansibar, sondern wegen des Verzichts auf die Einflussnahme auf den Sultan oder seiner Ratgeber.
    Für deutsche Afrikahändlern -kaufleute ein schwerer Schlag und für die Deutschnationalen und dem Kolonialverein ein Verzicht auf "deutsches Land". Dabei gab es für den Anspruch reichlich Land im Gegenzug: Der Caprivi Zipfel ca 19.500 qm, Helgoland 1,7 qm und ein Teil des 31.000 qm Küstenstreifens vor Ostafrika, das sich Deutschland und Grossbritannien "brüderlich" teilten.

  • Thema von Waldi44 im Forum Allgemeines zu den Kri...

    Kriegsparteien sind durch die Genfer Konvention dazu verpflichtet sich um die Unversehrtheit Kriegsgefangener zu kümmern. Allerdings hat die Sache mit den sowjetischen Kriegsgefangenen einen Haken: Die Sowjetunion (und Japan) waren dieser Konvention nicht beigetreten....

    "Die Artikel 4 bis 20 legen verschiedene Grundsätze zur Behandlung von Kriegsgefangenen fest. Diese sind entsprechend Artikel 4 menschlich zu behandeln. Kriegsgefangene dürfen zur Arbeit herangezogen werden (in der Fassung von 1907 mit Ausnahme der Offiziere). Die gefangennehmende Partei hat für den Unterhalt der Kriegsgefangenen zu sorgen (Artikel 7) und dabei die Kriegsgefangenen in Bezug auf Nahrung, Kleidung und Unterbringung wie die eigenen Truppen zu behandeln. Kriegsgefangene unterstehen den Gesetzen, Vorschriften und Befehlen des Staates, in dessen Gewalt sie sich befinden (Artikel 8). Sie können für einen misslungenen Fluchtversuch disziplinarisch bestraft werden, nicht jedoch bei erneuter Gefangennahme nach einer vorherigen erfolgreichen Flucht. Entsprechend Artikel 9 sind Kriegsgefangene verpflichtet, auf Nachfrage ihren Namen und Dienstgrad zu nennen....
    Der Artikel 21 verweist für die Behandlung von Kranken und Verwundeten auf die Genfer Konvention."

    Kriegsgefangene sind immer in einer bedauerlichen Situation. Die bedauerlichsten der Bedeuernswerten waren aber wohl sie sowjetischen Gefangenen, denn wie schon richtig angemerkt; wer die deutschen Lager überlebte kam meist in die sowjetischen Gulags, weil sie als Verräter angesehen wurden.
    Mitkämpfer in der Wlassowarmee oder anderen deutschen oder verbündeten Verbänden sahen die Heimat nie wieder oder nur um dort zu sterben. Nur sehr wenige von ihnen überlebten.

    Im Winter 1941/42 wurden etwa 12.000 russische Kriegsgefangene nach Auschwitz transportiert. Nur ein halbes Jahr später lebten von ihnen noch 150*. Wie kam es dazu? Nun, Der Lagerkommandant gibt in seinen Erinnerungen folgende Erklärungen dazu ab:
    Sie (die Kriegsgefangenen) kamen aus dem Wehrmachts- Kriegsgefangenenlager "Lambsdorf" O/S** in einem völlig heruntergekommenen Zustand. Sie waren in wochenlangen Fussmärschen dorthin (Auschwitz und vorher nach Lambsdorf) gebracht worden. Unterwegs gab es kaum Verpflegung. Bei Marschpausen wurden sie einfach auf die nächstliegenden Felder geführt und fraßen da, wie das Vieh, alles genießbare.....
    ..........
    Mit diesen, sich oft kaum noch aufrecht haltenden Gefangenen sollte ich (Höß) nun das KGL (Kriegsgefangenenlager) Birkenau aufbauen. Nach Anordnung des RFSS (Reichsführer SS = Himmler), sollten nur besonders kräftige, voll einsatzfähige kriegsgefangene Russen überführt werden. Die Transportbegleitoffiziere sagten, das wäre das Beste, was in Lambsdorf zur Verfügung stünde (was ein bezeichnendes Licht auf dieses Kriegsgefangenenlager wirft*)."
    Es folgt noch eine ganze Reihe von Auzählungen, wie schlecht die Russen körperlich beisammen waren und wie sie vor Erschöpfung und durch Krankheit täglich zu Dutzenden und mehr starben. Dann....
    "Aufeinander nahmen sie keine Rücksicht mehr, der krasseste Selbsterhaltungstrieb ließ keine menschlichen Regungen mehr zu. Die Fälle von Kanibalismus waren in Birkenau nicht selten (!). Ich selbst (Höß) fand einen Russen zwischen den Ziegelsteinhaufen liegend, dem der Leib mit einem stumpfen Gegenstand aufgerissen und dem die Leber fehlte. Sie schlugen sich gegenseitig tot, um zu Essbarem zu gelangen..." Hier folgen noch einige Beispiele persönlichen Erlebens.
    Er schliess ab mit den Worten:
    "Es waren keine Menschen mehr. Sie waren Tiere geworden, nur noch auf Nahrungssuche aus."

    Noch mal zur Erinnerung: Es handelte sich um KRIEGSgefangene!

    * Es waren genau 11.957. Davon überstellte man 49 ins KL Flossenbürg und 29 sind geflohen. Darin enthalten sind nicht jene Gruppe von 900 Kommissaren und politisch verdächtigen Kriegsgefangenen, die vorher schon eingeliefert und vergast worden sind.

    ** Dazu an anderer Stelle mehr.

    Ps: Die Bemerkungen bzw. Erklärungen in Klammern stammen von mir.

    Quelle: Auschwitz in den Augen der SS und Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz - Birkenau 1939-1945. .
    .
    Noch eine Anmerkung zu dem KGL Lambsdorf. Meist und bezeichnenderweise findet man dazu nur Berichte aus der Zeit, als das ehemalige Kriegsgefangenenlager von den Polen nach Kriegsende als Internierungslager für Deutsche genutzt wurde.
    "KZ Lamsdorf war ein Vernichtungslager" http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/k...-vernichtung...
    Wer sich also darüber informieren will wird viel mehr finden, als über die Zeit, als es ein deutsches Kriegsgefangenenlager für sowjetische Kriegsgefangene war.
    Für viel mehr reicht es da nicht:"Im Zweiten Weltkrieg war in Lamsdorf einer der größten Lagerkomplexe der Wehrmacht: Stalag VIII B, Stalag VIII F/318 und Stalag 344. Rund 400.000 Gefangene, davon 200.000 Personen mit sowjetischer Staatsbürgerschaft sollen durch die Lager gegangen sein. Auf die 42.000 Toten weist heute das Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen in Łambinowice hin.
    Die Rote Armee erreichte und befreite das Lager am 17. März 1945."

    Die Erinnerungen Höß' über die ihm zugeteilten Gefangenen und seine Auslassungen über das Lager Lambsdorg lassen da weitaus mehr erahnen. Seine Beschreibung deckt sich fast mit den Rheinwiesenlagern, nur mit dem Unterschied, dass die Zustände in Lambsdorf Jahre andauerten und zehntausende Tote forderten und dort festgehaltenen völlig perpektivlos waren.
    Die 42.000 Tote gab es allein in Lambsdorf. Nicht eingerechnet die vielen, die von dort woandershin zur Zwangsarbeit oder eben auch zur Vernichtung geschickt wurden.
    Übrigens ist es auch eine Tatsache, dass russische Kriegsgefangene in Auschwitz zu den ersten Opfern gehörten, die mit Zyklon B gezielt und in Vorbereitung der "Endlösung" ermordet wurden. Die meisten von ihnen waren Kommissare....

  • Thema von Waldi44 im Forum Russische Waffen und G...

    Mal eine kurze Lagebestimmung zu den moderneren Waffen der UdSSR am Vorabend des 2. Weltkrieges.
    Dazu möchte ich die Ausführungen des Generalstabschef der 5. Kavallerie-Division im Militärdistrikt Kiew, Iwan Christoforowitsch Bagramjan, zitieren, wie er sie in seinem Buch "So begann der Krieg" darlegte. Grundlage dafür ist die Parade zum 1. Mai 1941 und eine Übung, bei der er anwesend war.
    Ich zitiere sinngemäss: Generaloberst M. P. Kirponos, einer der wenigen, der an einen deutschen Angriff glaubte und sich und seine Truppen weit über das geforderte hinaus darauf vorbereitete und der Panzergruppe Kleist (Panzergruppe I) schwer zu schaffen machte, stellte anlässlich einer Panzerübung fest, dass die Panzersoldaten ihr Gerät sehr schlecht beherrschten. Auf Nachfrage wurde ihm mitgeteilt, dass die Panzer erst vor wenigen Stunden eingetroffen sein und die Besatzungen noch keine Zeit hatten sich mit dem Gerät vertraut zu machen. Auf dem anschliessenden Marsch fielen dutzende Panzer aus und blieben am Strassenrand liegen. Hierzu erfuhr er auf Nachfrage, dass es sich überwiegend um älteres Gerät handle, T 26 und BT. Von der Division erfuhr er, dass der Grund dafür Ersatzteilmangel sei und der Grund dafür war, dass die Produktion dieser Panzer teilweise schon eingestellt worden war...
    Bei der anschliessenden Parade zum 1. Mai, bei der Bagramjan ebenfalls anwesend war, stellte er (Bagramjan) erneut die doch recht mangelhafte Ausrüstung der Roten Armee fest, die den meisten Beobachtern aber aufgrund des Massenaufgebotes kaum auffiel. Wenige moderne Panzer und Zugfahrzeuge für wenige moderne Geschütze und nur eine Handvoll neuer moderner Flugzeuge. Dafür aber viel bespanntes Gerät, vieltürmige Panzerungetüme und schnittige Kavalleristen und auch in der Luft flog man überwiegen laut und langsam aber sehr beeindruckend...
    Dennoch muss man erwähnen, dass die sowjetische Panzertruppe nach Bagramjan eigenen Angaben in der Zeit von 1934 bis 1939 um das Zweieinhalbfache, die Anzahl der Flugzeuge von 1930 bis 1939 um das Sechseinhalbfache, das der Artilleriegeschütze aller Kaliber in den Jahre von 1929 bis 41 um das Siebenfache und das der Panzerabwehrkanonen im selben Zeitraum um das Neunzehnfache erhöht wurden und auch die Seekriegsflotte erhielt über 500 neue Schiffer verschiedenster Typen.

  • Thema von Waldi44 im Forum Stammtisch

    Nun, was manche ja schon immer wussten ist nun zur Gewissheit geworden: Hitler Lebt! Undzwar in Brasilien.

    "Die Tage von Adolf Hitler sind gezählt", titelte die Zeitung "Novo Jornal", die den 21-Jährigen interviewte. "Ich habe Angst vor den Reaktionen, die der Name hervorruft. Das ist noch nie passiert", sagte der Brasilianer dem Blatt. Als Kind habe er in einem Dörfchen im Landesinnern gewohnt. "Dort kannten nur wenige die Geschichte Hitlers." An der Universität werde er aber mit mehr Vorurteilen zu kämpfen haben. Ein Anwalt sagte, die Namensgebung sei von Beginn an falsch gewesen und eine Änderung unproblematisch.
    Warum seine Eltern, vor allem wohl sein Vater, ihm den Namen Hitlers gaben und die Behörden den Namen auch noch eintrugen, bleibt schleierhaft. Die Eltern trennten sich, als Adolf noch ein Kind war. Weil ihn die katholische Kirche als Baby nicht auf Adolf Hitler taufen wollte, tat sie dies auf "Adolf Henrique", wie er dem Portal "globo.com" am Freitag erzählte.
    Der gut aussehende Brasilianer bekommt im Internet aber nicht nur negative Reaktionen. Vor allem weibliche User gerieten ins Schwärmen. "Das gefällt meiner Freundin nicht besonders", sagte der 21-Jährige.

    Hitler lebt

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